Direkt nach dem intensiven Heimauftritt ordnete Co-Trainer Armin Gossenreiter die Lage bei Sportunion Reichenthal ein. Gegen Union Stiftinger Bau Unterweitersdorf sprach er von vergebenen Großchancen zu Beginn, einer offensiveren Ausrichtung nach der Pause und einem Gegner, der konsequent verteidigte. In der 2. Klasse Nord-Mitte ist sein Team nach diesem Auftritt auf den zweiten Tabellenplatz zurückgerückt – der Tenor blieb jedoch kämpferisch: Die Partie war zweikampfbetont, Standards spielten keine große Rolle, der eigene Abschluss blieb das zentrale Thema. Aus Gossenreiters Sicht hatten die Reichenthaler „ein bisschen mehr vom Spiel“ – nun gelte es, „wieder in die Spur zu finden“.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die erste Hälfte beschrieb Gossenreiter als Phase, in der Reichenthal die Weichen hätte stellen können: „Wir haben am Anfang gute Chancen erarbeitet, sie aber nicht genutzt.“ Unterweitersdorf zeigte sich vor dem Tor effizient: Felix Habe brachte die Gäste mit 0:1 in Front, kurz vor der Pause legte André Sailer das 0:2 nach. Der Pausenstand spiegelte die Geschichte des ersten Abschnitts wider: „Wir hatten mehrere hundertprozentige Möglichkeiten, aber der Ball wollte nicht rein.“
Nach dem Seitenwechsel stellte Reichenthal um und agierte offensiver. „Unterweitersdorf hat das sehr gut gemacht und gut verteidigt“, bilanzierte Gossenreiter. Lukas Pühringer sorgte mit dem 1:2 für neue Hoffnung, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. „Wir haben auf 1:2 verkürzt, aber bis zum Schluss leider 1:2 verloren.“ Den Knackpunkt sah der Co-Trainer klar im letzten Drittel: „Bei den Torabschlüssen erwarte ich mir mehr – wir haben die Tore nicht gemacht.“
Prägend war die Physis beider Teams: „Es war ein zweikampfbetontes Spiel.“ Standardsituationen blieben ohne größere Wirkung: „Eher unauffällig.“ Beim Ballbesitz verortete Gossenreiter leichte Vorteile bei seiner Elf: „Reichenthal hatte ein bisschen mehr vom Spiel.“ Sein Fazit fällt trotz der 1:2-Niederlage zuversichtlich aus: Der Abschluss muss geschärft werden, die Intensität soll hoch bleiben – und mit Blick auf die Tabelle gilt es, „wieder in die Spur zu finden“.