In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die Sportunion Greisinger Münzbach am Freitagabend zum Auftakt mit 2:1 bei der Union Unterweißenbach gewonnen, obwohl die Gäste zur Pause nach dem Treffer von Marcel Lindner noch 0:1 zurücklagen. Trainer Martin Lindtner sah zunächst einen starken Beginn seiner Mannschaft, danach aber einen Bruch im Spiel. Ausschlaggebend war für ihn die Reaktion nach der Pause: „Das Einfache war sicher der Schlüssel zum Erfolg.“

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Martin Lindtner schilderte einen Abend mit zwei klar unterscheidbaren Phasen. Nach seiner Einschätzung kam Sportunion Greisinger Münzbach stark aus den Startlöchern und war in den ersten zwanzig Minuten das aktivere Team. „Wir waren die ersten zwanzig Minuten sehr spielbestimmend“, sagte der Trainer, der vor allem den einfachen Vortrag seiner Mannschaft hervorhob. Sportunion Greisinger Münzbach ließ den Ball gut laufen und kam dadurch schon früh zu Möglichkeiten. Für Lindtner war es in dieser Phase „nur mehr eine Frage der Zeit“, bis seine Mannschaft ein Tor machen würde. Doch genau danach verlor das Spiel der Gäste an Klarheit. „Dann haben wir das Zepter aus der Hand gegeben“, sagte Lindtner, und damit fand auch Union Unterweißenbach besser in die Partie. Die Heimischen suchten laut dem Trainer immer wieder ihre großen Stürmer mit hohen Bällen und waren auf die zweiten Bälle sehr aggressiv. In der 22. Minute nutzte Union Unterweißenbach diese Phase zur Führung, als Marcel Lindner das 1:0 erzielte. Lindtner beschrieb den Treffer so, dass der Ball von der Seite kam und der Abschluss stark ins kurze Eck gesetzt wurde. Bis zur Pause fehlte Sportunion Greisinger Münzbach danach vor allem die letzte Genauigkeit. „Wir waren zum letzten Pass schlampert beziehungsweise nicht gut genug“, sagte er.
Entscheidend wurde deshalb die Reaktion nach dem Seitenwechsel. Sportunion Greisinger Münzbach nahm sich laut Martin Lindtner vor, „wieder auf das Einfache zurückzukehren“, und genau das war aus seiner Sicht der Schlüssel für die Wende. Die Antwort kam sofort: Bereits in der 47. Minute traf Laszlo Lengyel zum 1:1 und brachte die Gäste wieder voll zurück. Lindtner erklärte auch die beiden eigenen Tore sehr ähnlich. Beide Male sei der Ball gut in den Raum beziehungsweise in die Box gespielt worden, und Laszlo Lengyel habe diese Zuspiele „eiskalt vorm Tor“ verwertet. Mit dem schnellen Ausgleich blieb Sportunion Greisinger Münzbach im Spiel und legte in der Schlussphase noch nach. In der 80. Minute schnürte Laszlo Lengyel seinen Doppelpack und drehte die Partie endgültig auf 2:1. Für den Trainer war das kein Zufall, sondern die Folge einer zweiten Halbzeit, in der seine Mannschaft körperlich und läuferisch zulegen konnte. „Wir haben in der zweiten Halbzeit alles investiert“, sagte Lindtner. Dazu habe man den Druck „bis zur neunzigsten Minute sehr hochhalten“ können, und genau daraus seien am Ende die Chancen und die beiden Tore entstanden.
Gerade dieser Punkt zog sich auch durch das gesamte Fazit des Trainers. Martin Lindtner sah den Unterschied zwischen beiden Mannschaften vor allem in der Intensität und in der Vorbereitung auf das erste Meisterschaftsspiel. „Das erste Meisterschaftsspiel ist immer etwas ganz Besonderes“, sagte er, und die Sportunion Münzbach sei mit dem klaren Ziel nach Unterweißenbach gefahren, die drei Punkte mitzunehmen. Dass seine Mannschaft nach dem Rückstand nicht auseinanderfiel, sondern das Spiel noch drehte, wertete er als verdienten Lohn. „Wir haben bis zur letzten Minute an den Sieg geglaubt“, sagte Lindtner. Den Gegner erlebte er dabei genauso, wie es erwartet worden war: viele hohe Bälle, klare Suche nach dem großen Stürmer und viel Aggressivität auf die zweiten Bälle. Umso zufriedener war er, dass sich die Münzbacher dagegen gut stemmten und in der zweiten Halbzeit die besseren Antworten fanden. Auch neben dem Ergebnis nahm Lindtner Positives mit. „Es war ein sehr faires Spiel“, sagte der Trainer und sprach der Union Unterweißenbach ausdrücklich ein Lob aus. So steht für die Sportunion Münzbach gleich in Runde eins ein Auswärtssieg, den Lindtner vor allem als Bestätigung für eine gute Vorbereitung und für eine starke zweite Halbzeit sieht.