In der 2. Klasse 1b hat der ASK St. Valentin 1b gegen die DSG Union Naarn 1b eine 1:0-Pausenführung nicht ins Ziel gebracht und sich am Ende mit einem 1:1-Remis begnügen müssen. Trainer Andreas Umhaller sah zwei völlig verschiedene Halbzeiten: Vor der Pause hatte seine Mannschaft die Partie „zu 100 Prozent im Griff“, danach aber „komplett aus der Hand gegeben“. Für ihn erklärte genau diese Entwicklung auch, warum das Remis am Ende in Ordnung ging.

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Der Start lief für ASK St. Valentin 1b genauso, wie es sich der Trainer vorgestellt hatte. Schon in der 9. Minute brachte Markus Aufreiter die Heimelf mit 1:0 in Führung. Umhaller schilderte die Szene so: „Das 1:0 war durch eine Flanke, durch einen Kopfball, der auf die Innenstange gegangen ist und dann vom Torwart ins Tor gegangen ist.“ Noch wichtiger war für ihn aber, wie seine Mannschaft bis zur Pause auftrat. „Die erste Halbzeit haben wir zu hundert Prozent im Griff gehabt“, sagte der Trainer, der auch fand, dass DSG Union Naarn 1b in dieser Phase „keinen Zugriff gehabt“ habe. Gerade deshalb ärgerte ihn, dass aus der Überlegenheit kein größerer Vorsprung wurde. „Das Einzige, was wir verabsäumt haben, war, dass wir das 2:0 oder das 3:0 machen“, brachte es Umhaller auf den Punkt. So blieb die Partie trotz der klaren Vorteile offen.
Was vor der Pause noch kontrolliert wirkte, änderte sich nach Wiederbeginn aus Sicht des Trainers deutlich. „Wir sind aus der Halbzeit rausgekommen nach einer 1:0-Führung und haben gar nichts mehr gemacht“, sagte Umhaller. Noch klarer formulierte er es an anderer Stelle: „Wir haben die zweite Halbzeit komplett verschlafen.“ Für ASK St. Valentin 1b bedeutete das, dass die Ordnung verloren ging und DSG Union Naarn 1b immer besser in die Partie fand. Der Trainer hatte auch eine klare Erklärung dafür, warum der Gegner stärker wurde: „Wir haben Naarn eigentlich mit unseren Eigenfehlern stark gemacht.“ In der 70. Minute fiel dann das 1:1 durch Tobias Aichmayr. Umhaller ordnete auch dieses Gegentor eindeutig ein: „Das 1:1 ist aus der ersten wirklich richtigen Aktion von Naarn entstanden, durch Eigenfehler von uns in der Abwehr.“ Damit war die Begegnung endgültig auf Augenhöhe angekommen, obwohl sie bis zur Pause noch einen ganz anderen Verlauf genommen hatte.
Im weiteren Verlauf sah Umhaller bei seiner Mannschaft vor allem körperliche und spielerische Gründe dafür, dass die Führung nicht über die Zeit gebracht wurde. „Wir sind nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen, wir haben die Laufbereitschaft nicht mehr gehabt und wir haben auch den Willen nicht mehr gehabt, dass wir das Spiel gewinnen“, sagte der Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht die Belastung der vergangenen Tage. „Nach dem Spiel am Mittwoch gegen Donau waren wir körperlich müde und wir haben nichts mehr zum Draufsetzen gehabt“, erklärte er. Auch von der Bank habe seine Mannschaft diesmal nicht den erhofften Schub bekommen: „Wir haben keine Impulse von der Bank bringen können.“ Umhaller hatte sogar den Eindruck, dass DSG Union Naarn 1b am Ende mehr an den Ausgleich glaubte und vielleicht noch mehr wollte. „Naarn hat mehr den Willen gehabt, dass sie wirklich noch den Ausgleich erzielen und sogar am Schluss vielleicht noch das Siegestor treffen.“ Ganz leer ging der ASK St. Valentin 1b in der Schlussphase aber auch nicht aus. „Wir haben in der letzten Sekunde noch einen Stangenschuss gehabt. Das wäre dann glücklich gewesen, wenn wir das 2:1 schießen“, sagte der Trainer. So blieb es beim Remis, das er nüchtern einordnete: „Aufgrund der zwei Halbzeiten geht das Unentschieden in Ordnung.“ Lob gab es von ihm noch für den Gegner, den er als „junge, kompakte Mannschaft mit zwei, drei Routiniers“ beschrieb, und auch für den Unparteiischen, der laut Umhaller „sehr gut“ leitete. Für die Niederösterreicher bleibt damit nach einer starken ersten und einer schwachen zweiten Halbzeit vor allem die Erkenntnis, dass mehr als ein Punkt möglich gewesen wäre.