Spielberichte

„In der zweiten Halbzeit haben wir sie ausgekontert“ – SPG Taufkirchen/Michaelnbach zieht nach der Pause davon

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Taufkirchen/Michaelnbach
ASV Niederthalheim

In der 2. Klasse Mitte-West hat die SPG Taufkirchen/Michaelnbach den ASV Raika Niederthalheim mit 6:2 besiegt und dabei vor allem nach der Pause den Unterschied gemacht. Trainer Christoph Weidenholzer sah den Schlüssel in einem klaren Plan: tiefer stehen, sauber umschalten und die Räume nutzen. Zur Pause war die Partie beim 1:0 noch offen, danach zog seine Mannschaft mit fünf weiteren Treffern davon.

Fußball auf Stadionrasen

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Starker Beginn, dann fällt 1:0 kurz vor der Pause

Die Gastgeber waren sofort da und hätten sich beinahe einen Traumstart geholt. Schon in der ersten Minute hatte Michael Jukic die große Möglichkeit auf die frühe Führung, nachdem Viktor Benedek den Ball über außen gut hereingebracht hatte. Aus kurzer Distanz schoss Jukic aber den Tormann an. Weidenholzer sagte dazu: "Wir sind gut in die Partie gestartet und haben gleich eine Tausenderchance gehabt." Danach wurde das Spiel etwas ruhiger, ohne dass die SPG die Kontrolle ganz aus der Hand gab. Niederthalheim meldete sich in der ersten Hälfte aber ebenfalls an und kam rund um die 30. Minute zu einer guten Gelegenheit, die der Heimtormann stark entschärfte. So blieb die Partie lange eng, ehe David Glaser in der 39. Minute zum 1:0 traf. Damit nahm die SPG eine knappe, aber wichtige Führung mit in die Halbzeit.


Martl und Benedek sorgen für Vorentscheidung

Dass sich die Partie nach dem Seitenwechsel klar in Richtung der Gastgeber drehen würde, hing für Weidenholzer eng mit der eigenen Herangehensweise zusammen. "In der zweiten Halbzeit sind wir tiefer gestanden und haben sie ausgekontert", erklärte der Trainer. Genau dieses Umschaltspiel brachte seine Mannschaft dann auch rasch auf Kurs. In der 51. Minute erhöhte Bernd Martl auf 2:0, nur zwei Minuten später legte Viktor Benedek das 3:0 nach. Für Weidenholzer waren genau diese beiden Treffer der Knackpunkt: "Das zweite und das dritte Tor waren ausschlaggebend." Als Niederthalheim durch Martin Riedl in der 56. Minute auf 3:1 verkürzte, kam noch einmal kurz Spannung auf. Der Heimtrainer ordnete diese Szene aber nüchtern ein: "Dann haben wir ein blödes Gegentor bekommen, aber gleich wieder das 4:1 geschossen." Und genau so kam es, denn schon in der 59. Minute stellte Glaser den Drei-Tore-Abstand sofort wieder her.

Glaser macht den Deckel drauf, Weidenholzer sieht trotzdem noch Arbeit

Auch das 4:2 durch Amer Udovcic in der 67. Minute änderte am Verlauf der zweiten Hälfte nicht viel. Die Gastgeber blieben bei ihrem Plan, ließen sich vom neuerlichen Gegentor nicht aus der Ruhe bringen und kamen weiter über schnelle Ballgewinne und direkte Gegenstöße zu Möglichkeiten. Vor allem David Glaser drückte dem Spiel nun endgültig seinen Stempel auf. Mit seinen Treffern in der 79. und 82. Minute machte er den Viererpack perfekt und schraubte das Ergebnis auf 6:2. Weidenholzer sprach deshalb von einem verdienten Sieg: "Aufgrund der guten Defensivleistung und unseres schnellen Umschaltspiels war es in der zweiten Halbzeit ein verdienter Sieg." Die größte Stärke seiner Mannschaft sah er klar "im Umschaltspiel", dazu habe man defensiv ordentlich gestanden. Ganz zufrieden war der Trainer dennoch nicht. "Im Spielerischen müssen wir den Ball noch besser in den eigenen Reihen halten und vor dem Tor noch effektiver werden", sagte er. Über den Gegner meinte Weidenholzer, der ASV Niederthalheim sei vorne mit seinen robusten Spielern durchaus ordentlich gewesen, hinten habe die Mannschaft aber "hier und da Schmerzen gehabt". Auch mit der Leistung von Schiedsrichter Dimitrov war er einverstanden: "Der Referee war sehr gut, große strittige Szenen hat es nicht gegeben." Für die SPG ist das 6:2 damit nicht nur ein torreicher Heimsieg, sondern auch ein weiteres Zeichen dafür, dass die Mannschaft nach elf Runden mit 26 Punkten weiter ganz vorne in der Tabelle mitmischt.

2. Klasse Mitte-West: Taufkirchen/Michaelnbach : Niederthalheim - 6:2 (1:0)

  • 82
    David Glaser 6:2
  • 79
    David Glaser 5:2
  • 67
    Amer Udovcic 4:2
  • 59
    David Glaser 4:1
  • 56
    Martin Riedl 3:1
  • 53
    Viktor Benedek 3:0
  • 51
    Bernd Martl 2:0
  • 39
    David Glaser 1:0