Ein taktisch und von zwei Flutlichtausfällen geprägter Abend in Treffling: In der 2. Klasse Nord-Mitte traf ASKÖ Treffling auf Union Stiftinger Bau Unterweitersdorf – und im Mittelpunkt standen Haltung, Anpassung und Lernmomente. Patrick Hammer schildert eine konzentrierte erste Halbzeit und eine Phase nach der Pause, in der die Gäste vehement aufkamen.

Bild von jcomp auf Freepik
„Die erste Halbzeit war eher taktisch geprägt. Beide Mannschaften standen zunächst kompakt und suchten den Erfolg über Umschalten“, ordnete Hammer ein. Aus diesem Plan heraus setzte Treffling die ersten Akzente: In der 22. Minute traf Florian Kleinbruckner zum 1:0 – eingeleitet von einem tiefen Ball und einer präzisen Hereingabe von Paul Wolfsegger. Kurz darauf führte erneut ein Zuspiel von Wolfsegger zum 2:0, als in der 35. Minute ein Eigentor von Mathias Stock den Vorsprung ausbaute. Unterweitersdorf blieb dennoch im Spiel und verkürzte kurz vor der Pause: In Minute 43 stellte Michael Ahorner auf 2:1 – ein Haltepunkt, der dem zweiten Durchgang seine Spannung gab.
Besonders hervorzuheben: Zwei Flutlichtausfälle, für sieben Minuten in Hälfte eins und sechs Minuten in Durchgang zwei, die den Spielfluss maßgeblich beeinflussten.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen zunächst die Gäste die Kontrolle. „Sie wurden immer stärker, wir sind hinten zeitweise geschwommen und hatten nicht mehr den Zugriff wie vor der Pause“, so Hammer. Unterweitersdorf drückte auf den Ausgleich, fand aber nicht die entscheidende Lücke – und lief in den Moment, der die Partie entschied: In der 77. Minute stellte Luis Lockinger auf 3:1. Das gab Treffling die Kontrolle zurück, ehe Thomas Reindl in der 84. Minute mit dem Treffer zum 4:1 den Schlusspunkt setzte. Hammer fasste zusammen: „Sie haben aufs 2:2 gedrückt, doch aus dem Nichts machen wir das 3:1 – danach spielen wir es wieder richtig gut zu Ende. Mit dem 4:1 war die Partie aus meiner Sicht verdient entschieden.“
Im Ballbesitz sah Hammer über weite Strecken Parität: „Das Ballbesitzverhältnis war ziemlich ausgeglichen.“ Standards brachten wenig Gefahr: „Wir hatten zwar einige Eckbälle, aber keine extrem gefährlichen Situationen daraus.“ Strittige Szenen blieben aus: „Alle Tore waren regulär, insgesamt eine ruhige Partie – vom Schiedsrichter her alles in Ordnung.“ Als auffälligsten Akteur der ersten Hälfte hob der Trainer Paul Wolfsegger hervor, dessen zwei Zuspiele früh die Richtung vorgaben. Für die nächsten Aufgaben nimmt Hammer vor allem eine mentale Feinjustierung mit: „In der zweiten Halbzeit müssen wir beim knappen Spielstand einfach ruhiger bleiben und es besser fertigspielen.“ Sein Fazit zur Bedeutung: „Für unsere Entwicklung war das extrem wichtig: Auch in einer schwächeren Phase können wir ein Spiel gewinnen. Das gibt uns Rückenwind für die nächsten Wochen.“