In der 2. Klasse Nord-West hat Union Reichenau-Ottenschlag-Haibach das Heimspiel gegen SPG Hofkirchen/Putzleinsdorf 1b mit 1:0 gewonnen. Trainer Christoph Froschauer sah dabei einen Auftritt, der dem eigenen Matchplan sehr nahekam. Aus seiner Sicht war die Mannschaft in vielen Bereichen klar tonangebend, einzig die Chancenverwertung sorgte dafür, dass es am Ende bei einem knappen Sieg blieb.

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Die Partie brauchte laut Froschauer zunächst ein wenig Anlaufzeit. "Die ersten zehn Minuten waren ein Abtasten von beiden Mannschaften", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Danach aber kippte das Spiel aus seiner Sicht klar zugunsten seiner Mannschaft. Reichenau nahm, wie er es formulierte, "das Zepter in die eigene Hand" und drückte dem Spiel zunehmend den eigenen Stil auf. Froschauer sprach davon, dass sein Team die Räume gut besetzte, den Ball zirkulieren ließ und insgesamt sehr variabel auftrat. Belohnt wurde dieser Aufwand in der 30. Minute, als Matyas Brabec die Gastgeber mit 1:0 in Führung brachte. Der Trainer beschrieb den Treffer als Ergebnis eines "schön durchkombinierten" Angriffs, der "gut ausgespielt" und dann "souverän abgeschlossen" worden sei. Mit dieser Führung ging Reichenau auch in die Pause, und schon zu diesem Zeitpunkt hatte Froschauer das Gefühl, dass seine Mannschaft vieles von dem auf den Platz brachte, was sie sich vorgenommen hatte.
Dass der Sieg am Ende nur mit einem Tor Unterschied ausfiel, war für den Reichenau-Coach fast schon der einzige Kritikpunkt an diesem Nachmittag. "Das einzig Negative heute ist, dass es nicht höher ausgegangen ist für uns", sagte Froschauer, der ausdrücklich nicht nur auf das Ergebnis schaute. Ihm war anzumerken, dass ihn vor allem die Art und Weise freute. "Bei uns steht die Entwicklung der Mannschaft, die Entwicklung der Abläufe an vorderster Stelle", erklärte er, und genau deshalb hatte dieser Heimerfolg für ihn ein besonderes Gewicht. Reichenau habe "ein richtig super Spiel zum Anschauen" gemacht und damit auch den eigenen Anhängern noch einmal gezeigt, "was in der Mannschaft steckt". Froschauer stellte klar, dass Punkte wichtig seien, für das Trainerteam aber ebenso zähle, "dass wir eine ordentliche und ansprechende Leistung zeigen". Je mehr von den Inhalten aus der Trainingsarbeit umgesetzt werde, desto eher kämen im Lauf der Saison auch die Ergebnisse, so seine Überzeugung. Dieses 1:0 passte deshalb nicht nur auf die Tabelle, sondern auch in die Entwicklung, die er bei seiner Mannschaft sehen will.
Ein weiterer Grund für den knappen, aber laut Froschauer verdienten Erfolg lag für ihn im Verhalten gegen den Ball. Der Gegner habe zwar immer wieder versucht, dagegenzuhalten, sei aber vor allem mit weiten Bällen auf Dauer ausrechenbar geworden. Reichenau stellte sich darauf ein, sicherte laut Trainer "hinten gegenseitig gut ab", gewann die ersten Bälle und holte sich auch viele zweite Bälle. Dazu kam, dass seine Mannschaft im Mittelfeld präsent war, gestaffelt stand und dem Gegner wenig Raum überließ. "Wir waren aggressiv im Pressing, wir waren aggressiv am Ballführenden", sagte Froschauer, der den Auftritt seiner Mannschaft in dieser Phase als "wirklich top" bezeichnete. Entsprechend fiel auch sein Gesamturteil aus: "Wir haben kompakt als Mannschaft gespielt, wir haben genau das gemacht, was das Trainerteam verlangt hat." Selbst die Spielleitung bekam von ihm ein klares Lob. Es habe in 90 Minuten zwar immer wieder Situationen gegeben, über die man sprechen könne, auffälliges sei aber nicht dabei gewesen. "Der Schiedsrichter war wirklich super, top geleitet, diskussionslos", meinte der Trainer. So blieb unter dem Strich ein Heimsieg, mit dem sich Reichenau vor den eigenen Fans ordentlich präsentierte. Zum Schluss richtete Froschauer seinen Dank noch an die Mannschaft und an seine Trainerkollegen: "Ohne die Zwei wäre vieles in der Saison nicht möglich gewesen."