Spielberichte

„Wir wollten den Sieg mehr“ – SV Oftering belohnt sich in der 97. Minute

SV Oftering
SPG St. Georgen/Langenstein

In der 2. Klasse Mitte hat sich SV Oftering im Heimspiel gegen SPG St. Georgen/Langenstein mit 2:1 durchgesetzt und dabei ein Finish hingelegt, das am Sportplatz noch lange Gesprächsthema sein wird. Trainer Vedat Dogru stellte weniger das späte Siegtor als den Auftritt seiner Mannschaft in den Vordergrund: „Wir wollten den Sieg mehr.“ Nach langer Durststrecke war dieser Erfolg für den Gastgeber besonders wichtig.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

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Späte Antwort nach spätem Ausgleich

Die Partie brauchte zunächst keinen offenen Schlagabtausch, um Spannung aufzubauen. Zur Pause stand es 0:0, doch Dogru sagte hinterher, dass er schon früh das richtige Gefühl hatte. „Man hat von der ersten Minute an gemerkt, dass die Jungs den Sieg unbedingt wollen“, erklärte der Trainer. Nach dem Seitenwechsel brachte Eray Yagci den SV Oftering in der 54. Minute mit 1:0 in Führung. Dass es am Ende trotzdem noch einmal richtig eng wurde, lag am späten Ausgleich durch Gregor Haubner in der 96. Minute. Viel Zeit zum Hadern blieb aber nicht, denn nur eine Minute später stellte Jürgen Flick auf 2:1. Genau diese Schlussphase hob Dogru besonders hervor: „Wenn du in der 96. Minute das 1:1 kriegst und in der 97. Minute das 2:1 schießt, dann ist das natürlich ein wichtiges Tor.“

Mehr als nur drei Punkte nach schweren Wochen

Für den Ofteringer Trainer war dieser Heimsieg allerdings nicht nur wegen des späten Endes so besonders. Er stellte nach dem Schlusspfiff vor allem die Vorgeschichte in den Mittelpunkt. „Endlich hat sich die Mannschaft wieder belohnt. Nach über einem Jahr Durststrecke haben wir uns die drei Punkte geholt“, sagte Dogru, der auch die 0:12-Niederlage gegen Union Haid aus der Vorwoche nicht ausblendete. Gerade deshalb sei dieser Auftritt für die Mannschaft so wichtig gewesen. „Die Jungs haben bis zum allerletzten Moment gekämpft und alles auf den Platz gelassen“, meinte er. Dass der Sieg verdient war, leitete er nicht aus einzelnen Szenen ab, sondern aus der Haltung seines Teams. „Wir wollten es heute einfach einen Tick mehr als der Gegner.“ 

Kampfgeist als Basis, bei Kondition und Pässen noch Luft nach oben

Diese Haltung zog sich laut Dogru durch die gesamte Partie. Als größte Stärke nannte er ohne Zögern den Kampfgeist. „Die Mannschaft hat bis zum Nimmergeht gekämpft. Sie hat nicht aufgehört, miteinander zu reden, und alles versucht“, sagte der Trainer. Auch den Gegner beschrieb er sachlich und fair, betonte aber zugleich den kleinen Unterschied an diesem Abend: „Wir waren immer einen Schritt vorm Gegner. Wir wollten den Sieg mehr.“ Ganz fertig sieht er seine Mannschaft trotz des Befreiungsschlags noch nicht. „Konditionell brauchen wir noch ein wenig Zeit, und bei der Passgenauigkeit ebenso“, erklärte Dogru. Mit jedem Punkt werde aber auch das Selbstvertrauen größer. Zur Leistung des Schiedsrichters sagte er knapp: „Es hat alles gepasst.“ Genau deshalb kann dieses 2:1 für den SV Oftering mehr sein als nur ein später Heimsieg in Runde zwei.

2. Klasse Mitte: Oftering : St. Georgen/Langenstein - 2:1 (0:0)

  • 97
    Jürgen Flick 2:1
  • 96
    Gregor Haubner 1:1
  • 54
    Eray Yagci 1:0