Spielberichte

"Wir hatten über weite Strecken die Kontrolle" – Union Feldkirchen/Donau startet mit souveränem Auswärtssieg

Union Aigen-Schlägl
Feldkirchen/D.

Zum Saisonauftakt der 2. Klasse Nord-West hat der UFC Agora Aigen-Schlägl gegen die Union Feldkirchen/Donau mit 1:4 verloren. Aus Sicht der Gäste lag der Unterschied vor allem in der Kontrolle über weite Strecken, in den besseren Chancen und in einer reiferen Mannschaftsleistung. Vor allem vor der Pause stellte die Union die Weichen und legte damit den Grundstein für den gelungenen Start.

Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

Image by Lutz Peter from Pixabay

Vor der Pause auf Kurs gebracht

Union Feldkirchen an der Donau fand rasch in die Partie und setzte die eigene Überlegenheit auch in Tore um. Michael Kehrer brachte den Kern der Leistung nach dem Schlusspfiff klar auf den Punkt: "Dass wir über weite Strecken die Kontrolle über das Spiel hatten und die besseren Chancen." Genau darin sah der sportliche Leiter den entscheidenden Unterschied. Vor allem die erste Halbzeit gefiel ihm, weil die Mannschaft da nicht nur effektiver war, sondern auch spielerisch den besseren Eindruck hinterließ. "Die erste Halbzeit war von uns besser als die zweite, und spielerisch konnten wir da eine gute Leistung zeigen", sagte Kehrer. In der 15. Minute brachte Nico Hirsch Union Feldkirchen an der Donau in Führung. Kehrer schilderte die Szene so: "Das erste Tor war ein Elfmeter, den wir leider verschossen haben, aber den Nachschuss konnten wir verwerten." Mit dem 0:1 im Rücken blieb Union Feldkirchen an der Donau am Drücker und legte noch vor dem Seitenwechsel nach. Tobias Weinzierl traf in der 35. Minute zum 0:2, und genau dieses Resultat zur Pause passte zur Einschätzung des Feldkirchner Funktionärs.

Nach dem kurzen Hänger sofort wieder da

Nach dem Seitenwechsel lief es für Union Feldkirchen an der Donau nicht mehr ganz so rund weiter wie davor, ohne dass die Gäste die Partie wirklich kippen ließen. Kehrer sprach offen an, dass die Mannschaft nach der Pause nicht mehr durchgehend so sauber agierte wie in den ersten 45 Minuten. "In der zweiten Halbzeit war es etwas durchwachsen. Da haben wir kurz nachgelassen, dann ist es wieder besser geworden", sagte er. Diese Beschreibung passt gut zur Schlussphase, in der das Spiel endgültig entschieden wurde. Marcel Peherstorfer erhöhte in der 80. Minute auf 0:3 und schien damit für klare Verhältnisse zu sorgen. UFC_Agora Aigen-Schlägl kam aber noch einmal auf 1:3 heran, weil Clemens Zach nur zwei Minuten später verkürzte. Lange offen wurde die Partie dennoch nicht mehr. Union Feldkirchen an der Donau reagierte sofort, und wieder war es Marcel Peherstorfer, der in der 84. Minute auf 1:4 stellte. Gerade diese direkte Antwort unterstrich noch einmal, warum Kehrer am Ende von "einer guten Mannschaftsleistung über neunzig Minuten" sprach.

Kommunikation, Ruhe und gewachsene Erfahrung

Kehrer hob nach dem Auftaktsieg nicht in erster Linie Einzelspieler hervor, sondern das Auftreten der ganzen Mannschaft. "Besonders gut funktioniert hat die Kommunikation", sagte er, und auch mit Ball gefiel ihm der Auftritt seiner Elf. "Wir haben nicht jeden Ball vorgeschlagen, sondern kontrolliert in den eigenen Reihen gespielt", erklärte Kehrer. Darin sah er einen wichtigen Fortschritt, weil Union Feldkirchen an der Donau dadurch über weite Strecken das Spiel in der Hand hatte. Ganz ohne Kritik blieb der sportliche Leiter trotz des klaren 4:1 aber nicht. "Luft nach oben ist sicher noch in der Defensive und in der Ballkontrolle", meinte er. Auch den Gegner ordnete er respektvoll ein. UFC_Agora Aigen-Schlägl sei "unangenehm zu spielen" gewesen, dazu sprach er von einer körperbetonten Partie. Umso höher bewertete er, dass seine Mannschaft den Gegner über weite Strecken nicht wirklich ins Spiel kommen ließ und die eigenen Vorteile konsequent nutzte.

Ein Auftakt, der zur Entwicklung passt

Für Kehrer war dieser Sieg auch deshalb mehr als nur ein guter Start in Runde eins, weil er darin eine Entwicklung seiner Mannschaft bestätigt sah. "Unsere junge Mannschaft, die schon lange miteinander spielt, hat eine gewisse Qualität entwickelt", sagte er. Aus seiner Sicht ist genau das einer der Gründe, warum  die Union Feldkirchen heuer gefestigter wirkt. "Die Erfahrung ist jetzt einfach da. Die Burschen haben sich weiterentwickelt, agieren nicht mehr so nervös und sind ruhiger", erklärte Kehrer. Der 4:1-Erfolg untermauerte diese Sicht gleich zum Auftakt der neuen Saison. Die Feldkirchener nehmen damit nicht nur drei Punkte aus Aigen-Schlägl mit, sondern auch die Bestätigung, dass die gewachsene Eingespieltheit und die größere Ruhe schon früh sichtbar geworden sind.

2. Klasse Nord-West: Union Aigen-Schlägl : Feldkirchen/D. - 1:4 (0:2)

  • 84
    Marcel Peherstorfer 1:4
  • 82
    Clemens Zach 1:3
  • 80
    Marcel Peherstorfer 0:3
  • 35
    Tobias Weinzierl 0:2
  • 15
    Nico Hirsch 0:1