Spielberichte

Samuel Koblmüller (Sektionsleiter TSU Kirchberg ob der Donau): "Leistungsgerechtes Unentschieden"

Feldkirchen/D.
Kirchberg/Donau

In der 2. Klasse Nord-West trennten sich die Union Feldkirchen an der Donau und die TSU Kirchberg ob der Donau mit 1:1. Kirchbergs Sektionsleiter Samuel Koblmüller sprach nach der 21. Runde von einem leistungsgerechten Remis: "Das Unentschieden ist so absolut leistungsgerecht." Entscheidend waren für ihn die verpassten Möglichkeiten vor der Pause und ein sehenswerter Ausgleich der Feldkirchner nach der Pause. "Unsere mangelnde Chancenverwertung" blieb als Hauptgrund, warum Kirchberg den möglichen Auswärtssieg liegen ließ.

Torwart in grüner Dress beim Abstoß

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Kirchberg legt vor, Feldkirchen antwortet nach der Pause

Kirchberg erwischte den besseren Start und belohnte sich früh: In Minute 20 stellte Julian Weidinger auf 0:1 und gab dem Spiel die erste klare Richtung. Aus Sicht der Gäste war diese Führung verdient, denn sie fanden in der Anfangsphase besser in die Zweikämpfe und erspielten sich Möglichkeiten. "Wir sind gut gestartet und verdient in Führung gegangen", sagte Koblmüller. Bis zur Pause blieb Kirchberg am Drücker, ohne nachzulegen – ein Punkt, den der Sektionsleiter mehrfach betonte. So ging es mit dem 0:1 in die Kabinen, ehe Feldkirchen nach dem Wechsel zulegte. In der 54. Minute setzte Tobias Weinzierl den Ausgleich, und zwar mit einem satten Distanzschuss, den auch der Kirchberger Funktionär ausdrücklich lobte. Danach blieb es offen – der Treffer gab der Heimelf spürbar Auftrieb, während sich Kirchberg neu ordnen musste.

"Wir hätten das 2:0 machen müssen" – Lob für Feldkirchens Traumtor

Im Rückblick blieb Koblmüller bei zwei Kernaussagen: Die verpasste Vorentscheidung vor der Pause und der starke Auftritt der Heimelf nach dem Seitenwechsel. "Wir hatten gute Chancen, das 2:0 frühzeitig zu machen. Das haben wir leider verabsäumt", erklärte er. Genau in dieser Lücke fand Feldkirchen ins Spiel. "Die zweite Halbzeit hat dann Feldkirchen gehört", so Koblmüller, der den 1:1-Treffer als "wunderschönen Schuss aus 20 bis 25 Metern" einordnete: "Sehr sehenswert, großes Lob an den Torschützen." In Summe konnte er mit dem Punkt leben: "Ich denke, beide Mannschaften haben sich dann mit dem Unentschieden zufriedengegeben – und es ist leistungsmäßig so verdient." Der Tenor: Kirchberg war lange gut unterwegs, belohnte sich nicht doppelt; Feldkirchen blieb dran und traf im richtigen Moment.

Personalsorgen bei Kirchberg, stabile Heimelf und ein unaufgeregtes Spiel

Neben der Chancenverwertung sprach Koblmüller auch die Rahmenbedingungen an. "Momentan ist es leider so, dass wir immer wieder Ausfälle zu beklagen haben", sagte der Sektionsleiter. Viel lamentieren wollte er aber nicht – vielmehr hob er die Qualität des Gegners hervor: "Stabile Mannschaft, sie haben den Punkt definitiv verdient." Auch die Leitung durch den Unparteiischen war für ihn kein Thema: "Das war eine gut geführte Zweite-Klasse-Partie." Aus dieser Mischung entstand ein Spiel, das zwei Gesichter hatte: Erst kontrollierte Kirchberg viele Phasen und ging in Front, dann übernahm Feldkirchen nach der Pause das Kommando und kam über den sehenswerten Abschluss von Tobias Weinzierl ins Remis. Mehr Risiko ging in der Schlussphase keiner mehr ein.

Ausblick: Effizienz als Schlüssel – Kirchberg oben dabei

Mit dem Punkt bleibt Kirchberg im oberen Bereich der Tabelle und hat eine gute Ausgangslage, um dranzubleiben. Laut Ligastand rangiert Kirchberg auf Platz vier. Für die nächsten Wochen ist der Plan aus Kirchberger Sicht klar umrissen: vorne wieder kaltschnäuziger werden und die personellen Ausfälle Schritt für Schritt kompensieren. "Wenn du deine Tore nicht machst, bekommst du sie", fasste Koblmüller das 1:1 treffend zusammen.

2. Klasse Nord-West: Feldkirchen/D. : Kirchberg/D. - 1:1 (0:1)

  • 54
    Tobias Weinzierl 1:1
  • 20
    Julian Weidinger 0:1