2. Klasse Mitte-West

„Wir müssen kompakter spielen“: Josipovic sieht Union Steinhaus mit Verstärkungen stärker

Union Steinhaus

Beim neuen 2. Klasse Mitte-West-Klub Union Kremsmüller Steinhaus ist der Blick schon klar nach vorne gerichtet. Trainer Ivo Josipovic hat die Mannschaft erst in den letzten vier Runden übernommen und ordnet diese kurze Phase mit einem Sieg, einem Remis und zwei Niederlagen nüchtern ein. Nach einer Saison, mit der im Verein laut dem Coach niemand zufrieden war, soll die neue Spielzeit vor allem kompakter, geschlossener und personell noch etwas breiter angegangen werden.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Kurze Amtszeit, klare erste Eindrücke

Viel Zeit für große Urteile hatte Josipovic bisher nicht, und genau das spricht er auch offen an. „Ich bin noch zu kurz Trainer und noch zu kurz bei der Mannschaft“, sagt der Steinhaus-Coach, der erst in den letzten vier Spielen der 2. Klasse Ost an der Seitenlinie stand. Diese Phase brachte ein 0:0 gegen UFC Ternberg, einen 3:1-Erfolg gegen Union Wolfern sowie die beiden Niederlagen gegen die SPG Weyer/Kleinreifling mit 3:4 und gegen SV Green Campus Garsten 1b mit 1:2. Für Josipovic war diese Zeit vor allem wichtig, um die Gruppe kennenzulernen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wo angesetzt werden muss. Seine erste Linie ist dabei deutlich: „Wir müssen einfach kompakt spielen und mehr als Mannschaft auftreten.“ Genau dieses geschlossene Auftreten sieht er als Grundlage dafür, dass Steinhaus in der neuen Saison stabiler werden kann.

Kader bleibt großteils zusammen, Verstärkungen werden gesucht

Auch personell ist die Lage aus Sicht des Trainers überschaubar. Josipovic berichtet, dass zwei Spieler den Verein verlassen haben, der Rest des Kaders aber „ungefähr gleich“ bleibt. Gleichzeitig gibt es noch keine fixen Neuzugänge. „Noch gibt es keine, aber wir reden mit ein paar Spielern“, erklärt er. In den nächsten Wochen soll sich zeigen, auf welchen Positionen Steinhaus noch nachschärfen kann. Der Trainer wirkt dabei weder hektisch noch unzufrieden, sondern eher sachlich. „Wir haben einen guten Kader“, sagt er, verbindet das aber sofort mit dem Hinweis, dass ein paar Verstärkungen gut tun würden. Positiv ist aus seiner Sicht, dass es derzeit keine verletzten oder angeschlagenen Spieler gibt. „Es gibt keine verletzten Spieler. Alle sind fit“, betont Josipovic.

Der vorletzte Platz sitzt noch, der Blick geht trotzdem nach vorne

Am deutlichsten wird Josipovic, wenn es um die Einordnung der vergangenen Saison geht. „Mit dem vorletzten Platz ist niemand zufrieden. Wir müssen besser werden“, sagt er ohne Umschweife. Gerade deshalb war seine kurze Zeit im Frühjahr für ihn auch eine Art Bestandsaufnahme. Er sollte die Mannschaft kennenlernen, den Bedarf erkennen und die Richtung für die nächste Saison vorgeben. Änderungen im Trainerstab oder im Vereinsumfeld gibt es nicht, Josipovic bleibt an Bord. Anfang Juli startet der Aufbau, und bis dahin hofft man in Steinhaus noch auf gezielte Verstärkungen. Der Trainer formuliert die Erwartung trotz aller Nüchternheit klar: „Mit ein paar Verbesserungen und ein paar Verstärkungen für die nächste Saison kommen wir viel stärker rein.“ Es ist kein lauter Sommer beim Klub, aber einer mit einem klaren Auftrag: enger zusammenrücken, die Fehler der vergangenen Saison aufarbeiten und den nächsten Anlauf deutlich besser anlegen.