Eine brutal konstante Saison 2025/26 in der LT1 OÖ-Liga krönte die DSG Union HABAU Perg mit Endrang vier. Nun scheint man einen perfekten Mix aus Angriffslust, Demut und einer realistischen Einschätzung des Ist-Zustandes gefunden zu haben. Ligaportal.at sprach unmittelbar vor Saisonstart mit Trainer Jürgen Prandstätter.

Ligaportal: Die Vorbereitung befindet sich auf der Zielgeraden. Welches Fazit ziehst du?
Prandstätter: „Es wurde gut gearbeitet. Leider haben wir ein paar Probleme mit Verletzungen. Simon Rumetshofer ist nach seinem Ausfall diese Woche wieder ins Training eingestiegen und wird noch etwas brauchen. Mathias Hausberger hat sich den Mittelfußknochen gebrochen. Wir hoffen, dass er in zwei bis drei Wochen wieder einsteigt. Was die Ergebnisse und die Leistungen betrifft, sind wir zufrieden mit der Vorbereitung.“
Ligaportal: Im Sommer haben drei namhafte Spieler den Verein verlassen. Fünf Akteure kamen dazu. Inwiefern hat sich die Kaderqualität verändert?
Prandstätter: „Wir sind wesentlich jünger geworden. Mit Simon Ströbitzer hat uns ein gestandener zentraler Mittelfeldspieler verlassen. Wir kompensieren das mit dem 21-jährigen Sebastian Leitner. Gabriel Sandner wechselte zu Dietach. Andre Schmid ist sein Nachfolger. Das ist ein ordentlicher Bursche mit Potential. Dann haben wir noch mit Samuel Mader und Julian Barth zwei ganz junge Spieler geholt. Samuel ist ein Perger. Er hat mich sehr positiv überrascht mit seiner Spielanlage, seiner Reife und seiner Körperlichkeit. Julian ist ein Defensivallrounder, der in der Vorbereitung schon super Leistungen gezeigt hat. Mit Felix Gutmann kam noch ein 19-jähriger Torwart, der alles mitbringt, was man auf dieser Position braucht. Wir sind sehr zufrieden mit ihm.“
Ligaportal: Wie lautet das Ziel für die neue Saison?
Prandstätter: „Wenn man sich umhört, vernimmt man, dass Perg Vierter wurde und es der Anspruch sei, dass man wieder ganz vorne mitspielt. Fakt ist aber, dass wir jünger geworden sind. Man muss erst wieder auf das Niveau kommen. Das braucht Zeit und Geduld. Die Top-8 sind sicher realistisch. Das muss das Ziel sein. Es ist schwierig, eine gute Saison zu bestätigen. Das hat man in der Vergangenheit bei anderen Vereinen beobachten können. Natürlich kann es auch sein, dass die Reise wieder nach ganz vorne geht, wenn wir zum Beispiel einen perfekten Start erwischen. Grundsätzlich bleiben wir aber sachlich und können die Lage gut einordnen.“
Ligaportal: Zum Auftakt geht es auf eigener Anlage gegen den Kontrahenten aus Vöcklamarkt. Welches Spiel erwartest du?
Prandstätter: „Vöcklamarkt hat im Kader sehr viel verändert. Sie haben sich top verstärkt – etwa mit stürmer Haris Harba oder Lukas Paulik für das zentrale Mittelfeld. Sie sind um einiges stärker geworden. Wir haben uns in der Vergangenheit gegen Vöcklamarkt schwer getan. Natürlich wollen wir nun zuhause gewinnen. Das ist unser Ziel und unser Anspruch. Es braucht aber von jedem eine Top-Leistung, damit uns das gelingt.“
Ligaportal: Welche Mannschaften erwartest du in der neuen Saison ganz vorne?
Prandsätter: „Ich denke da an Mondsee. Das hat sich schon im Frühjahr abgezeichnet. Dazu kamen gute Ergebnisse in der Vorbereitung und im Landescup. Außerdem sind noch Friedburg und Edelweiss zu nennen.“
Foto: Rumetshofer