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„Wir müssen nicht, wir können“ – Feldkirchen holt sich den Sieg mit spätem Weinzierl-Doppelpack

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SU Herzogsdorf/N.
Feldkirchen/D.

In der 2. Klasse Nord-West kippte das 1:2 der SU Herzogsdorf-Neußerling gegen die Union Feldkirchen an der Donau erst ganz spät. Feldkirchen hatte laut Trainer Stefan Schmidt eine schwierige Anfangsphase zu überstehen, wurde ab der 30. Minute aber klar stärker und belohnte sich durch zwei Treffer von Tobias Weinzierl. Für Schmidt war es deshalb ein „Willens- und Arbeitssieg“.

Spieler in Schwarz-Blau führt den Ball

Bild von jcomp auf Freepik

Nach 30 Minuten drehte sich das Bild

Aus Sicht der Gäste begann die Partie keineswegs so, wie man sich das in Feldkirchen vorgestellt hatte. „Die ersten dreißig Minuten haben wir uns schwergetan. Der Gegner hat die Räume gut zugestellt und hoch angepresst, und wir haben nicht so dominat gespielt, wie wir es gewohnt sind“, sagte Trainer Stefan Schmidt nach dem Schlusspfiff. Herzogsdorf machte es den Gästen in dieser Phase schwer und störte früh, Feldkirchen kam nicht sauber genug in seinen Rhythmus. Dann veränderte sich das Spiel aber spürbar. Schmidt sah seine Mannschaft ab der 30. Minute deutlich besser im Spiel. „Ab der 30. Minute hatten wir bis zur Pause drei hundertprozentige Chancen durch Tobias Weinzierl und Florian Falkner“, erklärte er. Dass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging, war aus Sicht der Gäste deshalb eher zu wenig. Schmidt ging da schon mit einem klaren Gefühl in die Halbzeit: „Ab diesem Zeitpunkt habe ich gemerkt, dass wir heute die drei Punkte holen werden.“


Weinzierl entscheidet die Schlussphase

Was sich vor der Pause schon angedeutet hatte, bekam in der Endphase dann doch noch ein Ergebnis. Nach dem torlosen ersten Durchgang dauerte es bis zur 83. Minute, ehe Tobias Weinzierl Feldkirchen mit 1:0 in Führung brachte. Für Schmidt war genau dieser Treffer der Schlüssel des Nachmittags. „Das 1:0 durch Tobias Weinzierl war der Garant dafür, dass es in die richtige Richtung geht“, sagte der Trainer. Lange hielt die Führung allerdings nicht, weil Julian Durstberger in der 88. Minute für Herzogsdorf zum 1:1 durch einen Elfmeter ausglich. Viele Mannschaften wären nach so einem späten Rückschlag wohl ins Wanken geraten, Feldkirchen aber antwortete sofort. In der 90. Minute traf erneut Weinzierl per direkten Eckball und stellte auf 1:2. Gerade weil der entscheidende Treffer so spät fiel, passte Schmidts Einordnung gut zum Spielverlauf: „Am Ende war es ein Willens- und Arbeitssieg.“

Der Glaube an den Sieg war für Schmidt der Unterschied

Der Feldkirchner Trainer machte den Erfolg nicht nur an den beiden Toren seines Angreifers fest. Für ihn lag die größte Stärke seiner Mannschaft vor allem in der Haltung, mit der sie nach der schwierigen Anfangsphase weitergespielt hat. „Die größte Stärke meiner Mannschaft war, daran zu glauben, dass wir es können. „Wir müssen nicht, wir können“, sagte Schmidt. Dieser Gedanke zog sich aus seiner Sicht durch die gesamte Partie. Gleichzeitig betonte der Trainer, dass Spiele oft auch im Kopf entschieden werden. „Wir hatten heute fünf bis sechs hundertprozentige Torchancen und haben am Ende zwei davon genutzt. Seit 2013 konnten wir in Herzogsdorf keinen Dreier mehr holen. Die Mannschaft mental auf diese Aufgabe vorzubereiten, war wohl die größte Arbeit. Aber heute war die Zeit endlich reif dafür.“ In seiner Gesamtbewertung fand Schmidt klare Worte: „Im Großen und Ganzen waren wir die bessere Mannschaft. Wir haben das Spiel durch unseren Willen, unsere Überzeugung und unsere Mentalität entschieden.“

Mit Rückenwind in die nächsten Aufgaben

Auch den Gegner und den Rahmen der Partie ordnete Schmidt nüchtern ein. Herzogsdorf sei in der ersten halben Stunde gut organisiert gewesen und habe uns einige Probleme bereitet, danach habe Feldkirchen aber immer mehr die Kontrolle übernommen und sich das Chancenplus erarbeitet. Den Unparteiischen beurteilte der Trainer ebenfalls sachlich. „Der Schiedsrichter hat es gut gemacht. Er war sehr kleinlich, hat seine Linie aber von Anfang an durchgezogen“, sagte Schmidt. Mit dem 2:1-Auswärtssieg hält Feldkirchen in der Tabelle nun bei 27 Punkten und bleibt in der Spitzengruppe der Liga. Der Blick geht damit rasch weiter. „Wir haben die zweitbeste Abwehr. Jetzt kommt die Mannschaft mit dem besten Sturm. Aber sie müssen erst einmal bei uns etwas reißen“, sagte Schmidt mit Blick auf das nächste Heimspiel gegen Sarleinsbach. Und auch den letzten Satz lieferte er gleich mit: „Wir sind bereit, alles zu geben. Meine Mannschaft will und kann."

2. Klasse Nord-West: Herzogsdorf/N. : Feldkirchen/D. - 1:2 (0:0)

  • 90
    Tobias Weinzierl 1:2
  • 88
    Julian Durstberger 1:1
  • 83
    Tobias Weinzierl 0:1