In der 1. Klasse Süd hat sich die Union Raiffeisen Zell/Moos am Samstagnachmittag gegen den UFC Attergau mit 0:3 geschlagen geben müssen. Die Gäste legten laut Trainer Andreas Staudinger den klareren Start hin, ließen vor der Pause aber einige gute Möglichkeiten liegen. Spätestens mit dem dritten Treffer war die Partie entschieden, auch wenn Zell/Moos nach dem Seitenwechsel mehrfach am Aluminium scheiterte.

Foto von Jonathan Ward auf Unsplash
Attergau kam nach Darstellung von Trainer Andreas Staudinger genau so in die Partie, wie man sich das auswärts vorstellt. „Wir sind super in die Partie gestartet und haben nach einer Chance von Zell am Moos das Spiel ganz gut unter Kontrolle gehabt“, sagte der Coach nach dem Schlusspfiff. Seine Mannschaft hatte mehr vom Spiel und brachte die Gastgeber immer wieder in Schwierigkeiten, ohne sich dabei früh genug deutlicher abzusetzen. Genau das war für Staudinger auch der Punkt, der ihn trotz der guten ersten Hälfte nicht ganz zufriedenließ. „Wir hätten in der Halbzeit schon viel höher führen müssen. Wir haben in der ersten Halbzeit zwei- oder dreimal Aluminium getroffen und unsere Chancenauswertung hätte besser sein können“, erklärte er. So stand zur Pause nur ein 1:0, obwohl die Gäste nach seiner Sicht schon vorher alles im Griff hatten. Der Führungstreffer fiel in der 28. Minute: Nach einer Aktion über die linke Seite landete der Ball bei Jakob Posch, der direkt abzog und unhaltbar zum 1:0 traf.
Nach dem Seitenwechsel blieb Attergau das aktivere Team und schob das Spiel endgültig in die gewünschte Richtung. In der 57. Minute erhöhte Jonas Hemetsberger auf 2:0. Staudinger verwies darauf, dass sein Angreifer schon davor gute Möglichkeiten gehabt hatte, sich diesmal aber belohnte. Dem Treffer ging laut seiner Schilderung ein Einwurf mit anschließender Flanke voraus, ehe Hemetsberger den Ball verwertete. Ganz entschieden war die Partie für den Trainer damit aber noch nicht. „Mit dem 2:0 ist noch nie eine Partie entschieden worden, aber mit dem 3:0 war es dann so, dass man gesagt hat: Okay, das ist entschieden“, sagte Staudinger. Genau dieses 3:0 besorgte Elias Antonius Jochimstal in der 66. Minute mit einem Schuss aus rund 18 Metern ins Kreuzeck. Dass der Sieg am Ende dennoch nicht nur aus nüchterner Kontrolle bestand, verschwieg der Attergau-Coach nicht. „Wir haben in der einen oder anderen Aktion natürlich auch Glück gehabt, weil der Gegner in der zweiten Halbzeit, glaube ich, dreimal Aluminium getroffen hat“, ordnete er offen ein.
Gerade deshalb sprach Staudinger nach dem Abpfiff nicht nur über das Ergebnis, sondern vor allem über die Art und Weise. Für ihn war klar zu sehen, dass seine Mannschaft den Sieg an diesem Nachmittag unbedingt wollte. „Man hat der Mannschaft angemerkt, dass wir von Anfang an unbedingt den Sieg wollten. Wir haben wieder super Fußball gespielt“, sagte der Trainer. Besonders zufrieden klang er dabei mit Blick auf die Entwicklung seiner Elf in den vergangenen Wochen. „Wir werden von Woche zu Woche fußballerisch besser. Das merkt man. Bis auf die Chancenauswertung hat eigentlich alles ganz gut geklappt“, meinte Staudinger. Den Gastgebern stellte er trotz der klaren Niederlage ein ordentliches Zeugnis aus. Schon beim Aufwärmen hätten sich bei der Union Zell zwei Spieler verletzt, was in dieser Liga schwer zu kompensieren sei. Trotzdem, so der Trainer, hätten die Zeller „gekämpft und gerannt“. Mit dem Unparteiischen gab es aus seiner Sicht ebenfalls keinen Diskussionsstoff. Für den UFC Attergau bleibt damit ein verdienter 3:0-Auswärtssieg, der die Mannschaft nach zwölf Runden mit 24 Punkten weiter in der Spitzengruppe der Tabelle und im Rennen um den Herbstmeistertitel hält.