In der 2. Klasse Mitte-West hat die SPG Taufkirchen/Michaelnbach am Samstag bei Union Linseder Hofkirchen an der Trattnach mit 2:0 gewonnen und den Auswärtssieg vor allem über eine stabile Defensive aufgebaut. Trainer Christoph Weidenholzer sprach nach dem Spiel von einer „sehr soliden Partie“ seiner Mannschaft. Nach vorne lief nicht alles rund, entscheidend war für ihn aber, dass seine Elf über die gesamte Spielzeit kaum etwas zuließ und ihre Möglichkeiten konsequent nutzte.

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Schon der Beginn gefiel dem Coach der Gäste. „Wir waren von Anfang an sofort dran, dass wir ein Tor schießen. Wir haben gleich einen Lattenschuss gehabt, hatten eine gute Aktion und sind gut ins Spiel gekommen“, sagte Weidenholzer. Taufkirchen/Michaelnbach war also von Beginn an präsent und suchte früh den Weg nach vorne. Ganz leicht sei es offensiv dennoch nicht gewesen, wie der Trainer später einräumte, doch in der ersten Halbzeit waren aus seiner Sicht dennoch einige Möglichkeiten da. Die Führung fiel dann in der 38. Minute: Nach einem Angriff über die rechte Seite kam der Ball zu Viktor Benedek, der zum 0:1 abschloss. Mit diesem Treffer nahmen die Gäste den knappen Vorsprung auch mit in die Pause.
Für Weidenholzer war damit aber noch nicht der entscheidende Punkt des Spiels beschrieben. Den sah er ganz klar in der Arbeit gegen den Ball. „Der wichtigste Moment war, dass wir wieder sehr stabil in der Defensive gestanden sind“, betonte er. Hofkirchen habe dagegengehalten, viel investiert und körperlich dagegengearbeitet, gerade deshalb war der Trainer mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. „Hofkirchen hat gekämpft, war körperlich stark. Sie wollten spielen, aber wir haben nichts zugelassen“, fasste er seine Sicht zusammen. Diese Stabilität zog sich nach seiner Einschätzung durch die gesamte Partie. Weil die Gäste hinten geordnet blieben und kaum Räume öffneten, kam der Gegner nur schwer in gefährliche Zonen. „Wir haben keine Chancen zugelassen“, sagte Weidenholzer deshalb noch einmal sehr deutlich.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild aus Sicht der Gäste ähnlich. Taufkirchen/Michaelnbach musste sich die Räume weiter erarbeiten und bekam offensiv nicht laufend klare Möglichkeiten, blieb aber in der Partie ruhig und konsequent. In der 77. Minute fiel dann die Entscheidung, als David Glaser auf 0:2 stellte. Genau darin sah Weidenholzer einen wichtigen Unterschied an diesem Nachmittag. „Wir haben heute sehr wenig Chancen herausgespielt und aus den wenigen Chancen zwei gute Schüsse gemacht“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft brauchte also keine Vielzahl an Möglichkeiten, sondern nutzte die Situationen, die sich boten. Dazu kam ein Spiel, das ohne große Aufregung über die Bühne ging. „Das war heute ein ganz faires Spiel. Der Schiedsrichter hat absolut gut gepfiffen“, meinte Weidenholzer.
Am Ende ordnete der Trainer den Auftritt seiner Mannschaft bewusst ohne große Ausschläge ein, und genau das passt auch gut zu diesem 2:0. „Grundlegend war das heute eine sehr solide Partie von meiner Mannschaft. Es war nicht gut, aber auch nicht schlecht“, sagte Weidenholzer. Spektakel war es aus seiner Sicht also keines, wohl aber ein reifer und kontrollierter Auswärtsauftritt. Die Treffer von Viktor Benedek und David Glaser reichten, weil Taufkirchen/Michaelnbach hinten sauber arbeitete und Hofkirchen kaum etwas anbot. Für die Tabelle ist dieser Erfolg jedenfalls wertvoll: Nach zwölf Runden halten die Gäste bei 29 Punkten und bleiben damit als Zweiter dicht an Spitzenreiter U. Meggenhofen dran.