Für den SK-Kammer ging es in der 19. Runde der Landesliga West zum direkten Tabellennachbarn, der SPG Pettenbach/Grünau. Das Team von Trainer Rainer Kührer hatte mit zwei Siegen in Folge bereits einen kleinen Lauf gestartet und wollte diese Serie weiter ausbauen. Auch für das Auswärtsteam stand einiges auf dem Spiel: Da man sich zuhause zuletzt schwertat, Punkte zu holen, wollte man zumindest in der Fremde Zählbares mitnehmen. Dieses Vorhaben konnte schließlich auch umgesetzt werden. Nach einem Rückstand gab die Mannschaft nicht auf und drehte die Partie im zweiten Spielabschnitt mit zwei Treffern. Am Ende durfte man sich über drei Punkte freuen und zeigte damit eine klare Reaktion auf die Vorwoche. Ligaportal holte nach dem Abpfiff Stimmen aus beiden Lagern ein.
Rainer Kührer (Trainer, SPG Pettenbach/Grünau):
„Es war eine sehr bittere und unglückliche Niederlage für uns, weil wir bis zur 65. Minute eine super Leistung geboten haben und meiner Meinung nach 3:0 führen müssen. Das ist uns aber nicht gelungen, und so müssen wir uns am Ende knapp mit 1:2 geschlagen geben – aber das ist Fußball, es geht trotzdem weiter und nächste Woche wartet bereits der nächste Gegner auf uns.Positiv ist, dass wir über eine lange Phase wirklich sehr ansehnlichen Fußball gezeigt haben, aber wir haben einfach die Tore nicht gemacht. Die Chancenauswertung war heute definitiv ausschlaggebend für die Niederlage. Es ist klar: Solange es nur 1:0 steht, gibt sich der Gegner nicht auf und setzt alles auf eine Karte – und so müssen wir heute als Verlierer vom Platz gehen.“
Markus Schneidlhofer (Sportlicher Leiter, SK-Kammer):
„Wir haben heute vor allem im kämpferischen Bereich eine Reaktion gezeigt. Pettenbach hatte in der ersten Hälfte die besseren Chancen. Wir hatten auch eine sehr gute Möglichkeit, bei der der gegnerische Goalie aber exzellent mit dem Fuß pariert hat. Durch einen Fehlpass sind wir dann in Rückstand geraten. Nachdem ich letzte Woche angekündigt habe, dass es Gespräche zwischen den Spielern, dem sportlichen Leiter und dem Trainer geben wird, und dabei auch sehr klare und deutliche Worte gefallen sind, hat die Truppe heute eine sehr kämpferische Leistung gezeigt. Wir sind in der zweiten Hälfte trotz des Rückstandes nicht auseinandergebrochen, sondern haben weiter an uns geglaubt und sind schließlich auch zum Ausgleich gekommen. In der Folge konnten wir per Standard – was uns im Herbst und in den letzten Jahren ausgezeichnet hat – das 2:1 per Kopf erzielen. Danach haben wir richtig gefightet und gesehen, dass wir, wenn wir die Blockade im Kopf ablegen, richtig viel draufhaben. Nach den beiden verlorenen Heimspielen und den beiden gewonnenen Auswärtspartien können wir jetzt ein bisschen durchatmen, aber unsere Entwicklung ist noch nicht am Ende. Durch den Sieg fällt heute auch eine große Last von unseren Schultern. Die Gespräche mit den Spielern haben Wirkung gezeigt – sie haben heute Mentalität, Charakter und Herz bewiesen. Nächste Woche wollen wir im Heimspiel endlich wieder vor eigenem Publikum gewinnen.“
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