In der 2. Klasse Mitte-West hat sich der FC Union Steinerkirchen zum Auftakt mit 2:1 bei der Union GT Weibern durchgesetzt. Neo-Trainer Branko Cvrtak sah zunächst keinen einfachen Nachmittag, danach aber eine Phase, in der seine Mannschaft das Spiel an sich zog und sich eine 2:0-Führung erarbeitete. Weil Weibern nach dem Anschlusstreffer dranblieb, musste der Absteiger den Sieg am Ende mit viel Einsatz absichern.

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Ganz so klar, wie es das Ergebnis später vermuten lässt, begann die Partie aus Sicht von Branko Cvrtak nicht. Der Trainer von FC Union Steinerkirchen sagte offen: „Die ersten zehn Minuten hat Union GT Weibern die Partie übernommen und kontrolliert. Wir haben uns mit dem Ballbesitz schwergetan.“ Erst nach der ersten eigenen Chance sei seine Mannschaft besser hineingekommen. Von da an habe FC Union Steinerkirchen die Kontrolle übernommen, den Druck von Union GT Weibern besser gelöst und vor allem über die Flügel immer wieder gute Situationen hergestellt. Cvrtak sprach sogar von „drei, vier, fünf Hochkarätern“ in der ersten Halbzeit. Dass es zunächst trotzdem beim 0:0 blieb, lag aus seiner Sicht vor allem daran, dass diese Gelegenheiten nicht genutzt wurden.
Belohnt wurde FC Union Steinerkirchen dann in der 36. Minute. Christoph Gattuso Heinl traf per Freistoß zum 0:1, und genau dieses Tor stellte Cvrtak besonders heraus. „Das 1:0 war aus meiner Sicht hochverdient“, sagte er und nannte den Treffer einen „sehr schönen Freistoß“. Mit der Führung ging es in die Pause, und auch nach dem Seitenwechsel blieb FC Union Steinerkirchen zunächst am Drücker. Zwar brachte Union GT Weibern laut Cvrtak mit drei Wechseln noch einmal frische Kräfte und machte die Partie damit etwas offener, doch direkt nach Wiederbeginn legte Andreas Bauer in der 47. Minute das 0:2 nach. „Wir sind im selben Tempo wieder rausgekommen“, erklärte der Trainer, der in dieser Phase das Gefühl hatte, dass seine Mannschaft das Spiel im Griff hatte.
Entschieden war die Partie damit aber noch lange nicht. In der 69. Minute verkürzte Severin Oberndorfer für Union GT Weibern auf 1:2, und damit kippte das Spiel aus Sicht von FC Union Steinerkirchen noch einmal. Cvrtak sprach von einem Fehlpass im Aufbauspiel, der dem Gegner zurück in die Partie half. Danach blieb Union GT Weibern dran und hielt die Begegnung offen. „Nichts extrem Zwingendes“, sagte der Trainer über die Chancen des Heimteams, zugleich verschwieg er aber nicht, dass die letzten zwanzig Minuten schwierig waren. FC Union Steinerkirchen blieb über Konter gefährlich, spielte diese Situationen nach seiner Einschätzung jedoch nicht sauber fertig. Gerade deshalb wertete Cvrtak die Schlussphase als Charaktertest: „Wir haben trotzdem um jeden Zentimeter gekämpft.“
Gerade weil nach dem Anschlusstreffer das Selbstvertrauen etwas nachließ, stellte Branko Cvrtak seiner Mannschaft am Ende ein gutes Zeugnis aus. „Großes Lob an meine Mannschaft. Sie hat nicht aufgegeben und das Spiel kämpferisch über die Zeit gebracht“, sagte der neue Trainer. Gleichzeitig sah er genug Themen, an denen der FC Union Steinerkirchen weiterarbeiten muss. Vor allem die Umschaltmomente nach Ballgewinnen und die Chancenauswertung nannte er als Punkte, die besser werden sollen. Auch für die Union Weibern fand Cvrtak anerkennende Worte. Die Mannschaft sei gut eingestellt gewesen, habe den Druck hochgehalten und sich in den letzten 20 Minuten den Punkt noch verdient. Umso mehr werden die Steinerkirchener diesen 2:1-Auftaktsieg als hart erarbeiteten, aber gelungenen Start mitnehmen.