In der 1. Klasse Süd hat die Union Oberwang das letzte Heimspiel der Hinrunde mit 4:0 gegen den SV Kieninger-Bau Bad Goisern gewonnen. Nach einer 1:0-Pausenführung legten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel nach und belohnten sich im Duell mit dem bisherigen Tabellenführer für einen Auftritt, den Sportchef Mario Pöckl vor allem mit einem Satz zusammenfasste: „Jeder hat alles gegeben.“

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Von Beginn an war zu sehen, in welche Richtung diese Partie laufen sollte. Oberwang machte nach den Worten von Mario Pöckl „von Anfang an Druck“ und zeigte damit sofort, dass man sich auf diese Aufgabe sehr genau eingestellt hatte. „Wir haben gewusst, was auf uns zukommt“, sagte der sportliche Leiter nach dem Schlusspfiff. Gegen einen Gegner, den man im Vorfeld als kompakt und stark einschätzte, war dieser Start umso wichtiger. In der 21. Minute zahlte sich der Aufwand dann auch auf der Anzeigetafel aus, als Noah Gabriel Heiml das 1:0 erzielte. Viel mehr als dieses knappe Ergebnis brauchte Oberwang vor der Pause nicht, denn mit dem Führungstor hatte sich die Heimelf den Vorsprung geholt, den sie mit in die Kabine nahm. Pöckl sprach deshalb auch von einem verdienten Verlauf: „Wir haben wirklich eine tolle Leistung gezeigt und sind über die 90 Minuten verdient als Sieger vom Platz gegangen.“
Was Oberwang in der ersten Hälfte angelegt hatte, wurde nach dem Wechsel deutlich sichtbar. Marco Szalay erhöhte in der 53. Minute auf 2:0 und verschaffte den Gastgebern damit eine deutlich bessere Ausgangsposition für den weiteren Verlauf. Nur elf Minuten später legte Christoph König das 3:0 nach, womit die Partie endgültig klar in Richtung Oberwang kippte. Die Heimelf blieb damit nicht nur konsequent, sondern hielt auch das Tempo und die Zielstrebigkeit hoch. Den letzten Treffer des Nachmittags erzielte Alexander Röthleitner in der Nachspielzeit zum 4:0-Endstand. Für Pöckl war nicht nur die Anzahl der Tore bemerkenswert, sondern auch deren Entstehung. „Die Tore waren schön herausgespielt, schöne Spielzüge“, sagte er. Genau darin lag ein wesentlicher Teil dieses Auftritts: Oberwang war griffig, blieb aggressiv und brachte seine guten Phasen auch sauber zu Ende.
Nach so einem klaren Ergebnis wäre es naheliegend gewesen, einzelne Akteure herauszustreichen. Pöckl wollte aber genau das nicht tun. Obwohl mit Noah Gabriel Heiml, Marco Szalay, Christoph König und Alexander Röthleitner gleich vier verschiedene Torschützen anschrieben, stellte er die Mannschaft deutlich über jede Einzelleistung. „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Jeder hat alles gegeben. Wir haben die Vorgaben vom Trainerteam super umgesetzt, waren sehr griffig, sehr aggressiv und auch spielerisch sehr gut“, sagte er. Später legte er noch einmal nach und machte klar, wie sehr ihm dieses Gesamtbild gefallen hatte: „Man kann keinen hervorheben. Jeder hat an diesem Nachmittag top performt. Pauschallob an die gesamte Mannschaft.“ Gerade diese Einschätzung passt zu einem 4:0, bei dem nicht ein einzelner Name, sondern die gesamte Arbeitsweise der Mannschaft im Vordergrund stand.
Dass die Union Oberwang so deutlich gewonnen hat, machte Pöckl den Wert dieses Erfolgs nicht kleiner, sondern größer. Er sprach über den bisherigen Tabellenführer mit erkennbarem Respekt und erinnerte daran, dass der SV Bad Goisern nicht ohne Grund an der Tabellenspitze stand. „Bad Goisern ist eine sehr kompakte, gute Mannschaft. Sie stehen verdient vorne drin“, sagte er. Genau deshalb hat dieses 4:0 für Oberwang zusätzliches Gewicht. Nach zwölf Runden hält Oberwang nun bei 20 Punkten und bleibt damit in Schlagdistanz zur Spitzengruppe, während Bad Goisern bei 23 Zählern bleibt. Für Pöckl hatte der Sieg aber noch eine zweite Bedeutung, weil es das letzte Heimspiel dieser Hinrunde war. „Wir wollten den Fans noch einmal eine gute Leistung darbieten, und das ist uns gelungen“, sagte er. Auch für die Leitung des Spiels fand er klare Worte: „Es gibt nichts auszusetzen, Schiedsrichter Hubinger hat gut kommuniziert und gut gepfiffen.“ So blieb unter dem Strich ein Samstagnachmittag, an dem für Oberwang fast alles zusammenpasste.