In der 2. Klasse Mitte musste sich SV Urfahr 1912 am 22. Spieltag zuhause mit 0:1 gegen Viktoria Marchtrenk Juniors geschlagen geben. Nach einer torlosen ersten Hälfte fiel die Entscheidung in Minute 55 durch Fabian Brenner. Für Gäste-Trainer Pascal Seiler war der Erfolg verdient: "Wir waren nach der Pause top eingestellt und haben nichts zugelassen." Seine Mannschaft setzte auf Kollektiv und nutzte den entscheidenden Moment eiskalt.

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Die Partie begann aus Sicht der Juniors wackelig, das gab Pascal Seiler offen zu. "In den ersten 15 Minuten waren wir ziemlich offen, aber Urfahr konnte kein Kapital daraus schlagen", sagte der Trainer. Nach rund einer halben Stunde fand seine Elf den Zugriff besser, stellte die Passwege dicht und wurde das aktivere Team. "Ab der 25., 30. Minute stellten wir die Wege zu, Urfahr hatte keine Idee und wir übernahmen das Spiel", so Seiler. Viele zwingende Szenen gab es bis zur Pause nicht, das bestätigte auch der Blick auf die Anzeigetafel: Zur Halbzeit stand es 0:0. Für die Gäste war es dennoch ein gutes Zeichen, weil die Ordnung stimmte und sie mehr vom Spiel hatten.
Aus der Kabine kamen die Marchtrenker konzentriert und mit klarer Ansage. Seiler fasste es knapp zusammen: "Nach der Halbzeit waren wir von Anfang an top eingestellt, haben nichts zugelassen und gehen verdient als Sieger hervor." Der Lohn folgte in Minute 55. Der Trainer schilderte das Tor detailliert: "Ein Ballgewinn in der eigenen Hälfte, und Sebastian Humer steckte super auf Brenner durch, der vorm Tor eiskalt war und den Ball ins lange Eck hämmerte." Damit stand es 0:1, und die Gäste spielten ihren Plan weiter. Sie blieben kompakt, arbeiteten konsequent gegen den Ball und ließen hinten wenig zu – genau das, was Seiler gefordert hatte.
Seiler wollte nach dem Abpfiff keinen Einzelnen in den Vordergrund stellen. "Das 1:0 durch Fabian Brenner war der Schlüsselmoment. Aber nicht zu vergessen: Das war eine ganze Mannschaftsleistung, wie in den letzten Wochen. Wir haben von hinten bis nach vorne kompromisslos verteidigt. Jeder kämpft, und jetzt profitieren wir davon", sagte er. Zum Gegner fand er respektvolle Worte: "Urfahr ist eine faire Mannschaft, die etwas probiert hat, aber keine Lösungen gegen uns gefunden hat." Auch den Unparteiischen lobte der Coach ausdrücklich: "Der Schiedsrichter hat souverän gepfiffen, sehr fair und respektvoll. So etwas wünscht man sich."
Urfahr ging als Sechster, die Juniors als Neunter in die Runde – an Auftritte wie diesen wollen die Gäste nun anknüpfen. Außerdem: Der 15-jährige Timo Bibl kam ebenfalls sehr souverän in die Partie und überzeugte mit starken Aktionen sowie einem abgeklärten Auftreten.