Zum Saisonauftakt der 2. Klasse Mitte-West hat die Union Meggenhofen gegen die Union Kremsmüller Steinhaus einen 5:1-Heimsieg gefeiert. Das klare Ergebnis erzählt aber nur die halbe Geschichte, denn vor allem in der ersten Halbzeit tat sich die Heimelf schwer. Sportchef Markus Rader sprach von einem nervösen Auftritt mit vielen Ballfehlern, ehe seine Mannschaft nach der Pause deutlich zulegte. "Die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit war der wichtigste Moment", sagte Rader nach dem Auftakt in Runde eins.
Zu Beginn kam Union Meggenhofen nur schwer in die Partie. "Die erste Halbzeit war von unserer Seite nicht gut. Wir haben nicht so gut ins Spiel gefunden, waren nervös und hatten viele Ballfehler", sagte Markus Rader. Dass Union Kremsmüller Steinhaus daraus Kapital schlagen konnte, passte genau ins Bild. Die Gäste kamen laut Rader in der Offensive zu guten Momenten und waren auch bei Standards gefährlich. In der 33. Minute fiel das 0:1 nach einer Ecke: Vigan Shkodra traf für Union Kremsmüller Steinhaus, nachdem Union Meggenhofen im Fünfmeterraum unaufmerksam gewesen war. Dazu kam noch ein Lattentreffer der Gäste nach einem weiteren Standard. Trotzdem kam Union Meggenhofen mit dem Rückstand besser ins Spiel und glich in der 45. Minute durch Kapitän David Gruber nach einem schön herausgespielten Angriff zum 1:1 aus.
Mit dem Ausgleich kurz vor dem Seitenwechsel hatte sich Union Meggenhofen nicht nur auf der Anzeigetafel zurückgemeldet, sondern auch für die zweite Halbzeit in Stellung gebracht. Rader führte das klar auf die Ansprache in der Kabine zurück. "Nach der Ansprache in der Halbzeit ist das Ganze besser geworden. In der zweiten Halbzeit war es ein souveränes und gut geführtes Spiel von uns", sagte der Sportliche Leiter. Die Wende ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Schon in der 47. Minute ging Union Meggenhofen nach einer Standardsituation mit 2:1 in Führung, weil Arber Shkodra den Ball ins eigene Tor lenkte. Dieser Treffer gab den Gastgebern sichtbar Sicherheit. Von da an blieb Union Meggenhofen am Drücker und schaffte es, das Spiel immer stärker in die eigene Richtung zu ziehen.
Der Sportliche Leiter machte den Unterschied vor allem an der Herangehensweise nach dem Seitenwechsel fest. "Wir haben konsequenter gespielt, hatten die notwendige Konzentration und haben uns eine Feldüberlegenheit erarbeitet", sagte Markus Rader. Diese Einschätzung deckte sich mit dem Verlauf, denn Union Meggenhofen hatte nach dem 2:1 klar mehr vom Spiel. Rader sah zudem, dass Union Kremsmüller Steinhaus ab Mitte der zweiten Halbzeit etwas weniger Kraft hatte. Genau dadurch taten sich für Union Meggenhofen mehr Räume auf, die dann auch genutzt wurden. Jakob Berghammer erhöhte in der 64. Minute auf 3:1, Daniel Knezevic stellte in der 80. Minute auf 4:1, und Berghammer setzte in der 90. Minute mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt zum 5:1. Aus einem lange offenen Spiel wurde damit am Ende noch ein deutlicher Heimsieg.
Trotz des deutlichen Ergebnisses wollte Markus Rader die Probleme aus der Anfangsphase nicht unter den Tisch fallen lassen. "Die erste Halbzeit war von unserer Seite nicht gut", sagte er offen und machte damit klar, dass der 5:1-Sieg nicht von Beginn an in diese Richtung gelaufen war. Gleichzeitig sah er genug Positives, um den Auftakt zufrieden einzuordnen. "Nach der Anfangsphase waren Einsatz und Laufbereitschaft durchaus ansprechend", erklärte Rader, und genau daraus leitete er auch den verdienten Sieg ab. Für die Union Meggenhofen ist der Start in die neue Saison damit gelungen, verbunden aber auch mit einer klaren Erkenntnis: Die starke zweite Halbzeit soll in den kommenden Wochen der Maßstab sein, nicht der nervöse Beginn gegen die Union Steinhaus.