Zum Auftakt in der 2. Klasse Ost hat sich der ASV Mayr Bau Bewegung Steyr in einer hitzigen Partie mit dem SV Reichraming 2:2 getrennt. Nach dem späten 2:1 schien der Heimsieg schon ganz nah, ehe in der Nachspielzeit doch noch der Ausgleich fiel. Trainer Mirsad Sulejmanovic sah viele gute Ansätze, haderte nach dem Schlusspfiff aber vor allem mit der Chancenverwertung: „Uns hat vorne die Kaltschnäuzigkeit gefehlt.“

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Mirsad Sulejmanovic sprach nach dem Auftakt von einem „sehr hitzigen Spiel“ und meinte damit nicht nur die Zweikämpfe, sondern auch die Bedingungen. „Man hat gesehen, dass es nicht einfach war, bei der Hitze zu spielen, weil es in der Liga um viel Laufen und viel Kämpfen geht“, sagte der Trainer von ASV Mayr Bau Bewegung Steyr. Sportlich begann der Abend mit dem 0:1 durch Daniel Kerbl in der 13. Minute aus Sicht der Heimischen unerquicklich. Sulejmanovic wurde dabei deutlich: „Wir haben durch einen Torwartfehler das 1:0 bekommen. Das hat uns ein bisschen aus dem Spiel genommen.“ Seine Mannschaft fand aber rasch wieder hinein und glich nur sechs Minuten später durch Sayed Ali Javed Sadat zum 1:1 aus. Mit diesem Stand ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel laut Sulejmanovic auf beiden Seiten offen, ehe ASV Mayr Bau Bewegung Steyr in der 89. Minute durch Admir Omercevic das 2:1 machte. „Du denkst dir dann: Jetzt musst du das Spiel im Griff haben und die drei Punkte mitnehmen“, sagte der Trainer. Dazu kam es nicht mehr, weil Manuel Schink in der Nachspielzeit noch das 2:2 für SV Reichraming erzielte.
Gerade mit dem Spiel nach vorne war Sulejmanovic über weite Strecken einverstanden. Er lobte, dass ASV Mayr Bau Bewegung Steyr immer wieder sauber ins letzte Drittel kam und sich Möglichkeiten herausspielte. „Ich war sehr zufrieden mit der Offensive. Wir haben sehr viele Chancen kreiert“, sagte er. Besonders gefiel ihm, wie seine Mannschaft über Spielverlagerungen und Pässe in die Tiefe zu Möglichkeiten kam. „Wir sind meistens spielerisch sehr gut ins letzte Drittel gekommen, und durch die Läufe in die Tiefe haben wir ihnen Probleme gemacht“, erklärte Sulejmanovic. Genau dort sah er aber auch den Knackpunkt der Partie. „Der letzte Abschluss hat einfach gefehlt, wo du dann kaltschnäuzig das Tor machst.“ Noch klarer wurde er bei der Einordnung der liegen gebliebenen Möglichkeiten: „Wir hätten noch zwei, drei Tore mindestens schießen müssen.“ Dass seine Mannschaft trotz vieler guter Szenen nur zwei Treffer machte, war für ihn letztlich der Grund, warum die Führung nicht ausreichte. „Wenn du ein leeres Tor verschießt und solche Großchancen verpasst, dann ist es schwierig, dass du das Spiel sicher machst“, sagte Sulejmanovic.
Auch abseits der Offensive fand der Trainer einiges, worauf er aufbauen will. In der Defensive fehlten einige Spieler, trotzdem zeigte er sich mit jenen Akteuren zufrieden, die diesmal mehr Verantwortung übernehmen mussten. „Die haben es sehr gut gemacht, obwohl sie nicht immer gespielt haben“, sagte Sulejmanovic und betonte, dass er mit der Leistung seiner Mannschaft „sowohl defensiv als auch offensiv“ zufrieden gewesen sei. Den Gegner hatte er im Vorfeld so erwartet, wie er sich dann auch präsentierte. „Reichraming ist kämpferisch und läuferisch sehr stark. Da musst du dagegenhalten“, sagte er. Vor allem mit hohen Bällen hatte der ASV Bewegung Steyr anfangs Probleme, später wurde es besser. Kurz zur Sprache kam nach dem Schlusspfiff noch der Ausgleich in der Nachspielzeit, bei dem laut Sulejmanovic einige auf Abseits reklamiert hatten. Festlegen wollte er sich aber nicht. „Ich habe es nicht genau gesehen“, sagte er und ergänzte, dass Schiedsrichter Platzer „im Großen und Ganzen einen guten Job gemacht“ habe. Unterm Strich bleibt für ihn ein Punkt, der sich nach dem Spielverlauf zwar nicht wie der große Gewinn anfühlte, den er aber dennoch annimmt. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Sulejmanovic. „Das erste Meisterschaftsspiel war in Ordnung.“