Zum Saisonabschluss in der 2. Klasse Nord-Ost setzte es für den SC Ernsthofen ein 0:3 bei der SPG St. Georgen/Langenstein. Die Hausherren legten früh mit einem Doppelschlag den Grundstein, nutzten ihre Chancen eiskalt, und Ernsthofen musste zudem lange in Unterzahl agieren. Trainer Tomislav Proleta sprach von einem „rabenschwarzen Tag“ und erklärte: „Die frühen Gegentore und die Gelb-Rote haben unsere Niederlage früh besiegelt.“ Am Ende stand ein klares 3:0, das aus seiner Sicht verdient war.
Kaum war angepfiffen, sah sich Ernsthofen im Rückwärtsgang. Proleta schilderte, seine Elf habe „gleich zu Beginn die erste große Chance“ liegen lassen – beinahe im Gegenzug kassierten die Gäste das 0:1. Die Gastgeber trafen in Minute fünf durch Daniel Belsö, und nur zwei Minuten später legte Anto Krajina zum 2:0 nach. „Der Gegner war in den Anfangsminuten extrem effizient“, sagte Proleta, der das erste Tor als „sprichwörtlich reingekullert“ beschrieb und den zweiten Treffer als satten Weitschuss beschrieb. Zusätzlich bremste Ernsthofen eine frühe Gelb-Rote Karte aus: „Wir haben uns damit selbst ausgebremst und mussten lange mit einem Mann weniger spielen.“ St. Georgen blieb dran und stellte durch Lukas Wurmlinger nach einer halben Stunde auf 3:0 – aus Proletas Sicht ebenfalls aus der Distanz. Mit dieser klaren Führung ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel suchte Ernsthofen den Anschluss, doch Zählbares sprang nicht heraus. „Wir waren bemüht, aber das Aufbäumen und die großen Chancen kamen erst sehr spät“, so Proleta. „Ein, zwei Tore hätten wir sicher machen können, aber wir sind an unserer Chancenverwertung gescheitert.“ Auch die eigenen Ansprüche blieben unerfüllt: „Wir haben es nicht geschafft, unser Spiel aufzuziehen und waren nicht konsequent genug.“ Der Trainer attestierte dem Gegner eine starke Vorstellung: „St. Georgen war effizient, hat uns sauber wegverteidigt und immer wieder mit Bällen in die Tiefe Gefahr erzeugt.“ Diskussionen über den Unparteiischen gab es keine. „Der Schiedsrichter war absolut in Ordnung. Es gab keine strittigen Szenen, und die Gelb-Rote Karte ging auch in Ordnung“, hielt Proleta fest. So blieb es bei einem deutlichen, aus seiner Sicht verdienten 3:0.
Im Fazit blieb Proleta gelassen, ohne die Niederlage schönzureden. „Unterm Strich haben wir verdient verloren. Es war ein rabenschwarzer Tag, an dem wenig bis nichts zusammengekommen ist“, sagte der Ernsthofen-Coach. Einzelne gute Momente hätten gezeigt, „was möglich wäre, wenn wir uns auf unser Spiel konzentrieren“, doch Unterzahl und das frühe 0:3 waren eine zu hohe Hürde.
Wichtig ist ihm nun der Blick nach vorne: „Wir wissen das richtig einzuordnen, akzeptieren es, werden es verarbeiten und besprechen – und dann bleiben lassen.“ Nach einer kurzen Pause will Ernsthofen die gute Rückrunde als Basis nutzen. „Das wird uns nicht aus der Bahn werfen. Wir schütteln uns, erholen uns und starten Anfang Juli mit viel Elan und positiver Energie in die neue Saison.“