In der 1. Klasse Süd hat sich die SPG Zipf/UVB am Samstagnachmittag von den SV Gmunden Juniors mit einem torlosen Remis getrennt. Das Ergebnis passte aus Sicht der Gastgeber aber nur auf dem Papier, denn Zipf hatte laut Obmann Günter Winter über weite Strecken mehr vom Spiel, erspielte sich einige gute Möglichkeiten und ließ am Ende vor allem eines vermissen: das Tor.
Für Winter war früh zu sehen, in welche Richtung sich diese Partie entwickeln sollte. "Wir sind gut ins Spiel gestartet, hatten sehr viele Möglichkeiten. Leider ist es uns nicht gelungen, ein Tor zu machen", sagte der Obmann nach dem Schlusspfiff. Weil Zipf von Beginn an nach vorne spielen wollte und laut Winter auch das Spiel bestimmte, blieb der Eindruck eines aktiven Heimteams hängen. Die Gastgeber suchten immer wieder den Weg nach vorne und wollten das Spiel aus ihrer Sicht klar gestalten. Zur Pause stand es trotzdem 0:0, und genau das war aus Zipfer Sicht schon der erste Punkt, der nicht wirklich zum Auftritt passte. Denn der Halbzeitstand spiegelte nach Winters Einschätzung nicht das wider, was seine Mannschaft mit ihrem Aufwand und ihrer Spielanlage auf den Platz gebracht hatte.
Der Knackpunkt lag für Winter klar in der Chancenverwertung. "Wir haben einige sehr gute Chancen herausgespielt, aber vor dem Tor waren wir nicht effizient genug und haben den Ball einfach nicht über die Linie gebracht", sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass sich die Gäste genau auf dieses Spiel eingestellt hatten. Die Gmunden Juniors agierten eher aus der Defensive und suchten ihre Möglichkeiten über Konter. "Das ist ihnen auch gut gelungen", meinte Winter, machte aber zugleich deutlich, dass Zipf selbst trotzdem genügend Gelegenheiten hatte, um mehr aus dieser Partie mitzunehmen. Auch der gegnerische Schlussmann bekam von ihm ein Lob. "Der Tormann hat auch sehr gut gehalten", sagte Winter. Gerade deshalb fiel seine Einordnung des Resultats deutlich aus: "Aus unserer Sicht wäre ein Sieg verdient gewesen."
So blieb nach 90 Minuten nicht das Gefühl eines gewonnenen Zählers, sondern eher jenes einer verpassten Gelegenheit. "Das 0:0 hat sich für uns nicht gut angefühlt", sagte Winter offen und brachte damit die Stimmung im Lager der Gastgeber auf den Punkt. Zugleich wollte er den Auftritt seiner Mannschaft nicht kleinreden. Er sprach von einem guten Tag, lobte das Spiel von hinten heraus und verwies darauf, dass sich die SPG Zipf/UVB die Möglichkeiten sauber erarbeitet habe. "Sonst wäre es wahrscheinlich in der Halbzeit schon 2:0 oder 3:0 für uns gestanden", sagte er. Diskussionen über den Unparteiischen wollte er dabei ausdrücklich nicht aufmachen. "Es hat keine großartigen Entscheidungen gegeben, über die wir groß diskutieren hätten müssen. Die Leistung von Schiedsrichter Pargfrieder war okay." In der Tabelle bleibt Zipf nach zwölf Runden mit 21 Punkten auf Rang fünf, die Gmunden Juniors halten bei 18 Zählern und Platz acht. Für die Gastgeber bleibt damit vor allem die Erkenntnis, dass die Leistung gestimmt hat, die Belohnung diesmal aber ausgeblieben ist.