Beim Gastspiel von Union Babenberg Linz Süd bei ASK Blaue Elf Wels sprach Trainer Zoran Radak von einer harten Aufgabe beim Tabellenzweiten und zog ein nüchternes Fazit: veränderter Kader, vier bis fünf Ausfälle, mehrere junge Nachrücker. Sein Team hatte viel Ballbesitz, erarbeitete sich jedoch zu wenige klare Möglichkeiten. Radak hob Ordnung und Zweikampfverhalten hervor, erkannte aber die Kaltschnäuzigkeit der Gastgeber an. In der 2. Klasse Mitte gehe es nun darum, personelle Konstanz herzustellen und Schritt für Schritt Stabilität zu gewinnen.

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„Wir wussten, dass das eine harte Nuss wird.“ Radak beschrieb eine Partie mit hohem körperlichen Einsatz und vielen Duellen in engen Räumen: „Es war sehr intensiv und körperbetont.“ Seine Mannschaft suchte die Kontrolle über Passstaffetten und Präsenz im Zentrum – „viel hat sich in der Mitte abgespielt“ –, kam dabei aber kaum zu Abschlüssen. „Wir hatten viel Ballbesitz, leider wenig Chancen. Der Gegner ist uns dreimal entwischt und war eiskalt.“ Zur Pause lag Babenberg mit 0:1 zurück, „das war noch in Ordnung“. Unterm Strich blieb die Zielstrebigkeit im letzten Drittel das Manko, während Wels die eigenen Momente konsequent nutzte: „Von dem her gehen die drei Punkte in Ordnung.“
Der Verlauf nahm früh eine klare Richtung: In der 6. Minute geriet Babenberg mit 0:1 in Rückstand – Torschütze: Ivan Zeko. Nach der Pause erhöhte Ivan Zeko in der 57. Minute auf 0:2, ehe Rustami Habibullah in der 73. Minute zum 0:3-Endstand traf. „Der frühe Rückstand hat uns geschockt, aber defensiv haben die Jungs vieles gut gemacht“, so Radak. Kurz vor der Pause witterte sein Team dennoch eine Wendechance: „Da gab es eine brenzlige Szene um die 35. bis 40. Minute – wenn da der Ausgleich fällt, läuft das Spiel anders.“ Nach Wiederbeginn blieb Babenberg zunächst drin: „Nach dem 0:2 waren wir noch im Spiel, aber mit dem 0:3 war die Sache erledigt.“
Positiv verbuchte Radak die Widerstandskraft seiner Elf gegen einen robusten Gegner: „Die Blaue Elf ist eine erfahrene Kampfmannschaft, körperlich stark. Meine Jungs haben sich nicht versteckt und konsequent dagegengehalten – teilweise fast ein bisschen zu frech.“ Auch die Linie auf dem Platz passte für ihn: „Der Schiedsrichter hat das gut laufen lassen, es gab wenige Karten.“ Was fehlte, war Durchschlagskraft: „Wir haben vieles vom Tor ferngehalten, aber nach vorne hat das letzte Quäntchen gefehlt.“ Für die nächsten Wochen nennt Radak Stabilität als Schlüssel: „Wir müssen uns festigen, Woche für Woche performen und idealerweise ein paar Runden hintereinander mit demselben Kader spielen. Zuletzt hatten wir immer wieder drei, vier Änderungen in der Startelf – Verletzungen, Urlaube, vieles kam zusammen. Mit mehr Konstanz wird es leichter.“