In der 2. Klasse Mitte empfing der SV Sparkasse Alkoven den ESV Wels und verlor 1:2 (0:1). Trainer Andreas Blees sah seine Mannschaft dennoch „gut im Spiel“, ärgerte sich aber einmal mehr über „Eigenfehler“, die das Ergebnis kippten. Nach dem Ausgleich kurz nach der Pause blieb die Hoffnung, doch am Ende reichte es nicht. Blees lobte Einsatz und Entwicklung – und kündigte Arbeit am Offensivspiel an.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Alkoven startete ordentlich in die Partie und hielt gegen das Tempo der Gäste gut mit. „Wir waren gut im Spiel, haben es dem Gegner so schwer wie möglich gemacht“, fasste Andreas Blees zusammen. Aus seiner Sicht versuchte Wels viel über die zweite Ebene: „Der Gegner hat dann mit langen Bällen probiert zu operieren. Das haben wir gut unterbunden.“ Dennoch lagen die Gäste zur Pause vorne: In Minute 40 stellte Dino Begic auf 0:1, mit diesem Stand ging es auch in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel meldete sich Alkoven früh zurück, Gabriel Zuljevic glich in der 54. Minute zum 1:1 aus. In einer ausgeglichenen Phase hatte Wels das bessere Ende für sich: Senaid Smajlovic traf in der 74. Minute zum 1:2-Endstand.
Blees wollte den Schlüssel zum Spiel nicht in einer einzigen Szene suchen. Auf die Frage nach dem Knackpunkt meinte er nüchtern: „Wie schon in den letzten Wochen immer wieder: durch Eigenfehler.“ Eine konkrete Schlüsselszene wollte er nicht herausheben: „Nicht wirklich.“ Gleichzeitig sah der Trainer klare Hausaufgaben: „Das Offensivspiel ist verbesserungswürdig. Da müssen wir noch daran arbeiten.“ Den Gegner ordnete er respektvoll ein, ohne ihn zu groß zu machen: „Keine besonderen Stärken. Sie waren eine spielstarke Mannschaft, aber wir haben sie nicht spielen lassen.“ Diskussionsstoff gab es aus seiner Sicht dennoch: „In der ersten Halbzeit ist ein Spieler von uns durch gewesen, und es wurde nur Gelb gezeigt.“ Mehr wollte Blees dazu nicht sagen, der Fokus lag für ihn auf der eigenen Entwicklung.
In der Tabelle der 2. Klasse Mitte setzt sich damit ein erwartbares Bild fort: Wels hält nach 19 Runden bei 30 Punkten und rangiert auf Platz fünf, Alkoven bleibt mit fünf Zählern auf Rang 13. Trotz dieser Ausgangslage nahm Blees vor allem Positives mit: „Ich bin generell mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden. Sie hat sich in den letzten Wochen sehr gesteigert.“ Genau darauf will er aufbauen – und am letzten fehlenden Puzzleteil schrauben: „Das Offensivspiel ist verbesserungswürdig.“ Seine Mannschaft hatte Wels phasenweise gut kontrolliert und lange Bälle wegverteidigt; nun soll aus ordentlichen Auftritten wieder Zählbares werden.