In der 2. Klasse Mitte-West hat der FC Union Steinerkirchen am Sonntagnachmittag den ATSV Stadl-Paura klar mit 9:1 besiegt. Neo-Trainer Branko Cvrtak sah seine Elf von Beginn an als spielbestimmend, auch wenn die Gäste anfangs mit engem Block und viel Einsatz dagegenhielten. Spätestens mit dem schnellen 2:0 kippte die Partie aber klar, danach hatte der Absteiger das Spiel in der Hand und nutzte seine Möglichkeiten konsequent.

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Ganz so leicht, wie es das Endergebnis vermuten lässt, begann die Partie aus Sicht der Gastgeber nicht. Cvrtak schilderte, dass seine Mannschaft zwar von Anfang an Druck machen wollte, Stadl-Paura den Aufbau und das Umschalten nach vorne aber zunächst erschwerte. „Wir habeno gewusst, dass wir die bessere Mannschaft sind. Wir haben von Anfang an versucht, Druck aufzubauen, was uns nicht ganz gelungen ist, weil Stadl-Paura sehr gut dagegengehalten hat“, sagte der Steinerkirchen-Trainer. Die Gäste machten die Räume eng und suchten viele Zweikämpfe, ehe Steinerkirchen in Minute 17 den Bann brach. Offiziell wurde das 1:0 nach einem Eckball als Eigentor von Jose Manuel Marques Sousa gewertet, Cvrtak sprach von einem „glücklichen Eckballtor“. Mit dem 2:0 durch Andreas Bauer in der 24. Minute bekam die Partie dann deutlich mehr Richtung. „Ab dem Führungstreffer beziehungsweise ab dem 2:0 waren wir absolut die dominierende Kraft auf diesem Feld“, meinte Cvrtak. Noch vor der Pause schraubten Peter Podolecz (39.), Ivica Kajic Piplica (42.) und noch einmal Andreas Bauer in der Nachspielzeit auf 5:0, womit die Hausherren ihre Überlegenheit auch am Spielstand klar abbildeten.
Was schon in der ersten Halbzeit deutlich zu erkennen war, setzte sich nach Wiederbeginn nahtlos fort. Steinerkirchen blieb am Drücker und nutzte vor allem die Phase direkt nach der Pause, um das Ergebnis weiter in die Höhe zu treiben. Christoph Heinl erhöhte in der 48. Minute auf 6:0, vier Minuten später traf Pascal Mühlgrabner zum 7:0 und in Minute 55 machte Andreas Bauer mit seinem dritten Treffer an diesem Nachmittag das 8:0. Cvrtak zeigte sich gerade mit dem Offensivspiel sehr einverstanden: „Kein Tor war jetzt richtig ausschlaggebend. Es waren viele schön ausgespielte Tore. Wir hatten auch einige Standardtore. Von daher kann ich mit der Offensive nur zufrieden sein.“ Dass mit Fabio Mayr in der 66. Minute auch noch das 9:0 fiel, passte ins Bild eines Nachmittags, an dem Steinerkirchen viele Chancen herausspielte. Danach nahm der Trainer mehrere Wechsel vor. Nach seinen Angaben kamen auch zwei 15-Jährige und ein 16-Jähriger ins Spiel, dazu noch zwei erfahrene Kräfte. Den einzigen Treffer der Gäste erzielte Leon Pesa in der 82. Minute zum 9:1, was den klaren Eindruck dieser Partie aber nicht mehr veränderte.
Trotz neun eigener Tore schlug Cvrtak nach dem Schlusspfiff keine allzu großen Töne an. Natürlich war der neue Coach „hochzufrieden“ mit der Leistung, gleichzeitig machte er deutlich, dass für ihn auch ein so deutlicher Sieg kein Anlass ist, stehenzubleiben. „In allen Belangen gibt es noch Verbesserungspotenzial. Man kann als Trainer nie ganz zufrieden sein“, sagte er, schob aber sofort nach, dass die Mannschaft „super mitzieht“ und sich diesen Erfolg verdient habe. Auch die Stabilität gegen den Ball wollte er nicht untergehen lassen: „Auch wenn wir ein Gegentor erhalten haben, ist die Verteidigung sehr stabil gestanden. Wir haben sehr viele Räume geschaffen im Zentrum und waren nach dem 2:0 sehr konsequent im Angriff.“ Der 9:1-Erfolg hält die Union Steinerkirchen mit nun neun Punkten nach vier Runden in Schlagdistanz zur Spitzengruppe der Liga. Dazu kam aus Sicht des Trainers ein rundes Gesamtbild im Verein: Er sprach von einem schönen Sieg vor großer Kulisse und von guter Stimmung im Verein. „Man merkt einfach, wir ziehen alle an einem Strang. Unsere 1b hat 8:1 gewonnen, somit war es rundum ein gelungener Spieltag für den gesamten Verein.“, sagte Cvrtak. Genau mit diesem Gefühl will Steinerkirchen nun weitermachen und den Anschluss nach vorne halten.