Spielberichte

"Mit etwas Glück schon zu Recht": Union Kefermarkt holt sich spät 2:1-Sieg

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Pierbach/Rechberg
Union Kefermarkt

In der 2. Klasse Nord-Mitte hat sich die SPG Pierbach/Rechberg am Sonntagnachmittag gegen die Union Kefermarkt mit 1:2 geschlagen geben müssen. Nach einem torlosen ersten Durchgang brachte Jonas Rauch die Gäste kurz nach der Pause voran, Jakob Gaisberger glich für den Tabellenvorletzten aus, ehe David Ghermuta spät entschied. Trainer Bernhard Plöchl sprach danach von viel Aufwand, einem kompakten Gegner und jenem Spielglück, das diesmal auf Kefermarkter Seite lag.

Nahaufnahme auf die beine zweier Spieler

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Geduld war gegen tief stehende Gastgeber gefragt

Kefermarkt musste sich von Beginn an auf eine Partie einstellen, in der Geduld gefragt war. Zur Pause stand es 0:0, weil die Gäste zwar versuchten, gegen die tief stehenden Gastgeber Lösungen zu finden, sich aber nur phasenweise sauber durchkombinieren konnten. Genau das sprach Bernhard Plöchl nach dem Schlusspfiff auch offen an. „Wir haben gegen einen sehr tief stehenden Gegner versucht, uns durchzukombinieren. Das ist uns phasenweise nicht so schlecht gelungen“, sagte der Trainer. Gleichzeitig machte er deutlich, wie unangenehm der Gegner zu bespielen war. Pierbach/Rechberg sei „ein sehr schwieriger Gegner“, der „extrem tief und gut in der Kette“ stehe. Für Kefermarkt war das also kein Spiel, das sich leicht und flüssig entwickeln konnte.


Rauch bringt Kefermarkt nach der Pause in Führung

Nach dem Seitenwechsel kam Kefermarkt dann genau so aus der Kabine, wie man sich das als Trainer wünscht. In der 50. Minute brachte Jonas Rauch die Gäste mit 1:0 in Führung. Plöchl beschrieb die Szene knapp, aber treffend: Nach guter Vorarbeit kam Rauch am Sechzehner zum Abschluss und „hat gekonnt eingenetzt“. Dieses Tor hätte dem Spiel aus Kefermarkter Sicht eigentlich Ruhe geben sollen. Stattdessen blieb die Partie offen, auch weil die Gäste ihre Möglichkeiten auf das 2:0 nicht nutzen konnten. „Dann hatten wir das Momentum nicht auf unserer Seite, wo wir vielleicht das 2:0 schießen können, wo wir eigentlich die Chancen hätten“, sagte Plöchl. Das rächte sich in der 73. Minute, als Jakob Gaisberger für Pierbach/Rechberg zum 1:1 traf.

Nach Ausgleich blieben Gäste am Drücker

Der Ausgleich änderte aber nichts daran, dass Kefermarkt weiter auf den Sieg ging. Plöchl sprach davon, dass seine Mannschaft danach „alles reingeworfen“ habe und den Erfolg auch ein Stück weit erzwingen wollte. Belohnt wurde dieser Aufwand in der 84. Minute, als David Daniel Ghermuta mit einem Weitschuss zum 2:1 traf. Der Trainer verhehlte nicht, dass dabei auch das nötige Glück mitspielte. „Der Ball ist glücklich abgefälscht worden, dadurch haben wir gewonnen“, sagte er. Genau dieser Ton zog sich durch seine gesamte Einordnung. „Wir hatten heute das Spielglück auf unserer Seite“, meinte Plöchl, betonte aber ebenso, dass seine Mannschaft viel investiert habe und sich der Sieg „mit etwas Glück schon zu Recht“ anfühle.

Viel Wille, aber am Ball noch Luft nach oben

Trotz der drei Punkte war Plöchl mit dem eigenen Spiel am Ball nicht rundum zufrieden. „Wir müssen wieder mehr Fußball spielen. Das Spiel mit dem Ball gefällt mir im Moment nicht so gut“, sagte der Coach und nannte leichte Abspielfehler sowie zu wenige sauber herausgespielte Chancen als klare Baustellen. Umso höher bewertete er den Charakter seiner Mannschaft. „Was mir sehr gut gefällt, ist der absolute Siegeswille. Die Mannschaft ist extrem hungrig und symbolisiert 90 Minuten lang, dass sie den Gegner einfach schlagen will“, sagte er. Für die Gastgeber fand Plöchl ebenfalls anerkennende Worte. Die SPG Pierbach/Rechberg arbeite „sehr hart gegen den Ball, aber fair“, komme immer wieder über Umschaltmomente und sei bei Standards gefährlich. Für die Union Kefermarkt bedeutet dieser 2:1-Auswärtssieg damit nicht nur drei Punkte, sondern auch die Bestätigung, dass die Mannschaft enge Spiele derzeit mit großem Willen auf ihre Seite ziehen kann.

2. Klasse Nord-Mitte: Pierb./Rechb. : Kefermarkt - 1:2 (0:0)

  • 84
    David Daniel Ghermuta 1:2
  • 73
    Jakob Gaisberger 1:1
  • 50
    Jonas Rauch 0:1