In der 2. Klasse Mitte-West teilten sich die SPG Taufkirchen/Michaelnbach und der SK Blau Weiss Stadl-Paura beim 1:1 die Punkte. Nach torloser erster Halbzeit ging Stadl-Paura spät in Führung, ehe Daniel Humer in der Nachspielzeit ausglich. Trainer Christoph Weidenholzer sah sein Team lange näher am Sieg, haderte aber mit der Chancenverwertung – und sprach von einem nicht gegebenen Elfer. Am Ende stand ein Remis, das zur Geschichte passte: viele Chancen, zwei späte Tore, ein Zähler für beide.

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Die Anfangsphase gehörte klar den Hausherren, Taufkirchen war griffig, suchte schnell den Weg nach vorne und hatte deutlich mehr vom Spiel. Weidenholzer schilderte es deutlich: „In der ersten Halbzeit haben wir gespielt, wir hatten zwei, drei sehr gute Chancen – normalerweise müssen wir da in Führung gehen.“ Besonders im Gedächtnis blieb ihm ein Abschluss, bei dem Nermin Dzinic den Tormann umkurvte und dann nur die Stange traf. „Das war eine Riesenchance“, so der Coach. Weil der Ball aber nicht rein wollte, ging es mit 0:0 in die Kabinen – trotz eines Auftritts, der aus Sicht der SPG eigentlich eine Führung verdient gehabt hätte.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich der offene Schlagabtausch, den der Trainer beschrieb: Beide Teams setzten Nadelstiche, beide kamen zu Möglichkeiten. „In der zweiten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch, Stadl-Paura hatte gute Chancen und wir auch“, ordnete Weidenholzer ein. In Minute 78 nutzte Mirza Mahmuljin eine der Gelegenheiten und stellte auf 0:1 – der Favorit aus Stadl-Paura schien auf Kurs. Taufkirchen ließ aber nicht locker. „Meine Mannschaft hat nie aufgegeben“, betonte der Coach. In der Nachspielzeit wurde der Einsatz belohnt: Daniel Humer drückte den Ball zum 1:1 über die Linie (90+3). „Das war am Ende ein verdienter Ausgleich“, sagte Weidenholzer.
In seiner Analyse lobte Weidenholzer besonders Struktur und Kompaktheit: „Wir hatten eine gute Raumaufteilung, sind hinten sehr gut gestanden und haben schnell gekontert.“ Was fehlte, war das Tor – und zwar frühzeitig: „Eigentlich hat nichts gefehlt, nur der Abschluss vorne. Wir müssen die Chancen verwerten.“ Zum Gegner fand er respektvolle Worte: „Stadl-Paura ist sehr kompakt und spielerisch gut. Die stehen zu Recht auf dem dritten Platz.“ Für Diskussionen sorgte aus seiner Sicht eine Szene im Strafraum: „Ein klarer Elfmeter ist uns nicht gegeben worden“, sagte Weidenholzer und meinte einen Kontakt an David Glaser. In der Tabelle bleibt Taufkirchen mit 38 Punkten Sechster, Stadl-Paura hält als Dritter bei 47 Zählern.