In der 2. Klasse Nord-Mitte trennten sich Union Neumarkt im Mühlkreis und SV Wimberger Sandl mit 1:1. Für Sandl-Trainer Markus Satzinger entsprach das Remis dem Spielverlauf, auch wenn aus Sicht der Gäste mehr drin gewesen wäre. Vor allem in der Schlussviertelstunde ließ Sandl laut seinem Coach zwei große Chancen liegen und verpasste damit einen möglichen Auswärtssieg.
Zur Pause stand es noch 0:0, und genau so hatte Satzinger die Partie auch lange gesehen. „Das Spiel war komplett ausgeglichen bis zum 1:0 für uns“, sagte der Sandl-Trainer und beschrieb damit einen Nachmittag, an dem sich zunächst keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Nach dem Seitenwechsel brachte Tomas Lestina die Gäste in der 57. Minute mit 1:0 in Führung. Lange hielt dieser Vorsprung allerdings nicht. Satzinger sprach danach von einer „kurzen Drangperiode“ der Gastgeber, und in diese Phase fiel auch der Ausgleich: Nico Kastberger traf in der 71. Minute zum 1:1. Damit nahm das Spiel jene Richtung, die der Trainer in seiner Einordnung insgesamt gesehen hatte: Es blieb ein Duell auf Augenhöhe.
Dass Sandl mit dem Punkt nicht unzufrieden, aber auch nicht restlos glücklich war, hing für Satzinger vor allem mit den letzten Metern zusammen. „Mit dem Ball hat unser Steil-Kurz-Spiel gut funktioniert. Im Mittelfeld waren wir dominant. Vor dem Tor war Luft nach oben“, fasste er den Auftritt seiner Mannschaft zusammen. Gerade nach dem 1:1 sah der Coach seine Elf wieder besser im Spiel. „Dann hatten wir zehn Minuten eine Schwäche, danach waren wir wieder die spielbestimmende Mannschaft“, sagte Satzinger. Entscheidend war aus seiner Sicht, dass diese Phase nicht mehr in Tore umgemünzt werden konnte. Besonders deutlich wurde das in der Schlussviertelstunde, als Patrik Vanek zwei „hundertprozentige Chancen“ nicht nutzen konnte. Sandl blieb damit trotz ordentlicher Spielanlage bei nur einem Treffer.
Am Ende brachte Satzinger das Ergebnis auf eine einfache Formel: „Das Ergebnis wurde dem Spielverlauf gerecht, das Unentschieden.“ Gleichzeitig ließ er keinen Zweifel daran, dass seine Mannschaft den Dreier durchaus hätte mitnehmen können, wenn das nötige „Quäntchen Glück des Tüchtigeren“ auf ihrer Seite gewesen wäre. Auch den Gegner ordnete er respektvoll ein. „Neumarkt war im Prinzip achtzig Minuten gleich auf mit uns. Es war ein sehr gutes Fußballspiel von beiden Mannschaften, die versucht haben, Fußball zu spielen. Keine hohen Bälle“, sagte der Trainer. Dazu passte auch sein Urteil über den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hatte das Spiel sehr gut im Griff.“ In der Tabelle bleiben Neumarkt und Sandl nach elf Runden mit je 18 Punkten direkte Nachbarn. Das 1:1 änderte also weder am Abstand noch am Eindruck eines engen Duells viel.