2. Klasse Mitte-West

„Wir wollen vorne mitspielen“ – FC Union Steinerkirchen peilt in der 2. Klasse Mitte-West einen starken Start an

FC Steinerkirchen

Vor dem Start in der 2. Klasse Mitte-West blickt FC Union Steinerkirchen auf eine Saison zurück, in der laut Sportlichem Leiter Michael Regetz vor allem ein verlässlicher Torjäger und ein echter Führungsspieler gefehlt haben. Trotz verpasster Siege sieht der Funktionär keinen Grund für große Klagen. „Die Chancen für mehrere Siege waren da“, sagt Regetz, richtet den Blick aber schon klar nach vorne: Die Chancenauswertung soll besser werden, und einen Stock tiefer will der Verein vorne mitspielen.

Ball liegt bei der Eckfahne - leeres Spielfeld

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Rückblick mit klarer Selbstkritik

Wenn Michael Regetz auf die vergangene Saison der 1. Klasse Ost zurückblickt, landet er schnell bei zwei Punkten, die aus seiner Sicht immer wieder den Unterschied ausgemacht haben. „Uns hat der Stürmer gefehlt, der die Tore schießt“, sagt der Sportliche Leiter offen. Dazu kam für ihn, dass „kein Führungsspieler so richtig in der Mannschaft“ war, der in schwierigen Phasen vorangehen konnte. Trotzdem will Regetz die Entwicklung nicht schlechtreden. Er betont, dass seine Mannschaft ordentlich gearbeitet habe und in vielen Spielen genug Möglichkeiten für mehr dagewesen seien. „Die Chancen für mehrere Siege waren da, aber da kommt teilweise auch Pech dazu“, sagt er. Gleichzeitig schiebt er sofort nach: „Das soll aber keine Entschuldigung sein.“ Genau in dieser Mischung aus Selbstkritik und Zuversicht liegt derzeit die Linie beim Verein. Regetz macht klar, wo er den größten Hebel sieht: „Eindeutige Verbesserung sehe ich in der Chancenauswertung, im Toreschießen.“

Abgänge, neue Spieler und ein Wechsel auf der Trainerbank

Im Sommer verändert sich der Kader beim Absteiger spürbar. Regetz spricht von mehreren Abgängen, darunter ein Innenverteidiger, ein offensiv ausgerichteter Mittelfeldspieler, der bisherige Tormann, der aus beruflichen Gründen ins Ausland geht, und auch der Kapitän, der seine Laufbahn beendet. Gerade diese Abgänge greifen in zentrale Bereiche der Mannschaft ein, vom Tor bis in die Führung der Gruppe. Gleichzeitig will FC Union Steinerkirchen aber nicht jammern, sondern reagieren. „Wir haben definitiv einen Stürmer“, sagt Regetz, dazu seien in der Defensive zwei Spieler dazugekommen. Auch an der Seitenlinie hat sich etwas getan. Die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Kampfmannschaftstrainer wurde einvernehmlich beendet, nun setzt der Verein auf einen neuen, jungen und motivierten Nachfolger. Regetz hofft, dass dieser mit den vielen jungen Spielern gut arbeiten wird, und sagt klar, dass er der Zukunft „sehr positiv“ entgegensieht.

Pascal Mühlgrabner als positives Beispiel, der Blick geht nach vorne

Bei aller Kritik am fehlenden Ertrag will Regetz seiner Mannschaft menschlich und sportlich ausdrücklich den Rücken stärken. „Sportlich sind eigentlich alle an die Grenzen gegangen“, sagt er und verweist darauf, dass viel gekämpft und insgesamt auch gut gespielt worden sei. Einen Vorwurf wolle er der Gruppe deshalb nicht machen. Besonders hebt er Pascal Mühlgrabner hervor. „Ein ganz feiner Kerl“, sagt Regetz über den Spieler, der Ausflüge organisiere und mit seiner positiven Art wichtig für das Innenleben der Mannschaft sei. Für die Vorbereitung formuliert der Sportliche Leiter dann ein klares Ziel: „Ich möchte auf jeden Fall vorne mitspielen.“ Entscheidend werde sein, dass sich die Mannschaft rasch finde. „Das Team soll sich zusammenfinden, soll eine Einheit werden“, sagt Regetz. Zu den zuletzt verletzten Spielern hofft er, dass sie bis zum Trainingsbeginn in der kommenden Woche wieder fit werden. Dann, so seine Erwartung, werde FC Union Steinerkirchen auch in der 2. Klasse Mitte-West den Fußball liefern, den man sich im Verein vorstellt. Rund um den Sommer gehört dazu auch das Knittelturnier am 8. August, zu dem der Verein einlädt.