In der 2. Klasse Nord-Mitte ist die SPG Windhaag/Leopoldschlag gegen die SPG Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau mit 0:5 klar unterlegen. Entscheidend war aus Sicht von Trainer Manuel Hauser vor allem der missratene Start, denn seine Mannschaft lag früh 0:2 zurück. Dazu fehlten den Gastgebern laut Hauser Mut, Körperlichkeit und der nötige Zugriff in den Zweikämpfen.
Die Partie bekam aus Sicht der Gastgeber sofort eine ungünstige Richtung. Bereits in der 1. Minute brachte Armin Herzog die Gäste mit 1:0 in Führung, fünf Minuten später legte Dominik Hennerbichler das 2:0 nach. Hauser sprach deshalb von einem misslungenen Beginn: "Wir sind sehr unglücklich in die Partie gestartet, waren nicht bei der Sache und sind schnell 0:2 in Rückstand geraten." Windhaag/Leopoldschlag hatte laut dem Trainer zwar die eine oder andere Chance, nutzte diese Möglichkeiten aber nicht. Kurz vor der Pause erhöhte Hennerbichler noch auf 3:0, was Hauser besonders schmerzte: "Kurz vor der Pause fällt nach einem Stellungsfehler noch das unglückliche 0:3."
Mit diesem dritten Gegentor war die Richtung für den weiteren Abend klar, zumal der Tabellenführer auch nach dem Seitenwechsel nicht nachließ. Schon in der 50. Minute stellte Lukas Himmelbauer auf 4:0, in der 82. Minute traf derselbe Spieler auch zum 5:0-Endstand. Für Hauser waren vor allem zwei Treffer besonders wichtig: "Das 0:1 und das 0:3 waren entscheidend." Seine Erklärung für die klare Niederlage fiel deutlich aus. "Wir waren zu langsam in den Zweikämpfen, haben nicht mannorientiert verteidigt und konnten den Gegner nicht rechtzeitig stellen", sagte der Trainer. Dazu sei seine Mannschaft "im Kopf ein bisschen zu langsam" gewesen und habe es dem Gegner dadurch zu leicht gemacht.
Hauser beließ es aber nicht bei der Kritik am eigenen Auftritt, sondern ordnete auch die Stärke des Gegners klar ein. "Der Gegner ist zu Recht an der Tabellenspitze, vor allem in der Offensive. Sie haben sehr gute Einzelspieler und gute Offensivaktionen", sagte er über Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau. Gleichzeitig nannte er die Punkte, die seiner Mannschaft gefehlt hätten: "Uns haben der Kampfgeist, der Mut und die Körperlichkeit gefehlt." Vor allem im Spielaufbau und ganz grundsätzlich beim "Mut im Spiel" habe es aus seiner Sicht gefehlt, um gegen einen so starken Gegner länger dagegenhalten zu können. Damit war der Qualitätsunterschied an diesem Abend aus Sicht des Trainers klar zu sehen.
Trotz des klaren Ergebnisses sah der Trainer nicht nur Negatives. "Einige junge Spieler konnten aufzeigen und gute Leistungen bringen", sagte Hauser. Außerdem habe die SPG Windhaag/Leopoldschlag "den einen oder anderen guten Spielzug nach vorne" gehabt, dazu kam noch ein Lattenschuss, ein Treffer war der Heimelf aber nicht vergönnt. Erwähnenswert ist auch, dass Hauser von einer fairen Partie ohne Aufreger sprach: "Es gab keine strittigen Situationen, die Leistung von Schiedsrichter Leonhartsberger war sehr gut." Für die Gastgeber bleibt damit vor allem die Erkenntnis, dass gegen einen offensiv starken Spitzenreiter von der ersten Minute an mehr Mut, mehr Zugriff und mehr Präsenz nötig gewesen wären.