In der 2. Klasse Nord-Mitte hat Union Kefermarkt gegen Union Arbing mit 3:0 gewonnen. Nach einer torlosen ersten Hälfte legten die Gastgeber nach dem Seitenwechsel klar zu. Trainer Bernhard Plöchl sah seine Mannschaft von Beginn an bereit, störte sich vor der Pause aber am ungenauen Passspiel. Mit dem frühen 1:0 nach Wiederbeginn kippte die Partie dann deutlich auf die Seite der Kefermarkter.

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Kefermarkt hatte laut seinem Trainer von Anfang an den klaren Plan, das Spiel an sich zu ziehen. Ganz so flüssig lief es in den ersten 45 Minuten aber noch nicht. „Wir waren von Beginn an bereit, das Spiel in die Hand zu nehmen. In der ersten Halbzeit ist uns das nicht so gut gelungen“, sagte Plöchl. Vor allem mit dem Ball sah er noch Luft nach oben. „Wir konnten nicht die wirklichen Akzente nach vorne setzen, es war ein bisschen ein ungenaues Passspiel.“ Dass es zur Pause 0:0 stand, passte daher gut zum Verlauf dieses ersten Durchgangs. Trotzdem hatte der Kefermarkter Trainer nie das Gefühl, dass seine Mannschaft die Kontrolle verlieren könnte. „Ich denke, dass wir von der ersten Minute an, obwohl uns in der ersten Halbzeit nicht so viel gelungen ist mit dem Ball, ein gutes Gefühl gehabt haben“, erklärte er.
Entscheidend wurde dann die Phase direkt nach Wiederbeginn. In der 53. Minute brachte Adolphe Mungwande Kefermarkt mit 1:0 in Führung, und genau dieses Tor hob Plöchl besonders hervor. „Das 1:0 war eine Standardsituation, Eckball von Julian Lindner. Arbing hat nicht gut geklärt, und Mungwande konnte den Ball am Sechzehner-Eck gut herunternehmen und gezielt einschießen“, schilderte der Trainer. Nur sieben Minuten später legte Mungwande nach und machte das 2:0. Diesmal kam die Vorarbeit von Jonas Rauch, der sich laut Plöchl stark bis in den Strafraum durchsetzte und dann ideal querlegte. „Das 2:0 war ein Top-Assist von Jonas Rauch“, sagte Plöchl. Den Schlusspunkt setzte in der 80. Minute David Daniel Ghermuta. Wieder war Julian Lindner beteiligt, diesmal mit einem tiefen Ball. „Das 3:0 war wiederum ein super Assist von Julian Lindner, ein tiefer Ball auf David Ghermuta, der eiskalt zum 3:0 macht“, so der Kefermarkter Coach. Für Plöchl war damit auch klar, dass alle drei Treffer ihren Wert hatten: „Ich denke, alle drei Tore sind wichtig.“
Das klare Ergebnis darf aus Sicht des Trainers nicht darüber hinwegtäuschen, dass Arbing ein unangenehmer Gegner war. Plöchl sprach von einer Mannschaft, die sehr kompakt stand und dem Favoriten das Leben lange schwer machte. „Union Arbing hat es uns sehr schwer gemacht. Sie sind sehr kompakt gestanden, haben gut verschoben und konnten auch immer wieder Akzente nach vorne setzen“, erklärte er. Gerade deshalb war für Kefermarkt viel Aufmerksamkeit gegen den Ball gefragt. Der Gegner spielte immer wieder lang und suchte die zweiten Bälle, was auf diesem Niveau schnell unangenehm werden kann. „Da mussten wir immer wieder hellwach sein. Sie spielen lange Bälle und auf den zweiten Ball. Das ist nicht so einfach, aber meine Mannschaft hat das sehr, sehr gut wegverteidigt“, sagte Plöchl. Dazu kam, dass die Partie ohne große Aufregung über die Bühne ging.
Nach dem Schlusspfiff überwog bei Kefermarkt die Zufriedenheit, ohne dass der Trainer in Selbstzufriedenheit verfiel. Plöchl sieht seine Mannschaft derzeit in einer guten Phase. „Wir haben uns im Moment einen sehr guten Flow erarbeitet. Die Mannschaft kommt mit einer sehr breiten Brust, dennoch mit sehr viel Demut und versucht, jedes Spiel den Matchplan umzusetzen, sodass wir immer wieder als Gewinner vom Platz gehen“, sagte er. Gleichzeitig sprach er auch einen Punkt an, an dem seine Mannschaft weiter arbeiten soll. Im Vergleich zur Vorwoche habe es zwar schon eine Steigerung gegeben, gerade was das Kreieren von Chancen und die Durchschlagskraft betrifft. Ganz fertig sei die Entwicklung aber noch nicht. „Wir haben diese Woche noch mehr Augenmerk darauf gelegt, dass wir wieder mehr Chancen kreieren und durchschlagkräftiger werden. Aber hier kann man sicher noch mehr aus der Mannschaft herausholen“, meinte Plöchl. Mit dem 3:0 bleibt Kefermarkt nach elf Runden mit 23 Punkten auf Rang zwei und hält den Druck in der Spitzengruppe der Liga hoch.