In einem spannenden Aufeinandertreffen in der Landesliga West musste sich die Union Peuerbach knapp mit 1:2 gegen den SV Gmundner Milch geschlagen geben. Obwohl die Gmundner zunächst das Spiel dominierten und mit zwei Toren in Führung gingen, kämpfte sich die Union Peuerbach beherzt zurück und erzielte kurz vor Schluss den Anschlusstreffer. Dennoch reichte es nicht für einen Punktgewinn, sodass die Keramikstädter als Sieger vom Platz gingen.
In der ersten Halbzeit zeigte sich der SV Gmundner Milch von seiner starken Seite und dominierte das Spielgeschehen. Bereits in der 15. Minute deutete Daniel Gremsl mit einem ersten Abschluss aus dem Sechzehner die offensive Ausrichtung der Gmundner an. Die Peuerbacher fanden zunächst kaum ins Spiel, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis die Gäste in Führung gingen. Nach mehreren vergebenen Chancen war es schließlich Paul Gunst, der in der 33. Minute den Ball aus dem Sechzehner in die rechte untere Ecke platzierte und damit das 0:1 erzielte. Die Peuerbacher hatten Glück, dass Amar Hodzic kurz darauf nur knapp am Torerfolg vorbeischrammte, als sein Schuss auf der Linie geklärt wurde.
Die Gmundner blieben weiter am Drücker, und Peuerbachs Torhüter Miguel Ribeiro musste mehrmals eingreifen, um den Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen. So blieb es zur Halbzeit bei der knappen 0:1-Führung für die Gäste, die sich durch ihre Ballgewinne im Gegenpressing immer wieder gefährlich vor das Peuerbacher Tor spielten.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Die Union Peuerbach zeigte sich deutlich engagierter und mutiger. In der 54. Minute sorgte ein Eckball für Torgefahr, doch die Abwehr der Gmundner hielt stand. Die Gäste hingegen blieben weiterhin gefährlich, und Amar Hodzic verpasste in der 50. Minute nur knapp ein weiteres Tor. Doch in der 84. Minute war es dann soweit: Amar Hodzic köpfte nach einer Flanke von Milos Dzinic den Ball via Innenstange ins Tor und erhöhte auf 0:2.
Doch die Peuerbacher gaben nicht auf und drängten in der Schlussphase auf den Anschluss. Nach einem Eckball retteten die Gmundner auf der Linie, doch in der 91. Minute gelang Manuel Strasser per Strafstoß der verdiente Anschlusstreffer zum 1:2. Trotz dieses späten Treffers und weiterer Bemühungen der Peuerbacher blieb es beim knappen Sieg für den SV Gmundner Milch, der das Spiel nach 93 Minuten beendete.
Insgesamt zeigten beide Teams eine kämpferische Leistung, wobei die Gmundner vor allem in der ersten Hälfte ihre Stärke unter Beweis stellten. Die Peuerbacher steigerten sich zwar im Laufe der Partie, doch letztlich reichte es nicht, um den Rückstand aufzuholen und zumindest einen Punkt in Peuerbach zu behalten.
Stimme zum Spiel:
Christoph Brummayr (Trainer, SV Gmundner Milch):
Es war eine schwere Partie. Wir haben gewusst, dass es in Peuerbach immer schwierig ist zu spielen – vor allem aufgrund des engen Platzes und der Tatsache, dass der Gegner eine sehr gute Mannschaft hat. Sie haben nach uns die zweitwenigsten Gegentore bekommen. Es war von uns nicht das beste Spiel, aber in kämpferischer und leidenschaftlicher Hinsicht haben wir eine gute Leistung gezeigt. Die ersten zwanzig Minuten waren ein offener Schlagabtausch. In der Folge müssen wir nach dem 1:0 noch vor der Pause das zweite Tor erzielen – in dieser Phase haben wir uns auch sehr gute Tormöglichkeiten erarbeitet. Peuerbach war in der zweiten Hälfte besser und am Drücker. Sie haben sich Chancen erarbeitet, wobei auch das Glück mehrmals auf unserer Seite war. Trotz des knappen Ergebnisses gilt es der Mannschaft ein Pauschallob auszusprechen, denn sie performt seit Wochen auf einem sehr guten Niveau und arbeitet hart für ihre Ziele.
Im Fußball gibt es Tage, an denen nicht alles so läuft, wie man es sich erhofft. Zudem muss man auch anerkennen, dass der Gegner stark ist – solche Spiele muss man aber erst einmal für sich entscheiden. Wir haben die letzten vier Spiele jeweils mit vier Toren Unterschied gewonnen, aber Fußball ist kein Wunschkonzert, und die Gegner schlafen nicht. Die Teams in der Liga haben alle Qualität.
Nach dem Anschlusstreffer haben sie noch einmal Hoffnung geschöpft und es mit hohen Bällen versucht. Zwar konnten sie sich keine zwingende Chance mehr erspielen, aber in so einer Phase kann immer noch viel passieren. Zum Glück haben wir den Sieg über die Zeit gebracht.“