Bei der 2. Klasse Mitte-West fällt der Rückblick bei SPG Lambach/Edt klar positiv aus. Rang vier mit 48 Punkten ist für den Klub keine Zwischenlösung, sondern ziemlich genau das, was man sich intern vorgenommen hatte. Sportlicher Leiter Nikolaus Zopf spricht von einer guten Entwicklung unter dem Trainerteam, verweist auf gezielte Ergänzungen im Kader und blickt trotz einiger personeller Einschnitte mit Zuversicht auf die nächste Saison.

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Wer nur auf die Endtabelle schaut, sieht bei Lambach/Edt einen starken vierten Platz. Noch deutlicher wird die Entwicklung aber im Saisonverlauf. Nach der ersten Runde stand die Mannschaft zunächst auf Rang 13, arbeitete sich dann aber Schritt für Schritt nach vorne und war in der zweiten Saisonhälfte dauerhaft im Vorderfeld dabei. Ab Runde 18 hielt Lambach/Edt den vierten Platz, den die Mannschaft bis zum Schluss nicht mehr hergab. Auch die letzten Wochen passten ins Bild: Auf das 4:1 bei den SC Schwanenstadt Juniors folgte ein deutliches 7:0 gegen den SV Kematen/Innbach, dazu kam zum Abschluss ein 5:0 gegen ATSV Kohlgrube/Wolfsegg. In diesem Abschnitt standen zwar auch Niederlagen gegen BW Stadl-Paura und U. Meggenhofen, insgesamt blieb aber ein klarer Eindruck zurück. Zopf bringt den Rückblick entsprechend auf den Punkt: „Die Trainer haben die Mannschaft sehr gut entwickelt. Wir sind von der Zielsetzung her genau da, wo wir uns das vorgenommen haben.“ Genau diese Aussage erklärt auch, warum der Verein den Sommer nicht als Phase des Umbruchs, sondern eher als nächsten logischen Schritt sieht.
Ganz ohne Veränderungen geht es bei Lambach/Edt aber natürlich nicht in die neue Saison. Fix ist ein Abgang in der Defensive nach Roitham, dazu wiegen vor allem zwei Karriereenden schwer. Mit Torhüter Jürgen Hager und Stürmer Domagoj Ivic hören zwei Spieler auf, die im Verein weit mehr als nur sportliche Rollen eingenommen haben. Zopf formuliert das sehr offen: „Hager und Ivic sind allen Personen im Verein ans Herz gewachsen. Es war ein sehr emotionaler Abschied.“ Gleichzeitig versucht der sportliche Leiter, den Blick sofort wieder auf das große Ganze zu lenken. „Ich glaube, dass die ganze Mannschaft gut funktioniert und dass wir als Team stetig zusammenwachsen. Als Mannschaftsgefüge funktionieren wir schon sehr gut“, sagt er. Dazu kommt, dass Lambach/Edt im Hintergrund an der Kaderplanung arbeitet. Namen will Zopf noch nicht nennen, die Richtung ist aber klar. „Es gibt einige Neuzugänge, und mit ein paar anderen sind wir noch in Verhandlung.“ Ein weiteres wichtiges Thema bleibt die Personalsituation bei den Verletzten. Maximilian Ruschak feierte im letzten Saisonspiel sein Comeback und soll, wenn alles nach Plan läuft, in der Herbstsaison wieder „eine große Stütze in der Verteidigung“ werden. Dazu kommen noch zwei Langzeitverletzte mit Patrick Stachorski und Florian Halimi Kreuzbandriss, die laut Zopf hoffentlich spätestens im Frühjahr wieder einsatzbereit sind.
Dass der Ton rund um Lambach/Edt derzeit ruhig und positiv bleibt, hängt auch damit zusammen, dass der Verein seine Lage realistisch einschätzt. Zopf verteilt keinen billigen Optimismus, sondern verweist auf eine Mannschaft, die sich stabilisiert hat und sportlich dort gelandet ist, wo man sie intern gesehen hat. In der Liga hat er vor allem die Bad Wimsbach Juniors als konstanten Maßstab wahrgenommen. „Die Bad Wimsbach Juniors haben die ganze Saison über relativ stabil gespielt“, sagt er, ehe er den Blick noch weiter öffnet: „Generell muss ich sagen, dass die Mannschaften, die aufgestiegen sind, durchwegs verdient aufgestiegen sind, weil sie über die ganze Saison hinweg die besten Leistungen gezeigt haben. Natürlich gehört auch ein Quäntchen Glück dazu, aber das ist beim Fußball immer so.“ Für Lambach/Edt heißt das im Umkehrschluss: Die Spitze war in dieser Saison gut besetzt, trotzdem hat man sich dahinter stark behauptet. Genau deshalb wirkt der vierte Platz nicht wie ein Zufall, sondern wie ein solides Fundament. Wenn die Ergänzungen einschlagen und Rückkehrer wie Ruschak wieder dauerhaft zur Verfügung stehen, dann hat der Verein gute Gründe, den nächsten Schritt ins Auge zu fassen und das kann nur einer sein: ganz vorne zu stehen!