Mit einem Blitzstart und einer abgeklärten Vorstellung feierte der SU Herzogsdorf-Neußerling in der 2. Klasse Nord-West einen 3:0-Heimsieg gegen den SK Admira Juniors. Ein frühes Ausrufezeichen, spürbare Erleichterung und viel Anerkennung prägten die Analyse von Roland Kellermayr. Der Trainer betonte die Bedeutung des Blitzstarts und des frühen Doppelschlags, verwies aber auch auf kurze Wackler vor und unmittelbar nach der Pause. Besonders wichtig war ihm die Reaktion auf die schwierige Vorwoche: „Ich bin wirklich stolz auf sie, dass wir das so umgesetzt haben. Nach der 0:1-Niederlage und dem verschossenen Elfmeter war der Kopf ein bisschen voll. Heute haben sie sich gut herausgekämpft – ich bin wirklich stolz auf die Mannschaft.“

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Kellermayr sah seinen Plan bestätigt: „Das Ergebnis hat gepasst, es war gerecht. Wir haben unseren Matchplan gut umgesetzt, schnell das 1:0 gemacht (Torschütze: Julian Durstberger) – eine super herausgespielte Situation – und in der 10. Minute nach einem Eckball das 2:0 (Torschütze: Jan Lesicki).“ Die endgültige Entscheidung fiel in der 75. Minute durch Manuel Wimmer mit dem 3:0. Gleichzeitig verschwieg er die Schwächephasen nicht: „Kurz vor der Pause haben wir den Faden verloren, und zu Beginn der zweiten Halbzeit waren wir nicht ganz im Spiel. Wir hatten dann relativ viele Kontersituationen, die wir oft nicht zu Ende gespielt haben.“
In der Analyse hob der Coach die Absicherung hervor: „Im Großen und Ganzen war unser Verhalten in der Abwehr sehr gut. Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, umgesetzt.“ Besonders prägnant fiel sein Urteil zur Gefährlichkeit des Gegners aus: „Wir sind hinten richtig gut gestanden, denn Admira hatte keine wirklich zwingende Chance.“ Zum Kräfteverhältnis im Ballbesitz sagte er: „Ich glaube, dass der Ballbesitz im Großen und Ganzen relativ ausgeglichen war.“
Als Mann des Spiels benannte Kellermayr einen Rückkehrer: „Für mich war Julian Durstberger der Mann des Spiels. Es ist gut, dass er wieder zurück ist, weil er vorige Woche wegen Gelb gesperrt war. Er ist zweikampfstark, ballsicher und kann das Spiel lesen.“ Den Kontrahenten charakterisierte er so: „Spielerisch sind sie sehr gut, viele junge, ballstarke Burschen, in der Mitte kompakt. Hinten haben sie meiner Meinung nach ein bisschen Probleme, aber wenn die so zusammenbleiben, wird das eine sehr gute Mannschaft.“ Mit Blick auf das eigene Personal blieb er realistisch-optimistisch: „Wir haben den einen oder anderen, der immer wieder ein bisschen verletzt ist, und drei oder vier, die schon länger fehlen. Sie trainieren schon ein bisschen mit – ich hoffe, dass sie demnächst wirklich fit werden und uns helfen. Im Großen und Ganzen passt das so.“