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„Wir hatten die Geduld“ – Union Kollerschlag belohnt sich in Aigen-Schlägl erst nach der Pause

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Union Aigen-Schlägl
Kollerschlag

In der 2. Klasse Nord-West hat sich der UFC Agora Aigen-Schlägl gegen die Sportunion Kollerschlag lange gewehrt, musste sich am Ende aber mit 0:2 geschlagen geben. Nach torloser erster Hälfte traf Lukas Saxinger in Minute 71 und in der Nachspielzeit. Trainer Alexander Ringenberger sah seine Mannschaft über 90 Minuten im Vorteil und führte den Auswärtssieg vor allem auf Geduld, Siegeswillen und das späte Nachlegen zurück.

Fußballtor

Foto von Mike Robinson auf Unsplash


Durchbruch kam erst nach der Pause

Zur Halbzeit stand es noch 0:0, obwohl Ringenberger die Kräfteverhältnisse auf dem Platz klar verteilt gesehen hatte. „Meiner Meinung nach war Kollerschlag die klar bessere Mannschaft, neunzig Minuten. Bei der Torchancenverwertung ist noch Luft nach oben“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Genau darin lag aus seiner Sicht auch der Grund, warum die Partie so lange offen blieb. Kollerschlag hatte laut seinem Coach mehr vom Spiel, machte daraus zunächst aber kein Tor. Erst in der 71. Minute fiel dann die Führung, als Lukas Saxinger das 0:1 erzielte. Damit war der Bann gebrochen, die endgültige Entscheidung ließ aber weiter auf sich warten. Erst in der Nachspielzeit setzte Saxinger mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt und stellte auf 0:2.

Siegeswille und Geduld als wichtigste Erklärung

Gerade weil der erste Treffer erst spät fiel, hob Ringenberger vor allem die Haltung seiner Mannschaft hervor. „Der Siegeswille war zu sehen, und wir hatten die Geduld, dass wir dann auch das 1:0 und das 2:0 gemacht haben“, sagte der Kollerschlag-Coach. Für ihn war das der entscheidende Punkt in einer Begegnung, die spielerisch nicht alles bot. „Spielerisch war das natürlich kein Leckerbissen von beiden Mannschaften“, ordnete er die 90 Minuten ein. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass seine Elf nicht unruhig wurde. Kollerschlag blieb dran, ließ sich vom langen 0:0 nicht aus dem Konzept bringen und belohnte sich erst spät. Dass beide Tore erst nach dem Seitenwechsel fielen, passte damit genau zu der Einschätzung des Trainers, der sein Team am Ende „verdient als Sieger“ gesehen hatte.

Defensiver Gegner, Diskussionen um die Linie des Schiedsrichters und Blick nach vorne

Auch zum Gegner hatte Ringenberger eine klare Wahrnehmung. Der UFC Aigen-Schlägl war für ihn „eher defensiv angelegt“ und in den Zweikämpfen „eher hart“. Dazu kam aus seiner Sicht gleich in der Anfangsphase eine strittige Szene, in der er einen Elfmeter für Kollerschlag gesehen hatte. Insgesamt war er mit der Linie des Unparteiischen nicht einverstanden. „Es war eher eine harte Partie, in der viele Fouls nicht gepfiffen oder zu wenig ausgelegt wurden“, sagte Ringenberger. Am grundsätzlichen Befund änderte das für ihn aber nichts: Die Union Kollerschlag war aus seiner Sicht über die gesamte Spielzeit das bessere Team, nutzte seine Chancen nur zu spät. Genau dort sieht der Trainer trotz des 2:0 auch weiter Verbesserungspotenzial. In der Tabelle hält Kollerschlag nach sechs Runden nun bei neun Punkten und nimmt aus Aigen-Schlägl vor allem drei Zähler mit, auch wenn die eigene Chancenverwertung den Trainer weiter beschäftigen wird.

2. Klasse Nord-West: Union Aigen-Schlägl : Kollerschlag - 0:2 (0:0)

  • 92
    Lukas Saxinger 0:2
  • 71
    Lukas Saxinger 0:1