In der 2. Klasse Mitte hat SV Lichtenberg das direkte Duell mit ASKÖ Treffling klar mit 5:0 für sich entschieden. Nach einer knappen 1:0-Pausenführung legten die Gastgeber vor allem nach dem Seitenwechsel spürbar zu. Trainer Yannik Schicho sprach von einer "absolut spielbestimmenden Mannschaft" und sah im frühen 2:0 nach Wiederbeginn bereits eine kleine Vorentscheidung für einen rundum verdienten Heimsieg.

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Der Auftakt lief ganz nach dem Geschmack der Gastgeber. Lichtenberg begann, wie Schicho es schilderte, "sehr gut" und "von Anfang an sehr druckvoll". Dieser Zugriff zeigte sich auch früh auf der Anzeigetafel, als Daniel Wiesmayr in der 11. Minute das 1:0 erzielte. Trotzdem war die Partie damit noch nicht klar verteilt. Schicho ordnete die erste Halbzeit als "relativ auf Augenhöhe" ein und erklärte, dass Treffling seine Mannschaft vor der Pause ein wenig einschläferte, weil die Gäste Lichtenberg phasenweise spielen ließen. Genau diesen Punkt sprach der Trainer in der Kabine an. Viel mehr als die knappe Führung stand zur Pause nicht, aber aus Sicht der Gastgeber war bereits zu erkennen, dass sie mehr vom Spiel hatten.
Entscheidend wurde dann der Beginn des zweiten Durchgangs. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff traf Daniel Wiesmayr erneut zum 2:0, und genau diesen Treffer hob Schicho hinterher besonders hervor: "Das 2:0 nach der Pause war mit Sicherheit eine kleine Vorentscheidung." Der Trainer begründete das nicht nur mit dem Spielstand, sondern vor allem mit der Leistung seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel. Lichtenberg blieb am Drücker, war laut Schicho "auf jeden Fall schon deutlich überlegen" und ließ die Partie nicht mehr offen. Dass Wiesmayr in der 77. Minute auch noch das 3:0 nachlegte, passte ins Bild eines Nachmittags, an dem er immer wieder zur Stelle war. In der Schlussphase schraubten Dominik Leitner mit dem 4:0 in der 80. Minute und Adrian Georg Durstberger mit dem 5:0 in der 90. Minute das Ergebnis noch klarer in die Höhe.
Für Schicho war der Sieg vor allem deshalb so überzeugend, weil diesmal zwei Punkte zusammenkamen, die seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen nicht immer in dieser Form gelungen waren. "Die viel kritisierte Chancenverwertung der letzten Wochen war heute absoluter Pluspunkt. Wir haben wirklich sehr viel aus unseren Möglichkeiten gemacht", sagte der Lichtenberg-Coach. Gleichzeitig stellte er seiner Defensive ein ebenso gutes Zeugnis aus. "Wir waren defensiv extrem stabil. Wir haben sehr wenig zugelassen. Ich bin mir nicht sicher, ob wir überhaupt eine Torchance zugelassen haben über die 90 Minuten." Auch die Entstehung der Treffer ordnete er klar ein: Die ersten Tore seien "sehr gut herausgespielt" gewesen, später habe man zwar auch von Trefflinger Fehlern profitiert, diese aber durch den eigenen Druck mitprovoziert. So blieb unter dem Strich ein 5:0, das aus Lichtenberger Sicht in dieser Höhe kein Zufall war.
Groß diskutieren musste nach diesem Nachmittag niemand. Viel wichtiger war für Schicho ohnehin der Auftritt seiner Mannschaft, die das direkte Duell vom Beginn weg annahm und sich diesmal auch im Ergebnis voll belohnte. Gerade weil die Chancenverwertung zuletzt Thema gewesen war, kann dieser klare Heimsieg für die kommenden Aufgaben einiges an Rückenwind geben. Wenn Lichtenberg wieder so druckvoll beginnt, nach der Pause konsequent bleibt und hinten wenig zulässt, dann hat dieser Auftritt das geliefert, was sich ein Trainer nach so einem Spiel wünscht: viele Tore, wenig zugelassen und ein verdienter Sieg über 90 Minuten.