In der Landesliga West musste sich die Union Peuerbach am dritten Spieltag dem UFC Eferding mit 2:5 geschlagen geben. Neo-Trainer Harun Sulimani sah zunächst ein ausgeglichenes Spiel, am Ende aber eine Niederlage, die aus seiner Sicht vor allem mit dem eigenen Defensivverhalten zusammenhing. "Wir haben dem Gegner die Tore zu leicht gemacht", brachte es der neue Coach nach 90 Minuten auf den Punkt.

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Harun Sulimani hatte durchaus den Eindruck, dass seine Mannschaft ordentlich in die Partie gekommen war. "Ich glaube, dass das ein recht ausgeglichenes Spiel war zu Beginn", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Der erste klare Bruch kam dann in der 22. Minute, als Silvio Hemmelmayr UFC Eferding in Führung brachte. Gerade dieses 0:1 saß tief. Sulimani schilderte die Entstehung sehr deutlich: "Das war für uns sehr bitter, weil der Innenverteidiger einen Steckpass über 40 Meter spielt und der Stürmer alleine aufs Tor läuft. Das darf einfach nicht passieren. So kann man nicht verteidigen." Union Peuerbach antwortete zwar nur drei Minuten später durch Strahinja Macanovic mit dem 1:1, konnte die Unsicherheit aber nicht abstellen. Roman Eckmayr stellte in der 29. Minute auf 1:2, und kurz vor der Pause erhöhte Raphael Kapsamer noch auf 1:3. Damit war aus einem offenen Beginn bis zur Halbzeit ein klarer Rückstand geworden.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Union Peuerbach genau jene Phase, die Sulimani zumindest als positiv hervorhob. "Der Beginn der zweiten Halbzeit war gut, da haben wir wirklich Druck ausgeübt", sagte er. Das machte sich auch rasch im Ergebnis bemerkbar, denn Eldin Sehic verkürzte in der 52. Minute auf 2:3. Für einen Moment war die Partie wieder offen, und der Gastgeber hatte sich nach Einschätzung seines Trainers "eigentlich gut drinnen" gefühlt. Umso bitterer war deshalb das 2:4 in der 60. Minute, wieder erzielt von Raphael Kapsamer. Sulimani machte auch hier keinen Hehl daraus, was ihn störte: Das Tor fiel nach einem individuellen Fehler im Spielaufbau, und zwar genau in jener Phase, in der seine Mannschaft den Ausgleich suchte. "Gerade in einer Phase, wo wir gut im Spiel waren und Druck auf den Ausgleich gehabt haben, ist das bestraft worden mit einem Tor", sagte er. Von diesem neuerlichen Rückschlag erholte sich Union Peuerbach nicht mehr entscheidend, ehe Kapsamer in der Nachspielzeit mit dem 2:5 den Endstand herstellte.
Entsprechend deutlich fiel die Analyse des Trainers aus. Sulimani suchte den Hauptgrund für die Niederlage nicht lange: "Ganz klar unser Defensivverhalten. Wenn man so einfache Tore kriegt oder dem Gegner das so leicht macht, dass er Tore schießen kann, dann hat man einiges falsch gemacht." Noch klarer wurde der Coach, als er seine Bewertung zuspitzte: "Was die defensive Leistung betrifft, waren wir nicht ligatauglich." Damit war die Richtung der Aufarbeitung vorgegeben. Für Sulimani war nicht der UFC Eferding alleine der entscheidende Faktor, sondern vor allem das, was seine eigene Mannschaft zugelassen hat. "Den Gegner haben wir stark gemacht", sagte er, ergänzte aber auch, dass der UFC "gut eingestellt" gewesen sei. Trotzdem blieb der Kern seiner Kritik derselbe: Die Union Peuerbach müsse im Verteidigen konsequenter werden und "in der Manndeckung robuster und stärker werden". Ausreden suchte der Trainer keine. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war er zufrieden. Das Schiedsrichterteam hätte die Partie "relativ gut im Griff gehabt" und sei aus seiner Sicht "fehlerfrei" geblieben. Nach dem dritten Spieltag stehen die Peuerbacher damit weiter ohne Punkt da, während Eferding mit sieben Zählern vorne dabei ist.