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Michael Preinfalk (Sektionsleiter Sportunion Reichenthal): "Defensiv nichts zugelassen, Freistoß entscheidet das Spiel"

Union Reichenau
Union Reichenthal

In der 2. Klasse Nord-Mitte musste die Union Reichenau-Ottenschlag-Haibach gegen die Sportunion Reichenthal eine knappe 0:1-Heimniederlage hinnehmen. Die Begegnung war über weite Strecken ausgeglichen, Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Die Entscheidung fiel spät und aus einem ruhendem Ball: Paul Königsecker zirkelte in Minute 81 einen Freistoß zum Goldtor sehenswert ins Netz. „Es war eine klassische 0:0 Partie mit wenigen Höhepunkten“, fasste Reichenthals Sektionsleiter Michael Preinfalk zusammen – am Ende gab eine Einzelaktion den Ausschlag.

Ball auf Rasen im Tor im Hintergrund

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Zähes Ringen, Entscheidung per Freistoß in Minute 81

Beide Teams tasteten sich lange ab, suchten Fehler des Gegners, fanden aber kaum Lücken. Folgerichtig stand es zur Pause 0:0, viel spielte sich zwischen den Strafräumen ab. „Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel mit sehr wenigen Höhepunkten. Es gab auf beiden Seiten kaum Torchancen“, schilderte Michael Preinfalk. Reichenthal hatte laut ihm „etwas mehr Spielanteile“, fand jedoch „nie wirklich eine Phase, wo wir konsequent auf die Führung drängten“. Als die Uhr auf die Schlussphase zulief, reichte dann ein Moment: Tobias Landl wurde nach einem schönen Solo ein paar Meter vor dem Strafraum gefoult. Den fälligen Freistoß verwandelte Paul Königsecker wunderschön zum 0:1. Genau dieser Standard war für Preinfalk der Knackpunkt: „Das war der Moment, in dem es in unsere Richtung kippte.“ Danach blieb die Partie eng, doch Reichenthal verteidigte den knappen Vorsprung seriös bis zum Abpfiff.

Preinfalk lobt Defensive und Geduld – Respekt fürs kompakte Reichenau

Der Reichenthaler Sektionsleiter legte den Fokus nach dem Schlusspfiff klar auf die Arbeit gegen den Ball. „Wir haben defensiv fast gar nichts zugelassen, sind geduldig geblieben und haben dann durch die schöne Einzelaktion den Sieg geholt“, sagte Preinfalk. Gleichzeitig streute er dem Gegner Anerkennung: „Reichenau ist defensiv sehr kompakt gestanden und war taktisch sehr diszipliniert. Sie haben in den neunzig Minuten kaum Torchancen aus dem Spiel zugelassen.“ Erst nach der Führung wurde Reichenthal aus dem Spiel heraus gefährlicher im Strafraum, „konnte aber nicht das 2:0 nachlegen“. Auch zur Leitung des Unparteiischen fand Preinfalk klare Worte: „Es gab keine kritischen Situationen, die vom Schiedsrichter beeinflusst wurden. Insgesamt war es eine gute Leistung des Unparteiischen.“

Ausblick: Oben dran bleiben, vorne zielstrebiger werden

So wichtig der Dreier in Reichenau war, die Messlatte liegt für Reichenthal weiter hoch. In der Tabelle gehört die Union aus dem Mühlviertel zur Spitzengruppe und bestätigt mit soliden Auftritten ihre Ambitionen. Preinfalk denkt aber bereits an die nächsten Wochen – und die Stellschrauben im eigenen Spiel: „Wir müssen im Offensivspiel wieder viel zielstrebiger und kreativer werden. Defensiv war es gut, nach vorne sehr ausbaufähig.“ Genau diese Ehrlichkeit passt zum Abend: Aus einer disziplinierten Basis holte Reichenthal das Maximum heraus, ohne zu glänzen. Für die kommenden Aufgaben lautet der Plan, die Stabilität zu halten und im letzten Drittel klarer zu werden – damit späte Standards nicht der einzige Weg zum Sieg bleiben.

2. Klasse Nord-Mitte: Reichenau : Reichenthal - 0:1 (0:0)

  • 81
    Paul Königsecker 0:1