In der 2. Klasse Ost hat UFC Ternberg eine schwierige Rückrunde hinter sich, die Trainer Walter Schörkhuber nicht nur wegen der Personalsorgen in Erinnerung bleibt. Platz zehn mit 29 Punkten liest sich auf den ersten Blick unspektakulär, dahinter steckt laut dem Coach aber eine Phase, in der teamintern und vor allem mit den jungen Talenten sehr viel weitergegangen ist. Trotzdem sagt Schörkhuber klar: "In der Mannschaft steckt viel Potenzial", zumal nun viele verletzte Spieler wieder zurückkehren sollen.
Wenn Walter Schörkhuber auf die vergangenen Monate zurückblickt, beginnt er nicht mit Tabellenrechnungen, sondern mit der damals bestehenden Lage. "Als ich Ende März die Mannschaft übernahm, ging es in erster Linie darum, die Trainingsbeteiligung wieder ordentlich zu steigern. So wurde die Frühjahrsmeisterschaft von Beginn an als Aufbauzeit für den Herbst betrachtet. Schon früh haben wir den Turnaround geschafft und trotz einer sehr hohen Anzahl an verletzten Spielern, war die Trainingsbeteiligung mit meist 20 oder mehr sehr gut. Wie stark Ternberg tatsächlich eingeschränkt war, zeigt eine Zahl, die hängen bleibt: "Beim letzten Meisterschaftsspiel haben wir insgesamt 17 verletzte Spieler gehabt, davon zehn Kampfmannschaftsspieler. Da war es schon herausfordernd, eine 1b-Mannschaft zusammenzubringen". Große Sprünge wurden im Frühjahr nicht erwartet, viel mehr standen die Basics und das Teambuilding im Vordergrund. Schörkhuber macht jedenfalls keinen Hehl daraus, dass die Rückrunde für seinen Verein eine echte Belastungsprobe war.
Die vielen Ausfälle hatten direkte Folgen für die Zusammensetzung der Mannschaft. Schörkhuber schildert offen, wie jung sein Team in manchen Partien aufgestellt war: "Wir haben einen ganz jungen Kader. Teilweise haben wir mit drei 15-Jährigen, drei 16-Jährigen und drei 17-Jährigen gespielt." Gerade dieser Satz erklärt viel darüber, wie diese Rückrunde in Ternberg verlaufen ist. Gleichzeitig sieht der Trainer darin aber nicht nur eine Notlösung, sondern auch einen wichtigen Teil der Entwicklung."Wir sind näher zusammengerückt. Es ist eine sehr willige Mannschaft", sagt er. Auch abseits der sportlichen Ergebnisse hebt er die Gruppe ausdrücklich hervor: "Die ganze Truppe ist menschlich schwer in Ordnung." Für Schörkhuber ist zudem wichtig, dass die erfahreneren Spieler in dieser Phase nicht abgetaucht sind. "Die arrivierten Spieler gehen in schwierigen Situationen vorneweg und nehmen die Jungen super mit", betont er.
Im Sommer setzt UFC Ternberg nun darauf, viele spielerische Defizite, die sich eingeschlichen haben, zu korrigieren, um den Abstand zu den besten Teams der Liga zu vermindern. "Das wird nicht von heute auf morgen gehen, aber wir bleiben dran". Abgänge gibt es laut Schörkhuber keine, was in dieser Situation ein wichtiger Punkt ist. Dazu kommen mit Matthias Zierer aus Großraming und Felix Zierer aus Reichraming zwei Mittelfeldspieler zurück, außerdem endet für Constantin Hirtenlehner die Leihe bei Vorwärts Steyr. Parallel dazu wurde auch das Trainerteam erweitert. Manuel Brandhuber übernimmt als Torwarttrainer, Andreas Aigner und Gernot Gerstmayer kommen als Co-Trainer dazu. Schörkhuber blickt deshalb vorsichtig, aber doch spürbar zuversichtlich nach vorne. "Die meisten Verletzten werden jetzt wieder zurückkommen und ins Training einsteigen", sagt er. Ganz sorgenfrei ist die Lage zwar nicht, weil es weiterhin Langzeitverletzte gibt, doch der Grundton ist klar: "Wenn der Kader wieder breiter wird, soll aus den schwierigen Monaten auch ein Schritt nach vorne werden".