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„Wir wollten die Partie bis zum Schluss offenhalten“ – Pabneukirchen dreht 0:2 in Sandl noch zum 3:2

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SV Wimberger Sandl
Pabneukirchen

In der 2. Klasse Nord-Mitte hat SV Wimberger Sandl gegen Union Pabneukirchen trotz starker Anfangsphase mit 2:3 verloren. Die Gastgeber lagen früh 2:0 vor, doch Pabneukirchen kam noch vor der Pause zurück und schlug in einer bis zuletzt offenen Partie in der 90. Minute noch einmal zu. Trainer Christian Schachenhofer sprach danach von einem Weckruf nach dem 0:2 und davon, dass seine Mannschaft sich im Spiel immer besser auf Sandl eingestellt habe.

Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

Image by Lutz Peter from Pixabay

Sandl legt vor, Pabneukirchen braucht Anlauf

Aus Sicht des Pabneukirchner Trainers begann die Partie ganz klar mit Vorteilen für die Heimelf. „Sandl hat einen sehr druckvollen Beginn gemacht“, sagte Christian Schachenhofer und verwies dabei auch auf die Entstehung des frühen Rückstands. Beim 1:0 in der 7. Minute nutzte Patrik Vanek ein Missverständnis in der Pabneukirchner Abwehr konsequent aus. Auch beim zweiten Treffer, den Vanek in der 22. Minute nachlegte, sah Schachenhofer die Gastgeber zunächst verdient vorne: „Sie haben einen sehr guten Pass in die Tiefe gemacht und die Aktion sauber zu Ende gespielt. Zu dem Zeitpunkt haben sie meiner Meinung nach verdient 2:0 geführt.“ Für Pabneukirchen war diese Phase unangenehm, weil Sandl laut Schachenhofer vor allem mit seiner Art zu spielen und mit viel Druck auf dem eigenen Platz gut ins Match fand. Der Coach sprach den Gastgebern danach auch ausdrücklich Respekt aus und bezeichnete Sandl als junge Mannschaft mit viel Potenzial, die viele Gegner vor Probleme stellen könne.


Die Antwort kommt noch vor der Pause

Gerade deshalb war für Schachenhofer der Rückstand so etwas wie der Auslöser für die Wende im Spiel. „Das zweite Tor war für uns eine Art Weckruf“, erklärte der Trainer. Danach habe seine Mannschaft die Räume besser erkannt und zunehmend verstanden, wo Sandl angreifbar sei. Pabneukirchen stellte sich laut seinem Coach auf die Spielweise des Gegners ein, besetzte die wichtigen Positionen besser und arbeitete sich so Schritt für Schritt in die Partie zurück. Besonders wichtig war dabei, dass die Gäste Standardsituationen erzwingen konnten. Aus zwei Eckbällen fielen noch vor der Pause die beiden Treffer zum Ausgleich. Zuerst traf Manuel Gruber in der 25. Minute zum 2:1, dann stellte Fabian Reisinger in der 38. Minute auf 2:2. Schachenhofer fasste diese Phase so zusammen: „Wir haben erkannt, welche Räume wir bespielen müssen, und haben das dann immer wieder so umgemünzt, dass wir auch Standards herausgespielt haben.“ Dass die Gäste nach einem 0:2 noch mit einem Remis in die Kabine gingen, war für den weiteren Verlauf natürlich ein entscheidender Faktor.

Offen bis zuletzt – und diesmal mit dem späten Ende für die Gäste

Nach der Pause rechnete Schachenhofer mit einem offenen Spiel, und genau so entwickelte sich die Begegnung dann auch. Sandl blieb gefährlich und kam laut dem Pabneukirchner Trainer zu guten Möglichkeiten, unter anderem zu zwei Aluminiumtreffern nach Standardsituationen. Auf der anderen Seite ärgerte sich Schachenhofer kurz über eine Abseitsentscheidung, weil aus seiner Sicht ein Treffer oder zumindest eine ganz große Möglichkeit zu Unrecht weggenommen wurde: „Uns wurde ein Abseits gepfiffen, das keines war.“ Viel grundsätzliche Kritik am Unparteiischen wollte er daraus aber nicht machen, im Gegenteil: „Ansonsten war die Schiedsrichterleistung durchwegs solide.“ Weil keine Mannschaft die Partie früh entscheiden konnte, blieb es bis in die Schlussphase eng. Schachenhofer wollte hinterher auch gar nicht den einen alles verändernden Augenblick ausmachen: „Den wichtigsten Moment gab es eigentlich nicht. Es war eine offene Partie, jede Mannschaft hätte gewinnen können.“ Dass es am Ende trotzdem drei Punkte für seine Elf wurden, lag an einer der letzten Aktionen des Spiels. Wieder war Manuel Gruber zur Stelle und machte in der 90. Minute das 3:2. Der Trainer beschrieb die Szene als schönen Pass in die Tiefe, den sein Stürmer sauber fertigspielte. Danach war nicht mehr viel Zeit, wenig später kam der Schlusspfiff.

Wille, Anpassung und ein spätes Happy End

Für den Pabneukirchner Trainer lag die Erklärung für den Auswärtssieg weniger in einem einzelnen Kunststück als in der Reaktion seiner Mannschaft auf die schwierige Anfangsphase. „Was sehr gut funktioniert hat, war, dass wir uns während des Spiels auf die Spielweise des Gegners einstellen konnten“, sagte Schachenhofer. Dazu sei gekommen, dass seine Mannschaft kämpferisch und läuferisch alles investiert habe. Vor allem aber habe sie nach dem 0:2 nicht aufgegeben. „Wir wollten da nicht klein beigeben, sondern wirklich bis zum Schluss die Partie offenhalten und mit Willen auch Punkte entführen“, so der Coach. Dass es dann tatsächlich noch mit drei Punkten klappte, fasste er mit einem einfachen Satz zusammen, der den Nachmittag aus seiner Sicht ziemlich gut trifft: „Wenn man die Tore nicht schießt, dann kriegt man sie. Diesmal war das Glück auf unserer Seite.“ Für Pabneukirchen ist dieser 3:2-Erfolg damit nicht nur wegen der späten Entscheidung ein besonderer Auswärtssieg, sondern auch, weil die Mannschaft nach einem frühen 0:2 die richtigen Antworten gefunden hat.

2. Klasse Nord-Mitte: SV Wimberger Sandl : Pabneukirchen - 2:3 (2:2)

  • 90
    Manuel Gruber 2:3
  • 38
    Fabian Reisinger 2:2
  • 25
    Manuel Gruber 2:1
  • 22
    Patrik Vanek 2:0
  • 7
    Patrik Vanek 1:0