In der 2. Klasse Mitte-West hat SK Stratex Gallspach am Samstag gegen FC Union Steinerkirchen mit 0:1 verloren. In einer Partie, die Steinerkirchen-Trainer Branko Cvrtak als "reine Kampfpartie mit wenig Chancen" beschrieb, reichte den Gästen ein Treffer kurz vor der Pause. Gallspach hatte mehr Ballbesitz, Steinerkirchen hielt mit Einsatz, Geschlossenheit und viel Arbeit dagegen.

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Cvrtak sah von Beginn an ein enges Spiel, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Aus seiner Sicht bewegte sich die Partie über weite Strecken im Mittelfeld. „Ich denke, es war ein Spiel auf Augenhöhe. Gallspach hatte Vorteile im Ballbesitz, sie haben das Spiel mit dem Ball kontrolliert. Meine Mannschaft hat dagegengehalten, nennenswerte Torchancen sind auf beiden Seiten keine entstanden“, sagte der Steinerkirchen-Trainer. Damit war der Rahmen dieser Begegnung auch schon beschrieben: Gallspach hatte mehr vom Spiel, Steinerkirchen blieb dagegen hartnäckig und ließ nur wenig zu. Es war kein Nachmittag für flüssigen Fußball, sondern einer, an dem jeder Meter Arbeit war.
Der wichtigste Moment des Spiels passiere in der 41. Minute: Ein Mittermair-Freistoß fand den einlaufenden Fabio Mayr, der gekonnt zur Führung einköpfte. "Ein wichtiges Tor kurz vor der Halbzeit, dass meiner Mannschaft die nötige Stabilität und Selbstvertrauen für die zweite Halbzeit gab", sagte Cvrtak.
Was seiner Mannschaft an diesem Nachmittag besonders half, lag für Cvrtak nicht in spielerischer Leichtigkeit, sondern in den einfachen und oft entscheidenden Dingen. „Aufgrund der schwierigen Platzverhältnisse ist kein richtiges Fußballspiel entstanden. Was bei uns richtig gut funktioniert hat, waren die Leidenschaft, der Kampfgeist und die Laufbereitschaft.“, sagte er. Damit beschrieb er ziemlich genau, worauf es bei solchen Herbstspielen ankommt. Zugleich fand der Steinerkirchen-Coach auch klare Worte für den Gegner und sprach Gallspach eine engagierte Leistung mit viel Ballbesitz und einem geordneten Spielaufbau zu. Diskussionen rund um einzelne Szenen wollte er dagegen nicht aufmachen. Es habe zwar „viele diskutable Szenen auf beiden Seiten“ gegeben, sagte Cvrtak, ergänzte aber ebenso deutlich, dass er das nach Schlusspfiff nicht weiter kommentieren wolle.
Am Ende blieb für Steinerkirchen vor allem das Ergebnis stehen. Schön war dieses 1:0 nach den Worten des Trainers nicht, aber genau darum ging es an diesem späten Oktobernachmittag auch nicht. „Es war ein klassisches Ende-Oktober-Spiel mit schwierigen Platzverhältnissen. Es war kein schönes Spiel von meiner Mannschaft. Wir haben uns das Glück erarbeitet. Und wenn man sieht, dass jeder Spieler 110 % gibt und am Ende drei Punkte zu Buche stehen, kann man als Trainer nur glücklich sein.", sagte Cvrtak. Für Steinerkirchen sind das drei wertvolle Auswärtspunkte, mit denen die Mannschaft nach zwölf Runden bei 24 Zählern hält und im Vorderfeld der Liga bleibt. Gallspach steht nach der Niederlage bei 17 Punkten. Viel Glanz bot diese Partie nicht, aber Steinerkirchen nahm genau das mit, was in solchen Spielen am meisten zählt: ein enges Match, einen Treffer vor der Pause und am Ende den vollen Ertrag.