In der 2. Klasse Mitte-West hat der FC Union Steinerkirchen das Heimspiel gegen den ASV Raika Niederthalheim mit 2:0 gewonnen und laut Neo-Trainer Branko Cvrtak genau den Hebel gefunden, auf den es nach einer torlosen ersten Hälfte ankam. Viel Ballbesitz, Geduld und dann ein schneller Umschaltmoment brachten die Entscheidung. Vor allem das 1:0 war für den neuen Trainer der Punkt, an dem seine Mannschaft die volle Kontrolle bekam.

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Branko Cvrtak beschrieb die Partie als Spiel, das von Beginn an auf Ballbesitz angelegt war. Der Absteiger wusste vor dem Anpfiff, dass Niederthalheim tief stehen und vor allem mit hohen Bällen auf die beiden Stürmer arbeiten würde. Genau darauf wollte der Gastgeber vorbereitet sein. „Wir haben das Spiel auf viel Ballbesitz ausgelegt. Wir haben gewusst, dass der Gegner tief steht und mit hohen Bällen auf die beiden Stürmer agieren wird“, sagte Cvrtak. In der Anfangsphase lief dieses Vorhaben aber noch nicht ganz rund. „In den ersten 15 Minuten ist uns das nicht so ganz gelungen, aber mit Fortdauer der Halbzeit wurde es immer besser“, erklärte der Trainer. FC Union Steinerkirchen kam in dieser Phase zwar zu Halbchancen, wurde aber zunächst nicht wirklich zwingend. Erst gegen Ende der ersten Hälfte nahm der Druck spürbar zu. Über die Flügel fand FC Union Steinerkirchen immer besser ins Spiel, kurz vor der Pause wurde es noch einmal gefährlich. Mit dem 0:0 zur Halbzeit war deshalb zwar noch nichts entschieden, der Gastgeber hatte sich das Spiel aber schon zunehmend in die eigene Richtung gezogen.
Nach dem Seitenwechsel setzte sich das fort, was Branko Cvrtak schon vor der Pause gesehen hatte: FC Union Steinerkirchen wurde im Umschalten klarer und vor dem Tor konkreter. Der wichtigste Moment des Spiels war für den Trainer dann das 1:0 in der 55. Minute durch Jan Panholzer. „Auf jeden Fall das 1:0. Nach einem schnellen Umschaltspiel nach vorne haben wir dann das 1:0 erzielt“, sagte Cvrtak. Für ihn war dieses Tor weit mehr als nur die Führung. „Das hat uns dann die Sicherheit gegeben, das Spiel zu kontrollieren.“ Genau so entwickelte sich die Partie danach auch weiter. ASV Raika Niederthalheim musste mehr riskieren, wodurch für FC Union Steinerkirchen zusätzliche Räume aufgingen. Cvrtak sagte dazu: „Der Gegner musste dann etwas mehr riskieren, wobei für uns mehr Räume entstanden sind und wir dann auch zu der einen oder anderen guten Chance gekommen sind.“ In dieser Phase nutzte FC Union Steinerkirchen laut seinem Trainer das eigene Chancenplus und das Momentum besser aus. In der 68. Minute stellte Ivica Kajic Piplica auf 2:0 und sorgte damit dafür, dass aus der geduldigen ersten Hälfte ein am Ende klarer Heimsieg wurde.
Auch abseits der beiden Tore hatte Branko Cvrtak klare Punkte, die ihm an der Leistung seiner Mannschaft gefallen haben. Besonders hob er das Verhalten nach Ballgewinnen hervor. „Das Umschaltverhalten in der zweiten Halbzeit hat sehr, sehr gut funktioniert“, sagte der Trainer. Gleichzeitig sah er noch Luft nach oben, obwohl der Sieg nie kleinzureden war. „Wir müssen das noch viel besser fertigspielen. Es ist nicht direkt an der Chancenverwertung gescheitert, sondern eher am letzten Pass“, meinte Cvrtak und machte damit deutlich, dass aus seiner Sicht sogar noch mehr drin gewesen wäre. Ein großes Lob sprach er außerdem der Defensive aus, weil der ASV Niederthalheim genau mit jenen langen Bällen gefährlich werden wollte, auf die sich der FC Union Steinerkirchen eingestellt hatte. „Die Viererkette inklusive Tormann hat es sehr, sehr gut gemacht“, sagte Cvrtak, der auch betonte, dass nach Ballgewinnen sofort wieder in den Angriff umgeschaltet wurde. Einen Spieler stellte er dabei besonders heraus: „Peter Podolecz war für mich der Spieler des Spiels.“ Dass die Partie insgesamt ruhig blieb, passte für den Trainer ebenfalls ins Bild. Mit Schiedsrichter Staudinger war er zufrieden, Hektik gab es laut seiner Einschätzung keine. So blieb unter dem Strich ein sauber herausgespielter 2:0-Erfolg, mit dem die Steinerkirchener nach zwei Runden bei sechs Punkten halten. „Wir sind zufrieden mit sechs Punkten aus zwei Spielen, wobei ich auch unsere 1B loben möchte, die auch bei sechs Punkten steht.“, sagte Cvrtak zum Abschluss und fügte an, dass man bereits zwei gute Gegner gehabt habe, die auch anderen starken Mannschaften noch Probleme bereiten werden.