2. Klasse Ost

„Im Grunde genommen hat recht viel funktioniert“ – DSG Union Großraming blickt nach Platz sechs ruhig nach vorne

Union Großraming

Mit Rang sechs in der 2. Klasse Ost hat DSG Union Großraming eine Saison beendet, die Trainer Franz Schachinger unterm Strich positiv einordnet. Die junge Mannschaft hatte im Verlauf des Jahres ihre Schwankungen, arbeitete sich nach schwierigen Phasen aber wieder nach vorne. Schachinger spricht von vielen Dingen, die bereits gut funktioniert haben, bremst bei allzu großen Erwartungen aber bewusst: Der nächste Schritt soll kommen, nur eben mit Geduld.

Spieler steht mit dem Fuß auf einem orangenen Ball

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Zwischen Rückschlägen und starkem Finish

Dass Franz Schachinger die Saison nicht schlechtreden will, passt auch zum Verlauf. DSG Union Großraming war nach dem Auftakt noch weit vorne dabei, fiel im Laufe der Meisterschaft aber zwischenzeitlich bis auf Rang neun zurück und bewegte sich lange in diesem Bereich. Erst in der Schlussphase zog die Mannschaft wieder an und beendete die Saison mit 36 Punkten auf Platz sechs. Dazu kamen in den letzten drei Runden ein Sieg gegen Sattledt Juniors, ein Remis gegen ASV Bewegung Steyr und ein weiterer Erfolg gegen UFC Ternberg. Genau dieses Auf und Ab beschreibt der Trainer auch im Gespräch. „Im Grunde genommen hat recht viel funktioniert“, sagt Franz Schachinger. Gleichzeitig erinnert er daran, dass bei DSG Union Großraming eine sehr junge Mannschaft am Werk ist. „Natürlich braucht das noch Zeit. Wir haben gute Spiele gehabt, weniger gute Spiele, aber im Grunde genommen sind wir recht zufrieden.“ Damit benennt er auch den Kern dieser Saison: viel Positives, aber noch keine völlige Konstanz.

Kaum Bewegung im Kader, klare Linie im Verein

Große Umbrüche soll es daraus aber nicht geben. Im Verein bleibt laut Franz Schachinger „alles beim Alten“, weil die bisherige Arbeit aus seiner Sicht gepasst hat. Auch am Spielerkader wird nur wenig verändert. Ein Mittelfeldspieler hat den Verein verlassen, dazu haben Christoph Mair und Tormann Alexander Urban ihre Karriere beendet. Gerade bei Alexander Urban merkt man dem Trainer an, dass dieser Abgang nicht einfach nur eine Randnotiz ist. „Es ist eigentlich schade, dass er aufgehört hat, aber es ist seine Entscheidung gewesen“, sagt Franz Schachinger. Auf der Zugangsseite ist die Liste dafür sehr kurz. „Kein Spieler ist eigentlich zu uns gekommen“, erklärt der Trainer, weil DSG Union Großraming mit jungen Spielern „sehr gut bestückt“ sei. Nur ein Rückkehrer hat wieder angefangen zu spielen, sonst setzt der Verein bewusst auf den bestehenden Kern.

Die Mannschaft steht im Vordergrund

Dass dieser Kern über Zusammenhalt kommen soll, betont Franz Schachinger mehrmals. Einzelne Spieler will er bewusst nicht herausheben, obwohl er durchaus weiß, dass es in jeder Saison Akteure gibt, die öfter auffallen als andere. Für ihn liegt die Stärke von DSG Union Großraming aber woanders. „Bei uns zählt nicht nur der Spieler, sondern die ganze Mannschaft. Das hat super funktioniert“, sagt er. Dazu passt auch seine Beschreibung eines „kompakten Vereins“, in dem einmal der eine und einmal der andere besser ist. Auch der Blick auf die Konkurrenz fällt klar aus. Besonders beeindruckt hat ihn Maria Neustift. „Die waren sehr, sehr stark“, sagt Franz Schachinger. Über die Spitze der Liga sagt er außerdem: „Die sind schon noch eine Klasse über uns gewesen.“ Dass USV St. Ulrich Juniors den Meistertitel holte und Maria Neustift als Zweiter ganz vorne mitmischte, ordnet der Trainer daher ohne Umschweife ein. Für DSG Union Großraming geht es eher darum, an dieses Niveau Schritt für Schritt heranzukommen.

Der nächste Schritt soll kommen, aber ohne Hektik

Ein Punkt kommt Franz Schachinger für den nächsten Anlauf besonders entgegen: Aktuell gibt es bei DSG Union Großraming keine verletzten Spieler. „Gott sei Dank keine verletzten Spieler. Das passt schon so, wie es jetzt ist“, sagt der Trainer. Für eine junge Mannschaft, die weiter wachsen soll, ist das eine gute Ausgangslage. Die Zielsetzung formuliert er trotzdem bewusst vorsichtig. „Wir wollen kommende Saison noch mehr angreifen, dass wir weiter vorne mitspielen“, sagt Franz Schachinger. Im gleichen Atemzug schiebt er aber nach, dass bei jungen Spielern nicht jeder Entwicklungsschritt automatisch kommt. Genau das macht seine Einordnung glaubwürdig. DSG Union Großraming will nicht mit großen Ansagen auffallen, sondern mit Ruhe weiterarbeiten. Die Basis bleibt zusammen, der Verein hält an seiner Linie fest, und nach einer Saison mit Platz sechs geht der Blick in eine Richtung: weiter nach vorne, aber mit Maß und Geduld.