Spielberichte

"Nach dem 3:1 war es fast abgeschlossen" – Pabneukirchen macht es sich noch einmal schwer

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SPG Windhaag/Leopoldschlag
Pabneukirchen

In der 2. Klasse Nord-Mitte hat Union Pabneukirchen am Samstagnachmittag bei SPG Windhaag bei Fr./Leopoldschlag einen 3:2-Auswärtssieg geholt. Nach dem 1:1 zur Pause zog Pabneukirchen nach dem Seitenwechsel davon, machte es laut Trainer Christian Schachenhofer mit zwei Ausschlüssen aber noch einmal unnötig spannend. "Nach dem 3:1 war es fast abgeschlossen", sagte der Coach, ehe ein später Gegentreffer die Schlussphase noch einmal eng werden ließ.

Eckball - Blick von der Eckfahne auf den fliegenden Ball und die Beine des Spielers

Image by Sepp from Pixabay

Ausgeglichener Beginn, dann der wichtige Ausgleich

Schachenhofer sah eine Partie, die für seine Mannschaft zunächst alles andere als einfach anlief. "Die erste Halbzeit war relativ ausgeglichen", sagte der Trainer, der vor allem die Anfangsphase als schwierig beschrieb. "Wir konnten uns mit den Platzverhältnissen nicht ganz anfreunden", erklärte er, während Windhaag/Leopoldschlag nach seiner Einschätzung gut dagegenhielt, im Mittelfeld früh an die Bälle kam und immer wieder den Weg nach vorne fand. Aus Sicht der Gäste passte es daher ins Bild, dass die Hausherren in der 15. Minute nach einem Standard in Führung gingen. Robin Schinagl traf zum 1:0, und Pabneukirchen war in diesem Moment gefordert. Schachenhofer sprach von einem "Weckruf", und genau so entwickelte sich die Partie dann auch. Seine Mannschaft wurde aktiver und kam noch vor der Pause zum wichtigen Ausgleich. Fabian Reisinger stellte in der 23. Minute auf 1:1, ein Treffer, der für den Trainer eine große Bedeutung hatte. "Mit dem Unentschieden in die Pause zu gehen, war ganz wichtig", sagte Schachenhofer, weil seine Mannschaft damit trotz des Rückstands wieder auf null stellen konnte.


Gruber dreht das Spiel, Pabneukirchen übernimmt die Kontrolle

Was sich Pabneukirchen für die zweite Halbzeit vorgenommen hatte, setzte die Mannschaft nach Aussage ihres Trainers dann deutlich besser um. "Wir wollten in der zweiten Halbzeit aktiver beim Mann sein und das Spielgeschehen in die Hand nehmen", sagte Schachenhofer. Genau das war auch am Spielstand rasch zu sehen. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn brachte Manuel Gruber die Gäste mit dem 2:1 in Führung und gab der Partie damit eine neue Richtung. Pabneukirchen hatte nun mehr vom Spiel und legte laut Trainer genau in jener Phase zu, in der die Gastgeber nicht mehr so gut in die Zweikämpfe kamen wie noch vor der Pause. Schachenhofer sprach von einer guten Phase über "zwanzig, fünfundzwanzig Minuten", in der seine Mannschaft überlegen war. Für ihn wäre das der Moment gewesen, die Begegnung endgültig zu entscheiden. Ganz los ließ Pabneukirchen den Gegner zunächst nicht, doch der dritte Treffer fiel dann doch noch: Wieder war es Manuel Gruber, der in der 77. Minute auf 3:1 stellte. Spätestens da hatte die Mannschaft des Trainers das Spiel aus ihrer Sicht eigentlich dorthin gebracht, wo sie es haben wollte.

Zwei Ausschlüsse bringen die Gastgeber zurück

Dass es am Ende trotzdem noch einmal eng wurde, hatte für Schachenhofer einen klaren Grund. "Wir haben den Gegner selbst wieder stark gemacht mit unseren zwei Ausschlüssen", sagte der Trainer offen. Nach dem 3:1 war er eigentlich überzeugt, dass die Partie beinahe entschieden sei, doch mit den beiden Ausschlüssen änderte sich die Lage noch einmal. Windhaag/Leopoldschlag kam dadurch zurück ins Spiel und nutzte laut Schachenhofer erneut einen Standard, um noch einmal Hoffnung zu schöpfen. Robin Schinagl verkürzte in der 84. Minute auf 2:3, und plötzlich musste Pabneukirchen die Schlussphase mit neuen Kräften und unter deutlich mehr Druck überstehen. Der Trainer schilderte, dass man dann versucht habe, "mit neuen Leuten wirklich die drei Punkte über die Zeit zu bringen", was am Ende auch gelang. Ganz ohne Kritik an einer Entscheidung des Unparteiischen blieb seine Analyse dennoch nicht. "Es gab keine extrem strittigen Szenen, aber den zweiten Ausschluss nehme ich auf die Kappe des Schiedsrichters, weil diese zweite Gelbe für mich im normalen Spielverlauf nicht einmal geahndet wird", sagte Schachenhofer. Insgesamt sei die Leistung des Schiedsrichters aber "schlussendlich okay" gewesen.

Viel Wille, aber auch ein klarer Auftrag für die nächsten Wochen

Trotz des Sieges sah Schachenhofer nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Themen, an denen seine Mannschaft weiter arbeiten muss. Als größte Stärke nannte er "dieses unnachgiebige Wollen, diese drei Punkte auswärts zu holen", dazu kam für ihn eine mannschaftliche Geschlossenheit, die sich gerade in so einer Schlussphase zeigt. "Jeder gibt alles für jeden Mitspieler und macht die Extrameter", sagte der Coach. Gleichzeitig blieb er in seiner Einschätzung nüchtern, weil Pabneukirchen spielerisch nicht ganz an die letzten Auftritte anschließen konnte. Windhaag/Leopoldschlag habe sich "sehr gut eingestellt" und als kompakte Mannschaft gut dagegengehalten, zudem seien die Gastgeber bei Standards immer wieder gefährlich gewesen. Auch deshalb leitete Schachenhofer aus diesem 3:2 einen klaren Auftrag ab: "Da müssen wir einfach ein bisschen mehr Flexibilität reinbringen." Unterm Strich stehen für Pabneukirchen dennoch drei Auswärtspunkte und nach 13 Runden 22 Zähler. Dass die Partie dabei nach einem komfortablen Zwischenstand noch einmal kippen konnte, dürfte im Lager der Gäste aber mindestens so lange nachwirken wie der Sieg selbst.

2. Klasse Nord-Mitte: Windhaag/Leopoldschlag : Pabneukirchen - 2:3 (1:1)

  • 84
    Robin Schinagl 2:3
  • 77
    Manuel Gruber 1:3
  • 47
    Manuel Gruber 1:2
  • 23
    Fabian Reisinger 1:1
  • 15
    Robin Schinagl 1:0