Nach dem Auswärtsspiel der Gunskirchner Juniors gegen die Union Haid in der 2. Klasse Mitte ordnete Wolfgang Unger, Sportlicher Leiter Stellvertreter der Union Haid, die Partie mit klaren Worten ein. Auf die Frage nach der Ergebnisgerechtigkeit sagte er: „Ja, ganz klar.“ Er schilderte eine erste Halbzeit, in der sich Haid schwertat und zweimal einem Rückstand hinterherlaufen musste, ehe sein Team nach dem Seitenwechsel das Geschehen dominierte. Strittige Szenen verneinte Unger ausdrücklich und hob die Leistung des Unparteiischen positiv hervor. Das Duell endete 3:2; für die Union Haid trafen Tamas Koller und Alexander Litzlfellner, für die Gunskirchner Juniors Jan Tomasic und Matthias Kogler.

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Unger sah eine Begegnung mit zwei Gesichtern. Vor der Pause lag Haid zweimal zurück und fand nicht sofort in den gewünschten Rhythmus. Aus seiner Sicht nutzten die Gastgeber ihre Möglichkeiten äußerst effizient – er sprach davon, dass der Gegner zwei große Chancen hatte und beide per Kopf verwertete (Torschützen: Jan Tomasic, Matthias Kogler). Nach Wiederbeginn drehte sich das Bild deutlich: Haid übernahm die Kontrolle, drückte dem Spiel seinen Stempel auf und zwang die Juniors immer stärker in die Defensive. Im Gesamteindruck passt für Unger alles zusammen – das Resultat geht seiner Meinung nach in Ordnung.
Ein Schlüssel lag für Unger in einer Anpassung von der Bank. „Trainer Semir Sejdic von Haid hat taktisch was umgestellt. Ich bin ja nicht Trainer“, sagte er und präzisierte sinngemäß, dass man vom 4-2-3-1 auf ein 4-4-2 umgestellt habe, um „mehr Druck auf den Innenverteidiger“ zu erzeugen. Die Veränderung zeigte Wirkung: Mehr Präsenz in der vordersten Linie, direkteres Anlaufen und ein höherer Zugriff im Zentrum machten Haid nach der Pause klar „spielbestimmend“.
Im physischen und technischen Bereich verortete Unger die Partie im soliden Mittelfeld: „Sowohl als auch. Also es war Mittelmaß, was Technik und Kampf betrifft.“ Standardsituationen spielten aus seiner Sicht keine besondere Rolle – auf die entsprechende Frage entgegnete er knapp: „Nein.“ Zudem sein Lob für die Leitung auf dem Platz: „Schiedsrichter war sehr gut.“
Den Blick richtet Unger bereits nach vorn: Er erwartet ein schwieriges Heimspiel, sieht seine Mannschaft nach der starken zweiten Halbzeit jedoch gut gewappnet.