Spielberichte

Doppelter Rettungseinsatz bei knappem Auswärtssieg des SV sedda Bad Schallerbach gegen die SPG Pregarten

Die im Abstiegskampf steckende SPG Algenmax Pregarten befindet sich in einer kniffligen Saisonphase. Nachdem man es in der vergangenen Woche mit dem Tabellenführer der LT1 OÖ-Liga SK Vorwärts Steyr zu tun bekommen hatte, ging es heute gegen das nächste Top-Team. Man empfing auf eigener Anlage den SV sedda Bad Schallerbach. In einer Partie, welche von dramatischen Verletzungsunterbrechungen samt Rettungseinsätzen überschattet wurde, zog man schlussendlich mit 0:1 den Kürzeren – eine empfindliche Pleite im Abstiegskampf. Durch einen 3:1-Erfolg gegen die Truppe aus Friedburg erhöhte der Letzte des Rankings aus Micheldorf nämlich im Parallelspiel den Druck auf die Pregartner.

 

Alexander Fröschl mit Tor des Tages

Ersatzgeschwächte Gäste aus Bad Schallerbach schockten bereits in Minute 14 den Kontrahenten: Nach einem schnell abgespielten Freistoß flankte der ehemalige Pregarten-Akteur Mihajlo Mackic präzise zur Mitte, wo Kapitän Alexander Fröschl die so wichtige Führung markierte. 16 Minuten später fand der Favorit eine weitere Top-Chance vor, Philipp Birglehner konnte aber kein Kapital daraus schlagen. Insgesamt kam in offensiver Hinsicht nicht allzu viel von der SPG Pregarten. Man wählte immer wieder den langen, hohen Ball als primäres Mittel, um in die Gefahrenzone vorzustoßen, mit jener taktischen Herangehensweise konnte man den Defensivverbund der sedda-Elf aber nicht wirklich fordern. Nicht unerwähnt bleiben darf die beste Gelegenheit des Underdogs, welche man bereits in Minute 7 vorgefunden hatte, Christoph Kolm brachte die Kugel aus kurzer Distanz aber nicht im Tor unter.

 

Zweimaliger Rettungseinsatz

Kurz nach Wiederanpfiff wurde es unschön: Pregarten-Angreifer Tobias Wollendorfer, der zuletzt in ungewohnter Rolle als Linksverteidiger zu überzeugen wusste, prallte nach einer Flanke mit Kai Lang im Kasten des SV sedda Bad Schallerbach zusammen. Doppelt bitter für die Heimischen: Ein Elfmeterpfiff blieb aus und Wollendorfer musste mit Verdacht auf Rippenbruch ins Krankenhaus. In der 63. Minute musste abermals die Rettung anrücken, weil Bad Schallerbachs Innenverteidiger Valentin Frank mit Lang zusammenstieß und daraufhin kurz bewusstlos war. Mittlerweile gibt es Entwarnung: Frank geht es den Umständen entsprechend gut, ins Krankenhaus musste er nicht. Was folgte, war die nächste minutenlange Unterbrechung, die dafür sorgte, dass die SPG, welche es im zweiten Durchgang bis dato wirklich gut gemacht hatte, gewissermaßen den Rhythmus verlor. Der SV sedda Bad Schallerbach hatte in dieser Phase zwei Top-Gelegenheiten, Fröschl und der eingewechselte Leon Ilic scheiterten aber jeweils an Matej Luksch im Kasten der Mühlviertler. Schlussendlich fand die Lenz-Truppe keine adäquate Antwort mehr auf den knappen Rückstand.

 

Stimmen zum Spiel:

Robert Lenz (Trainer SPG Pregarten):

„Vom Gefühl her war das ein 0:0-Spiel. In unserer Situation verlieren wir es aber. Wir haben am Schluss noch einmal alles probiert. Jetzt fahren wir nach Gschwandt. Das ist ein vorgezogenes Finale für uns.“

 

Erich Renner (Trainer SV sedda Bad Schallerbach):

„Bei uns haben heute wichtige Spieler gefehlt. Insgesamt hatten wir die besseren Chancen. Daher war es ein hochverdienter Sieg.“

 

Die Besten: Richard Kandler (RFL, SPG Pregarten), Kai Lang (TW, SV sedda Bad Schallerbach), Valentin Frank (IV, SV sedda Bad Schallerbach)