In der 2. Klasse Ost gewann der ASV Mayr Bau Bewegung Steyr beim SV Losenstein mit 2:1 und drehte die Partie nach Pausenrückstand. Trainer Mirsad Sulejmanovic sprach von einem hitzigen Duell auf Augenhöhe, lobte Mentalität und Standards seiner Mannschaft und nahm die drei Punkte zufrieden mit. Nach Wochen mit vielen Gegentoren überzeugte vor allem die Defensivarbeit – und vorne entschieden zwei ruhende Bälle die Begegnung zugunsten der Gäste.

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Losenstein erwischte den besseren Moment: In Minute 31 traf Elias Wesely zum 1:0, mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. Bewegung Steyr blieb aber im Spiel. Sulejmanovic schilderte die Pausenansprache klar: "Ich habe ihnen wieder gesagt: Glaubt an euch. Es ist nichts verloren. Das Spiel geht neunzig Minuten." Seine Elf nahm den Faden auf, drückte nach der Pause konsequenter und kam in der 65. Minute zum verdienten Ausgleich, als Daniel Dvorsky auf 1:1 stellte. In der Schlussphase hatten die Gäste den längeren Atem. Anes Kaltak traf in der 88. Minute zum 1:2 und entschied das Match. "Die Jungs haben wieder an sich geglaubt und das Spiel – wie letzte Woche – gedreht. Sie haben bis über neunzig Minuten gekämpft und sich den Sieg verdient geholt", sagte der Coach zufrieden.
Für Sulejmanovic lag der Schlüssel einmal mehr bei ruhenden Bällen: "Ich sage es immer wieder: Standards sind wichtig und entscheiden am Ende Spiele." Aus seiner Sicht fielen beide Treffer der Gäste nach Standardsituationen – genau das, was er im Vorfeld eingefordert hatte. Genauso zufrieden war er mit der Arbeit gegen den Ball: "Auf jeden Fall die Defensivarbeit. Wir haben davor in zwei Spielen dreizehn Tore bekommen, aber in den letzten zwei Partien war es sehr, sehr gut. Die Kommunikation wird immer besser." Auch der Matchplan passte gegen Losenstein: "Ihr Spiel sind hohe Bälle, erste und zweite Bälle rund dreißig Meter vor unserem Tor, schnell in die Tiefe und Standards. Wir haben sie nicht ganz vorne angepresst, aber ihre Standards sehr gut verteidigt und wenig zugelassen."
Diskussionsstoff lieferte aus Sicht der Gäste vor allem das 0:1. "Für mich war das Gegentor eine klare Fehlentscheidung. Der Assistent hatte wegen Abseits die Fahne oben, der Schiedsrichter ließ weiterlaufen", ärgerte sich Sulejmanovic und verwies auch auf einen individuellen Fehler im Anschluss. Gleichzeitig betonte er die Linie: "Man muss es akzeptieren, auch wenn es eine Fehlentscheidung ist." Die Partie war hitzig, die Emotionen hoch – "vier oder fünf Spieler" seiner Mannschaft sahen Gelb, wie der Trainer erzählte. Dennoch blieb Bewegung Steyr stabil und brachte die drei Punkte trocken heim. "So gewinnt man Spiele", hielt Sulejmanovic fest. In Runde 19 behauptete seine Truppe den Platz vor dem direkten Verfolger und bleibt oben dran. Der Ausblick ist klar formuliert: "Wir müssen weiter weniger Gegentore bekommen – so kann es auch weitergehen."