Spielberichte

Stephan Mayrhofer (Union Unterweißenbach): „Wir müssen 90 Minuten durchziehen“ – 1:0 in Reichenau

Union Reichenau
Unterweißenbach

Aus Sicht von Stephan Mayrhofer war es ein Nachmittag mit zwei Gesichtern: Sein Team von Union Unterweißenbach setzte beim Auswärtsspiel gegen Union Reichenau in der 2. Klasse Nord-Mitte früh die Akzente und brachte den Vorsprung über die Zeit. Mayrhofer sprach von einem „sehr guten Griff“ in der 1. Halbzeit, später aber von einem Nachlassen und einer intensiven Schlussphase mit vielen Standards des Gegners. Beide Mannschaften mussten Stammkräfte ersetzen – bei Reichenau unter anderem Simon Pinsker und Lukas Rechberger, bei Unterweißenbach Mario Berger und Tobias Lehner. Die Platzverhältnisse bezeichnete er als schwer; dazu kamen „sehr viele gelbe Karten“, die laut Mayrhofer nicht aus Härte, sondern aus Kleinigkeiten entstanden. Sein Fazit: Die Stabilität über 90 Minuten müsse besser werden – trotz des 1:0-Auswärtserfolgs nach früher Führung.

Fußball und violette Fußballschuhe

Foto von Frantzou Fleurine auf Unsplash

Frühe Führung nach Ecke, Chancen auf das zweite Tor

„In der 1. Halbzeit hatten wir das Spiel sehr gut im Griff. Wir gingen in der 15. Minute nach einem Eckball und einem Gestocher im Strafraum mit 1:0 in Führung. Torschütze: Michael Starzengruber. In der 1. Halbzeit hatten wir noch weitere Einschussmöglichkeiten – unter anderem zweimal Lukas Obereder und zweimal Marcel Lindner –, haben es aber verabsäumt, den Sack vor der Pause zuzumachen.“ Gerade die Wucht über die Flügel trug zum starken Auftakt bei: „In der 1. Halbzeit war ich sehr zufrieden mit unserem Flügelspiel. Leider konnten wir viele Angriffe über den rechten und linken Flügel nicht zu Ende spielen.“

Kontrolle ja, aber Durchhang nach der Pause

Auf die Frage nach der Spielkontrolle sagte Mayrhofer: „Ich denke schon, dass wir insgesamt mehr Kontrolle über das Spiel hatten.“ Gleichzeitig kritisierte er die Phase nach dem Seitenwechsel: „In der 2. Halbzeit konnten wir nicht mehr ganz an die Leistung der 1. Halbzeit anknüpfen, hatten aber trotzdem mehr Spielanteile. Wir hätten einen unserer vielen Konter besser fertig spielen können – das haben wir leider verabsäumt. So kam es in den letzten 15 Minuten noch zu einigen Standards, die Reichenau immer wieder gefährlich vor unser Tor brachten. Wir konnten diese aber sehr gut wegverteidigen und haben letztendlich nicht ganz unverdient mit 1:0 gewonnen.“

Fehlende Stammkräfte, schwerer Boden und viele Karten

Schon vor dem Anpfiff war klar, dass Improvisation gefragt sein würde: Mayrhofer berichtete von Ausfällen auf beiden Seiten – bei Reichenau unter anderem Simon Pinsker und Lukas Rechberger, bei Unterweißenbach Mario Berger und Tobias Lehner. Den Rahmen setzte außerdem der Untergrund: „Der Platz war sehr schwer bespielbar und es war schwierig, einen kontinuierlichen Spielaufbau zu vollziehen.“ Prägend waren Standards: „Nachdem wir mit 1:0 gewonnen haben und das 1:0 nach einem Eckball fiel, haben Standards heute eine sehr große Rolle gespielt. Reichenau wurde in der 2. Halbzeit durch einige Standards halb gefährlich, aber das konnten wir gut verteidigen und somit letztendlich verdient 1:0 gewinnen.“ Zur Intensität meinte er: „Es gab zwar sehr viele gelbe Karten. Das Spiel war nicht hart geführt, die gelben Karten resultierten hauptsächlich aus Kritiken oder Kleinigkeiten.“ Abschließend der Blick nach vorne: „Wir müssen auf jeden Fall daran arbeiten, unser Spiel über 90 Minuten durchzuziehen.“

2. Klasse Nord-Mitte: Reichenau : Unterweiß. - 0:1 (0:1)

  • 15
    Michael Starzengruber 0:1