Spektakel in der 2. Klasse Nord-Mitte: Im Duell zwischen Union Neumarkt im Mühlkreis und Union Stiftinger Bau Unterweitersdorf setzten sich die Gäste mit 5:4 durch. Zwei Eigentore machten die Partie wild, am Ende nahmen die Unterweitersdorfer dennoch alle Punkte mit. Obmann Jürgen Stiftinger ordnete den Abend klar ein: „Das war eigentlich ein sehr schlechtes Spiel – viele Fehlpässe. Aber wenn wir siebenmal treffen und zwei Eigentore dabei sind, dann ist der Sieg am Ende verdient.“

Foto von Abigail Keenan auf Unsplash
Neumarkt erwischte den besseren Start – allerdings mit Hilfe der Gäste: In Minute 17 bugsierte Lorenz Rudolf Hofer den Ball unglücklich ins eigene Tor, 1:0. Unterweitersdorf antwortete prompt: Felix Habe glich nur zwei Minuten später zum 1:1 aus, Bastian Gruber drehte die Partie in der 27. Minute auf 1:2. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel legte Daniel Kralik zum 1:3 (55.) nach, Jakob Schmitsberger brachte Neumarkt mit dem 2:3 (58.) zurück. Gruber stellte wenig später auf 2:4 (63.). „Bei 4:2 haben wir geglaubt, die Sache ist gegessen“, sagte Stiftinger. Doch Harald Pinsker verkürzte auf 3:4 (75.). In der 88. Minute traf Daniel Göbl zum vermeintlich beruhigenden 3:5, ehe ein spätes Eigentor von Kralik zum 4:5 (90.) noch einmal zittern ließ.
Für Unterweitersdorfs Obmann war der Abend kein fußballerischer Leckerbissen. „Das war eigentlich ein sehr schlechtes Spiel“, hielt Jürgen Stiftinger fest und verwies auf „sehr viele Fehlpässe“ auf beiden Seiten. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass das, was zählen musste, funktionierte: „Gut funktioniert hat die Chancenauswertung.“ Zugleich nannte er klar die Baustellen: „Luft nach oben ist im Passspiel und im Zusammenspiel.“ Besonders prägend blieb für ihn die kuriose Torfolge: „Wenn Unterweitersdorf sieben Tore schießt und davon sind zwei Eigentore, haben wir uns den Sieg trotzdem verdient.“ Zum 3:5 meinte er: „Das war ein wunderschönes Tor.“ Auch zum Unparteiischen fand er klare Worte: „Die Schiedsrichterleistung hat gepasst.“ Sein Fazit fiel entsprechend nüchtern aus: „Schlussendlich hat, glaube ich, die richtige Mannschaft gewonnen.“
Der knappe Auswärtssieg bringt Unterweitersdorf in einem dichten Tabellenmittelfeld wichtige Zähler; Neumarkt (25 Punkte) und Unterweitersdorf (22) liegen weiter eng beisammen. Inhaltlich lieferte die Partie genügend Stoff für die Trainingswoche: Die Gäste nutzten ihre Möglichkeiten eiskalt, gerieten aber durch die beiden Eigentore und späte Gegentreffer immer wieder unter Druck. Neumarkt blieb dran und kam mehrfach zurück, ohne das Spiel ganz drehen zu können. Stiftinger blickt trotz der drei Punkte nicht durch die rosarote Brille: „Im Passspiel und im Zusammenspiel müssen wir zulegen.“