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SK St. Magdalena 1b: „Wenn wir aus dem Vollen schöpfen, können wir sicherlich in die ersten Fünf rutschen“

SK St. Magdalena 1b

In der neuen 2. Klasse 1b steht der SK St. Magdalena 1b wieder vor einem Balanceakt: junge Spieler an den Erwachsenenfußball heranführen und trotzdem sportlich konkurrenzfähig bleiben. Trainer Sascha Köglberger spricht im Gespräch mit Ligaportal von einem kleinen Umbruch, sieht seine Mannschaft aber dennoch mit Potenzial. Nach einer Saison, in der die 1b immer wieder Spieler an die Kampfmannschaft abgeben musste, soll nun ein neuer Übergang im Kader gelingen. Der Auftakt mit dem 2:2-Remis gegen die Viktoria Marchtrenk Juniors lieferte dafür gleich die erste Standortbestimmung.

Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Eine Saison, die von Verschiebungen geprägt war

Die Bilanz des Trainers fällt unterm Strich positiv aus, auch wenn intern wohl etwas mehr möglich schien. „Grundsätzlich sind wir mit der Saison zufrieden“, sagt Köglberger. Dass es am Ende nicht für ein noch besseres Abschneiden reichte, hatte laut ihm vor allem mit der personellen Lage im Gesamtverein zu tun. Weil in der Kampfmannschaft viele Spieler verletzt ausfielen, rückten immer wieder Akteure aus der 1b nach oben.

Das wirkte sich gerade in der Schlussphase deutlich aus. „Die letzten Spiele hat fast mehr die U18 in der 1b gespielt. Dafür war das Ergebnis gut“, sagt der Trainer. Vom Papier her hätte die Mannschaft zwar „ein, zwei Plätze höher“ landen können, unter den gegebenen Umständen sei das Abschneiden aber in Ordnung gewesen. Genau das zeichnet die Rolle der 1b in Urfahr auch aus: Sie soll Ergebnisse liefern, vor allem aber als Bindeglied zwischen Nachwuchs- und Erwachsenenbereich funktionieren.

Kaderumbau mit jungen Leihspielern

Ganz ohne Veränderungen geht es auch heuer nicht weiter. Köglberger spricht von einem „kleinen Umbruch“, weil mehrere "ältere" Spieler den Verein verlassen haben und gleichzeitig neue Kräfte dazukommen. Im Zentrum der Vorbereitung steht deshalb weniger eine große taktische Neuausrichtung als vielmehr die Frage, wie rasch sich die neue Gruppe findet. „Es geht in erster Linie darum, dass wir da einfach einen Übergang schaffen“, so Köglberger.

Fix ist, dass Simon Gschwandtner und Sebastian Lehner, beide Innenverteidiger, leihweise nach Treffling wechseln. Leonard Haas hat sich Walding angeschlossen. Dazu kommen mit Finn Hörmanseder und Felix Lipa zwei Spieler, die ihre Fußballlaufbahn vorerst aus Studiengründen beendet haben. Auf der Zugangsseite sind laut Köglberger drei, vier junge Leihspieler dazugekommen. Wo sie genau eingesetzt werden, sei aber noch offen. Gerade weil es sich um sehr junge Akteure handelt, könnten manche von ihnen zunächst auch noch stärker in der U18 gebraucht werden.

Auch im Trainerteam gibt es Veränderungen. Die 1b ist dort neu aufgestellt, zwei zusätzliche Co-Trainer sind dazugekommen, darunter auch eine Co-Trainerin. Das passt zur Grundidee, junge Spieler enger zu begleiten und den Übergang in den Erwachsenenfußball sauberer zu gestalten.

Top-Fünf als Chance, nicht als Pflicht

Personell gibt es derzeit keinen akuten größeren Rückschlag. Die einzigen längeren Ausfälle bleiben Lorenz Garstenauer und Alexander Haas, die seit dem Winter mit einem Kreuzbandriss fehlen. Nach dem letzten Spiel kamen zwar noch zwei Gehirnerschütterungen dazu, beide Betroffenen sollten aber in ein bis zwei Wochen wieder zur Verfügung stehen.

Die große Unbekannte bleibt für Köglberger die neue Liga. Weil die 1b-Liga in dieser Form erst anläuft, sei die tatsächliche Stärke des Bewerbs noch schwer einzuschätzen. Eines glaubt der Trainer allerdings schon jetzt zu wissen: „Wir sind wahrscheinlich wieder die jüngste Mannschaft in der Liga.“ Das ist Anspruch und Herausforderung zugleich.

Eine Kampfansage im klassischen Sinn will Köglberger daraus nicht machen, eine klare Richtung nennt er trotzdem. „Wenn wir personell aus dem Vollen schöpfen können, können wir durchaus in die ersten fünf rutschen.“ Entscheidend wird also sein, wie stabil der Kader bleibt und wie schnell die jungen Spieler ihre Rollen finden. In St. Magdalena geht es einmal mehr nicht nur um Punkte, sondern auch darum, wer den Sprung in den Männerfußball nachhaltig schafft. Genau darin liegt die eigentliche Geschichte dieser Mannschaft.